Regenass René

René Regenass wurde am 15.5.1935 in Basel geboren. Nach der Matura studierte er Germanistik, Romanistik und Geschichte an der Universität Basel. Anschliessend unternahm er Reisen mit dem Fahrrad durch ganz Europa. Regenass war unter anderem als Werbetexter, kaufmännischer Angestellter, Gärtner und Redaktor tätig. Erste literarische Veröffentlichungen in Zeitungen und Anthologien machte Regenass im Jahre 1969. Seit 1979 lebt er als freier Schriftsteller und Publizist in Basel. Er veröffentlicht zahlreiche Beiträge in literarischen Zeitschriften und schreibt journalistische Texte für Tageszeitungen. René Regenass war von 1982 bis 1985 Präsident der Schweizer Autoren Gruppe Olten. Er hat neben Prosa; vor allem die Kurzerzählung steht im Zentrum seines Werks; auch diverse Theaterstücke und Hörspiele verfasst.

Links
www.imtenn20.ch/daten/19rene/0001rene.html
www.youtube.com/watch?v=Fvihjjkt4xA

Opere:
  • Der Besuch blieb meist über Nacht. Erzählungen. Bern: Wagner, 1969
  • Wir haben das Pulver nicht erfunden, uns gehören nur die Fabriken. Texte. Basel: Lenos, 1971
  • Alle Wege bodenlos und andere Erzählungen. Basel: Gute Schriften, 1972
  • Wer kennt den Mann? Hörspiel. Zürich: Regenbogen-Reihe, 1972
  • Wer Wahlplakate beschmiert, beschädigt fremdes Eigentum. Basel: Lenos, 1973
  • Triumph ist eine Marke. Texte. Basel: Lenos, 1975
  • Aufbruch nach Urbino. Erzählung. Basel / Obfelden: Edition pro These, 1976
  • Ein Schlagbaum treibt keine Blätter. Bern: Bubenberg, 1976
  • In aller Stille. Zwölf Erzählungen. Basel: Gute Schriften, 1977
  • Mord – Steine. Vernünftige Sätze über die Zufälligkeiten des Alltags. Prosa. Bern: Bubenberg, 1978
  • Damit die Zunge nichts Falsches sagt. Basel: Gute Schriften, 1979
  • Porträt eines Portiers. Erzählung. Reinbek: Rowohlt, 1979
  • Die Kälte des Äquators. Zürich: Schweizer Verlagshaus, 1982
  • Kopfstand. Gelegentliche und alltägliche Geschichten. Rorschach: Nebelspalter, 1984
  • Vernissage. Ein Roman aus unserer musealen Zeit, geschrieben mit dem Rücken zum Bild. Zürich: SV International Schweizer Verlagshaus, 1984
  • Die Liliputanerin. Erzählungen. Basel: Nachtmaschine, 1986
  • Schattenreise. Zürich: SV International Schweizer Verlagshaus, 1986
  • Scott`s Einsamkeit / Rückweg. Zwei Erzählungen. Basel: Gute Schriften, 1989
  • Fussangel. Bern: H.Erpf, 1991
  • Aufgebrochen. 40 Jura-Geschichten und 30 Objekte. Basel: Janus, 1995
  • Sehnsucht nach Nummerngirls. Rorschach: Nebelspalter, 1995
  • Der Anmacher. Basel: Janus, 1998
  • Die Schranke. Roman. Basel: Janus, 2002
  • Eine Hand voll Zeit. Erzählungen: Basel: OSL, 2012
  • Die Visitenkarte. Roman. Berlin: Deutsche Literatur- und Verlagsgesellschaft, 2013
  • Lob der Langsamkeit. Poetische Reflexionen. Basel: Johannes Petri, 2015
  • Nachforschungen. Schwaderloch: Mächler Media, 2015
  • Vögel fliegen nicht geradeaus. Erzählungen und Kurzgeschichten. Basel: OSL, 2016

Premi:
  • Förderpreis der Pro Helvetia (1976 / 1984)
  • Förderpreis der Stadt Basel (1980 / 1984)
  • Preis der Schweizerischen Schillerstiftung (1981)
  • Literaturpreis des Kantons Baselland (1986)
  • Stipendium der Stadt Mannheim (1986)
  • Türler Pressepreis (1986)
  • Preis der Welti-Stiftung für das Drama (1987 / 1995)

Parte di testo da "Rückweg" [S. 89-90]

Du bist in eine andere Welt hineingeboren, besser ist sie nicht. Die Menschen bringen es nicht fertig, friedlich miteinander zu leben, es geht zu und her wie im Hühnerstall, wenn zwei Hähne krähen; die geben keine Ruhe, bis einer tot ist, dabei hätte es genug Platz für beide, und die Hühner würde das auch nicht stören, im Gegenteil, aber genauso ist der Mensch: Jeder will mehr sein als der andere, mehr besitzen. Die Menschen haben aus der Geschichte nichts gelernt, das Kriegshandwerk ist das einzige Handwerk, das überdauert, es stirbt nicht aus wie der Beruf des Schmieds oder des Schusters, auch muss da niemand sagen, Schuster bleib bei deinen Leisten, ist gar nicht nötig, alle tanzen, wenn es nur einer verlangt, dabei steht schon in der Bibel: Wer zum Schwert greift, der kommt durch das Schwert um.

Zurück