Och Armin

Armin Och wurde am 2. Juni 1934 in Zürich geboren. Er besuchte die Sekundarschule. Anschliessend machte er eine kaufmännische Ausbildung auf einer Bank. Och arbeitet mehrere Jahre im Bankfach ehe er in die Verlagsbranche wechselte und als Lektor wirkte. Er lebt heute in München. Och begann schon während seiner Schulzeit und später während seiner Bankausbildung Kurzgeschichten zu schreiben. Die ersten Texte veröffentlichte er jedoch erst gegen Ende der Sechziger Jahre. Bekannt wurde Armin Och durch seine zahlreichen erfolgreichen Kriminalromane.

Opere:
  • Mit Blut und Tränen. Roman. Zürich: Schweizer Verlagshaus, 1967
  • Die langen Tage und der kurze Morgen. Roman. Bern: Lukianos, 1969
  • Die Flucht und der lange Weg zurück. Roman. Zürich: Schweizer Verlagshaus, 1971
  • Zürich Paradeplatz. Roman. Bern: Scherz, 1976
  • Die Diplomaten. Roman. Zürich: Schweizer Verlagshaus, 1978
  • Der Don von Zürich. Roman. München: Lichtenberg, 1980
  • Die Zürich-Affäre. Roman. München: Droemer, 1984
  • Die Doppelspieler. Roman. Bergisch-Gladbach: Bastei-Lübbe, 1987
  • Plötzlich im Februar. Roman. München: Knaur, 1989
  • Unternehmen Feuervogel. Roman. München: Knaur, 1991
  • Tödliches Risiko. Roman. München: Knaur, 1995

Parte di testo da "Die Diplomaten" [S. 244-245]

Das Wetter hatte sich sehr schnell gebessert. Die Sonne schien, und einzelne Wolken hingen wie grosse weisse Schiffe am blauen Himmel.
Gahoudis linkes Ohr war geschwollen und schmerzte fürchterlich. Er wälzte sich in einem unruhigen Schlaf, schrie auf, schlug um sich und lag nachher da wie tot. Marianne war jedesmal hochgeschreckt, hatte in zu beruhigen versucht, und wenn ihr nach langer Zeit die Augen wieder zugefallen waren, begannen Gahoudis Alpträume von neuem.
Träume geisterten auch durch Mariannes Hirn, als sie irgendwo eine Glocke hörte, dann hörte das Läuten auf, begann wieder und riss Marianne hartnäckig an die Oberfläche des Bewusstseins. Sie merkte, dass es das Telefon war, das so beharrlich klingelte.
Ihr erster Blick galt der Armbanduhr: halb sechs Uhr morgens. Und ihr erster Gedanke war: Vonderau. Als sie zum Apparat eilte und sich meldete, war es Rabizad. Eine Stimme, die sie ihr Leben lang nicht vergessen würde.
„War Ahmeds Behandlung erfolgreich?“ fragte er garstig. „ Oder soll die Therapie vielleicht weitergeführt werden? Eventuell sind das nächste Mal Sie dran, Mademoiselle Jenings, oder Gahoudis Mutter in der Hauptstadt. Sagen Sie ihm das. Sagen Sie ihm auch, dass wir immer da sind, dass wir ihn überhaupt nie aus den Augen lassen und ihn immer wieder schnappen werden, bis er endlich kapiert hat, um was es geht. Er wird spuren müssen, oder wir vernichten ihn. Und glauben Sie ja nicht, dass Sie bei Nacht und Nebel abhauen können. Wir überwachen jeden Schritt.“
Dann machte es Klick, Rabizad hatte aufgelegt. Bevor sie ganz wach geworden war, hatte er sein Gift bereits verspritzt. Aber die Drohung wirkte, hatte sich festgefressen.

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