100 Jahre Stiftung Bibliomedia Schweiz

23/10/2020

Die Stiftung Bibliomedia wurde 1920 gegründet. Bibliomedia engagiert sich seit 100 Jahren für das Lesen und unterstützt Schulen und Öffentliche Bibliotheken bei ihrer Arbeit. Leseförderung bleibt auch im digitalen Zeitalter wichtig, weil Menschen sich weiterhin lesend orientieren.

Das Alphabet bildet die Basis der schriftlichen Kommunikation, wie
wir sie kennen. Seit 2002 verwendet Bibliomedia das Alphabet im Logo. Nun haben die Historikerinnen Franziska Schürch und Isabel Koellreuter zu 26 Schlüsselbegriffen ein Bibliomedia-Alphabet verfasst, das die Geschichte von 100 Jahren Bibliomedia in 26 Buchstaben erzählt. Die Filmclips wurden von Lalita Brunner vom Grafikbüro BerrelGschwind in Basel realisiert. Wir publizieren es bis zum 6. Mai 2020 auf Facebook, Twitter, Instagram - und hier auf der Website.

Viel Spass beim Entdecken!

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Anfang: Am 6. Mai 1920 gründeten Hermann Escher, Direktor der Zürcher Stadtbibliothek, sein Mitarbeiter Felix Burckhardt und Marcel Godet, der Direktor der Schweizerischen Landesbibliothek, die Schweizerische Volksbibliothek (SVB). Zweck der nationalen Stiftung war der Ausbau des Bildungsbibliothekwesens der Schweiz zur «geistigen, sittlichen und beruflichen Hebung aller Volksklassen». Weiterlesen

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Drei Männer und eine gute Idee: Ideengeber, Initiator und erster Direktor der Schweizerischen Volksbibliothek war der Zürcher Hermann Escher. Der 1857 geborene Fabrikantensohn studierte von 1876 bis 1881 in Zürich und Strassburg Geschichte, Kunstgeschichte und klassische Philologie. Weiterlesen

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Volksbildung: Nach dem Landesstreik 1918 entdeckten liberale Schweizer Kreise die Arbeiterbildung als Waffe gegen die extreme Linke. Weiterlesen

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Wanderbibliothek: Hermann Escher lernte die Idee der Wanderbibliothek auf einer Studienreise in die USA kennen und brachte sie in die Schweiz. Weiterlesen

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Buch: Bücher sind wahre Alleskönner: Sie dienen nicht nur der Archivierung und Verbreitung von Wissen, sie können auch verzaubern, unterhalten, erschüttern, verführen, verwirren oder gefährden. Bücher sind so stark, dass sie immer wieder verboten oder, im schlimmsten Fall, verbrannt werden! Weiterlesen

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Soldaten: Während des Ersten Weltkriegs baute die Schweizer Armee eine Soldatenbibliothek auf. Rund 30’000 Bücher konnten so den Wehrmännern als Freizeitbeschäftigung zur Verfügung gestellt werden. Nach dem Krieg entschied der Bundesrat auf Anraten des Generalstabschefs Sprecher von Bernegg, diese Bücher einer zivilen Organisation, und damit der Allgemeinheit, zu übergeben. Weiterlesen

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Kinder und Jugendliche: Die Volksbibliothek lieh von Anfang an auch Jugendbücher aus, in den 1920er-Jahren vor allem die Schweizer Klassiker von Johanna Spyri und Niklaus Bolt. Im Fokus der SVB standen jedoch erwachsene Nutzer*innen, die Altersgrenze lag bei 15 Jahren. Aber das sollte sich bald ändern. Weiterlesen

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Öffentliche Bibliothek: Öffentliche Bibliotheken gelten heute als «Dritter Ort», eine Schnittmenge zwischen öffentlichem und privatem Raum; etwas zwischen Wohnzimmer, Studierzimmer und Veranstaltungsort. Weiterlesen

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Organisation: Die Schweizerische Volksbibliothek ist seit ihrer Gründung 1920 eine Stiftung. Damals gab es einen 36-köpfigen Stiftungsrat, einen neunköpfigen Vorstand und eine operative Leitung in der Berner Hauptstelle. Weiterlesen

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Legitimation: Ging es in den Anfangsjahren der Schweizerischen Volksbibliothek darum, allen Landesteilen und somit allen Bewohner*innen der Schweiz Zugang zu Büchern und damit zu Wissen zu ermöglichen, sah sich die SVB in den 1930er-Jahren im Dienste schweizerischer Kulturwahrung. Weiterlesen

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Standorte: Bibliomedia, das sind heute die drei Standorte in Lausanne, Biasca und Solothurn. Dies war nicht immer so: Bei der Gründung 1920 gab es zunächst einen Hauptsitz in Bern. Bis 1923 bauten die Verantwortlichen sechs zusätzliche Regionalstandorte in Lausanne, Fribourg, Luzern, Zürich, Bellinzona und Chur auf. Weiterlesen

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