Zoss Roland

Roland Zoss wurde am 2. August.1951 in Bern geboren. 1975-82 absolvierte er die Studien Ethnologie, Sprachen, Musik und Zeichnen an den Universitäten Bern und Avignon. Er bereiste Lateinamerika, Asien und den Mittelmeerraum. Seit 1985 ist er Lehrer für Sprachen, Literatur und Rockmusik an einer Berufs- und Buchhändlerschule. Roland Zoss hat als Songwriter, Schriftsteller und Kinderbuchautor mehrere Bücher und Schallplatten/CD's veröffentlicht und verschiedene Auszeichnungen erhalten.

Links
www.rolandzoss.com
www.art-tv.ch/9014-0-Roland-Zoss-mit-Jimmy-Flitz.html
www.bernerzeitung.ch/kultur/pop-und-jazz/Goldigs-Chroenli-fuer-Roland-Zoss/story/19534768

Opere:
  • Lieder und Gedichte. Bern: Verlag Beatris von Greyerz, 1978
  • Wer den Wind vernimmt. Gedichte und Lieder. Aarau: Sauerländer, 1981
  • Ohrenblicke. Gedichte und Lieder. Bern.: Vertrieb: Buchhandlung H. Weyermann, 1991
  • Die Insel hinterm Mond. Eine äolische Erzählung. Bern / München: Edition Erpf, 1992
  • Das Kind vom Turm. Kinderbilderbuch. Langnau: Verlag ED, 1994
  • Die Bärenfasnacht. Die Geschichte von Zottellotte und Mutzenurs an der Fasnacht. Kinderbilderbuch. Bern: Fischer, 1996
  • Die Exzentrischen. Berlin: Kiepenheuer, 1997
  • Saitenstrassen oder Die Melodie des Zufalls. Roadmovie-Roman. Bern: Fischer, 1998
  • Xenegugeli, Tier-ABC. Musik- und Bildalbum in Berner Mundart. Gümligen-Bern: Sound-Service-Verlag
  • Die Einladung. Berlin: Kiepenheuer, 2000
  • Muku-Tiki-Mu. Weltkindermusik. 25 multikulturelle Tier- und Kindermusiken. Winterthur: Phonag Records, 2001
  • Güschi und das Geheimnis der Echohöhle. Kindersage. Mit Boris Zatko. Murten: Licorne-Verlag, 2002 (auch als Doppel-Hörspiel CD erhältlich)
  • Sing Ding. Gümlingen: Wigra Sound Service, 2011 (CD)

Premi:
  • Ehrendoktor "Doctor of Literature", World Congress of Poets (1992)
  • Literaturförderpreis der Stadt Bern (1993) für "Die Insel hinterm Mond"
  • Werkjahr Stadt Bern (1994)
  • Werkbeitrag Elisabeth-Forberg-Stiftung (1997)
  • Goldigs Chrönli (2015)

Parte di testo da "Die Insel hinterm Mond" [S. 109-110]

Wir marschieren piano piano durch einen hohen Schilfkorridor. In Serpentinen höher. Es wird frischer. An einer einsamen Stelle, ideal zum Küssen, überholt uns eine pausbäckige Clique im Sturmschritt.Allmählich stirbt das Schilf, der Blick schweift hoch zum Vulkan. Eine feine Rauchfahne über dem grollenden Berg. Magerer Ginster kämpft um einen Halt im Hang aus schwarzem Geröll. Dünn die Luft. Sehr weit oben kriecht die Clique als Tausendfüssler über einen Grat. Ein Blinder tastet sich mit seinem Begleiter bergab.Je höher man steigt, umso intensiver richtet sich der Blick auf jene hellen Quader dort, in denen Menschen wohnen. Denn hier oben herrscht Mond. Schwarze Halden stürzen zum Meer. Kein grüner Halm. Schwefeldampf aus winzigen Rissen in der Erde. Keine Eidechse, keine Möwe, kein Rabe.

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