Vettiger Susanne

Susanne Vettiger wurde am 23.2.1958 in Basel geboren. Nach dem Gymnasium besuchte sie die Kunstgewerbeschule und war später als Fotografin tätig. Zudem arbeitete Vettiger im künstlerischen Bereich. In den vergangenen zehn Jahren hat sie zahlreiche Kinderbücher verfasst und sich mit ihren Geschichten für den Kinderclub von Radio DRS, den Südwestfunk und den Sender Freies Berlin einen Namen gemacht. Susanne Vettiger lebt und arbeitet in Basel.

Links
www.susannevettiger.ch

Opere:
  • Barbatus der Segelkünstler. Basel: GS-Verlag, 1993
  • Mungg und Murmel entdecken Basel. Basel: GS-Verlag, 1994
  • Stomatenpaghetti oder wie Oscar auf dem Piratenschiff richtig sprechen lernt. Basel: Christoph-Merian-Verlag, 1997
  • Das verlorene Herz. Basel: F.Reinhardt, 1998
  • Wer legt das grösste Ei?. Basel: Christoph-Merian-Verlag, 1998
  • Der Leuchtturm und das Gespenst. Basel: Christoph-Merian-Verlag, 1999
  • Meret braucht Geld. Zürich: Pro Juventute, 2000
  • Das grosse Glück in der kleinen Schachtel. Eine tierische Liebesgeschichte. Zürich: Pro Juventute, 2000
  • Die Geschichte vom Wurm in der Tuba. Zürich: Pro Juventute, 2001
  • Das Geheimnis der blauen Schachtel. Zürich: Pro Juventute, 2001
  • Arnold legt ein Ei. Zürich: Pro Juventute, 2002
  • Das Rätsel der Feuerberge oder Die Schachtel Nummer sieben. Zürich: Pro Juventute, 2003
  • Wenn Pinguine Tango tanzen. Illustratioen von Renate Habinger. Wien: Wiener Dom-Verlag, 2011

Premi:
  • Diplom: Fällt aus dem Rahmen, Eselsohr (2000)
  • Buch des Monats Februar, Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur

Parte di testo da "Das grosse Glück in der kleinen Schachtel" [S. 7]

Ja, Carla hat viele solche Streichholzschachtelgeschichten. Genau sechsundvierzig Stück. In ihren Geschichten spricht sie alle Sprachen der Welt.
Russisch. Arabisch. Japanisch. Patagonierdialekt ebenso. Und sogar Schweizerdeutsch.
Für den Teddy ist das kein Problem, denn er versteht alle Sprachen der Welt.
„Na los Teddy, komm“, flüstert Carla, und leise schleichen sie aus dem Zimmer, um Carlas Bruder ja nicht aufzuwecken.
„Gehen wir an unseren Lieblingsplatz, ja?“
Schnell zieht sich Carla die dicken, etwas ungeliebten, kratzigen Wollsocken über, denn mit kalten Füssen kann man keine Geschichten erzählen. Mit leerem Bauch eventuell, aber mit kalten Füssen, nein.
Die dicken Socken braucht sie schon an ihrem Lieblingsplatz, weil der nämlich im Keller ist. Eigentlich auf der Kellertreppe. Genauer gesagt auf der fünften Stufe. Es gibt gewiss schönere Orte als eine Kellertreppe, um Geschichten zu erzählen, aber hier sind Carla und ihr Teddy ganz für sich alleine.
Hier stören sie niemanden, gehen keinem auf die Nerven mit ihrer Fragerei. Und hier hören sie auch die Streitereien der Eltern nicht.

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