Ramseier Markus

Markus Ramseier wurde am 12.8.1955 in Pratteln (BL) geboren. Am selben Ort ist er auch aufgewachsen. Ramseier studierte an der Universität Basel Germanistik, Anglistik und Romanistik. Nach der Dissertation über ein linguistiesches Thema war er mehrere Jahre Assistent für Sprachwissenschaft am Deutschen Seminar dieser Hochschule. 1987 richtete er sich neu aus und wurde Lektor in einem Schulbuchverlag und arbeitete als Redakteur für eine Lokalzeitung. Heute hat Ramseier seine Leidenschaft zum Beruf gemacht und ist Leiter der Stiftung für Orts- und Flurnamen-Forschung Baselland. Daneben ist er weiterhin als Lektor und Schriftsteller tätig. Markus Ramseier ist verheiratet und Vater von vier Kindern. Er lebt mit seiner Familie in Pratteln. Seit 1990 veröffentlicht Ramseier Kurzgeschichten, 1994 folgte sein Romandebüt „Mäandertal“, welches mit Preisen ausgezeichnet wurde. Zur Zeit führt der Autor die Arbeit an seinem dritten Roman zu Ende der im Herbst 2002 erscheinen soll.

Links
www.markusramseier.ch
www.tageswoche.ch/de/2014_35/basel/668320/
www.srf.ch/sendungen/reflexe/markus-ramseier-vogelheu
ansichten.srf.ch/autoren/markus-ramseier/

Opere:
  • Mäandertal. Roman. Muri bei Bern: Cosmos, 1994
  • Das Land der letzten Meter. Roman. Muri bei Bern: Cosmos, 1998
  • MännerPassion. Kurzgeschichte. Münchenstein: editon kulturbaum, 2000
  • Asseln. Erzählung. Hamburg: Gruner & Jahr, 2001
  • idos kosmos. Erzählung. Vechta: Eiswasser, 2001
  • Wie küsst man einen Engel ? Roman. Muri bei Bern: Cosmos, 2002
  • Löcher. Geschichten. Zürich: Wolfbach, 2004
  • Licht. Geschichten. Bern: Cosmos, 2009
  • Vogelheu. Roman. Innsbruck/Wien: Haymon, 2013

Premi:
  • Amerbachpreis der Universität Basel (1987)
  • Literaturpreis "Fremde Schweiz" der Universität Bern: 2.Preis (1990)
  • Goldene Schiefertafel (1990)
  • Oberrheinischer Rollwagen, Kurzgeschichtenpreis Süddeutscher Rundfunk: 2. Preis (1992)
  • Worlddidac Silver Award (1992)
  • Schweizer Arbeiterliteraturpreis (1992)
  • Literaturpreis "Arbeit und Alltag" (1994)
  • Worlddidac Gold Award (1994 / 1998)
  • Buchpreis des Kantons Bern (1995)
  • Werkbeitrag Kanton Basel-Landschaft (1995)
  • Werkbeitrag Pro Helvetia (1997)
  • Literaturpreis Gewerkschaftliche Bildungszentrale Schweiz (1999)
  • Limburg-Kurzgeschichtenpreis: 3. Preis (2000)
  • Oberrheinischer Rollwagen, Kurzgeschichtenpreis SWR: 3. Preis (2000)
  • Bettina-von-Arnim-Preis (2001)
  • Kulturpreis des Kantons Baselland (2014)

Parte di testo da "Mäandertal" [S. 28]

Er hörte das Knacken im Unterholz erst, als die Schritte sehr nahe waren, zwanzig Meter vielleicht. In Windeseile war er auf den Beinen, streifte sich die Unterhose über, die Hose, zu mehr reichte es nicht, legte sich wieder notdürftig in seinen Stuhl.
Auch sie entdeckte ihn spät, den Blick zu Boden gerichtet, und sie verharrte mitten im Schritt, mitten auf dieser Grenze, nur undeutlich nahm er sie wahr, ein noch nie gesehenes Gesicht, er zögerte, unschlüssig, wie er auf sie zugehen sollte, sie anreden sollte, die über und über bedeckt war mit Blut, was ihm erst jetzt auffiel, da sich sein Blick löste von ihrem Gesicht, das Blut kam von unten, wie aus dem Boden stieg es an ihr auf, bis zu den Händen, die erdig waren vor Blut.

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