Vogel Magdalena

Magdalena Vogel wurde am 6.4.1932 in Zürich geboren. Nach dem Besuch der Schulen und der Matura trat sie in das Oberseminar über und machte das Primarlehrer-Patent. Später erarbeitete sie sich nach dem Besuch der Handelsschule noch das Sekretärinnen-Diplom sprachlicher Richtung. Vogel war nur während kurzer Zeit im Lehramt tätig. Diverse Studien- und Arbeitsaufenthalte führten sie ins Ausland. Danach war sie dreizehn Jahre Redaktionsassistentin beim Verein „Jugend und Wirtschaft“ (damals Sitz in Zürich). Anschliessend arbeitete Vogel auf dem städtischen Fürsorgeamt. Bis zu ihrem Tod am 28.1.2009 lebte Magdalena Vogel in Zürich.

Opere:
  • Bruchstück. Prosa. Zürich: Avis, 1961
  • Englische Prospekte. Eine junge Schweizerin begegnet old merry England. St.Gallen: Tschudy, 1961
  • Linka oder Sommer einer Magd. Erzählung. St.Gallen: Tschudy, 1964
  • Kringel und Raster. Gedichte. Zürich: Artemis, 1966
  • Entwurf der Oase. Gedichte. Liestal: Heinzelmann & Kunz, 1970
  • Zwischen Milchstrasse und Sackgassen. 48 Gedichte. Zürich: Pendo, 1979
  • Zeichenlese. Gedichte. Zürich: Hecht, 1981
  • Das Erwachen im Traum. Kurze Geschichten und Phantasien. Zürich: Pendo, 1982
  • Die Verwerfung der Jahreszeiten. Lyrik, Erzählgedichte, Prosa. Zürich: Pendo, 1985
  • Im Wechsel des Lichts. Gedichte. Zürich: Pendo, 1988
  • Das Befinden des Lebens. Lyrik, Erzählgedichte, Prosa. Zürich: Pendo, 1992
  • Im Bann der Fluchtlinien. Lyrik, Erzählungen, Prosa. Pendo, 1996

Premi:
  • Anerkennungsgabe der Steo-Stiftung (1965)
  • Anerkennungsgabe der Stiftung Pro Arte (1977)
  • Ehrengabe des Kantons Zürich (1977)
  • Ehrengabe der Stadt Zürich (1981 / 1985)

Parte di testo da "Das Befinden des Lebens" [S. 94]

WURFVERSUCH

Eine kleine Ars poetica

Das Ausholen,
Abschicken erst.
In Erwartung erstarrt
die Gebärde.
Das Aufatmen dann
bei der Wasserung
des nun, Fläche an Fläche,
wegschlitternden Steins.

Seine Zugabe:
drei synkopische Hupfer,
wie ferngesteuert
und sportlich sogar –
eine fremd anmutende
Eigenart.

Bis zum Einfall,
in Tiefen,
schon ziemlich weit draussen,
mit konzentrischen Kreisen,
die sich über ihm schliessen.

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