Neeser Andreas

Andreas Neeser wurde am 25.Januar 1964 im aargauischen Schlossrued geboren, wo er auch aufgewachsen ist. Nach dem Besuch der Schulen und der erfolgreich absolvierten Matura studierte er Germanistik, Anglistik und Literaturkritik an der Universität Zürich. Neeser schloss sein Studium 1990 mit dem Lizenziat und dem Diplom für das Höhere Lehramt ab. In den folgenden Jahren arbeitete er im Teilamt als Mittelschullehrer für Deutsch am Gymnasium in Aarau. Längere Auslandaufenthalte in London, Paris, Berlin und Lissabon folgen. Seit September 2003 ist Andreas Neeser Leiter des Aargauer Literatur- und Sprachhauses „Müllerhaus. Literatur und Sprache“ in Lenzburg, das er auf Ende 2011 verlässt. Er lebt als Schriftsteller in Aarau. Neesers literarisches Schaffen ist äusserst vielfältig: Neben zahlreichen Gedichten hat er auch Erzählungen, Romane und feuilletonistische Beiträge für verschiedene Zeitschriften, Anthologien und Zeitungen verfasst.

Links
www.andreasneeser.ch
www.srf.ch/kultur/literatur/andreas-neeser-blickt-mit-bubenaugen-in-seine-kindheit

Opere:
  • Schattensprünge. Roman. Zürich: Pendo Verlag, 1995
  • Treibholz. Gedichte. Zürich: Pendo Verlag, 1997/Zürich: Wolfbach Verlag, 2004
  • Wortferner, hautnah daheim. Gedichte und lyrische Prosa. Audio-CD. Schöftland: Arsmedia, 1999
  • Schweres Blut. Theaterstück. Uraufführung Reithalle Aarau 2002, Regie: Heinz Schmid
  • Tote Winkel. Erzählungen. Zürich: Wolfbach-Verlag, 2003
  • Treibholz. Die schwarzen Stämme. Neun Gedichte in bibliophiler Ausgabe. Meran: Verlag Offizin S., 2003
  • Geträumt hab ich jede Nacht von dir. Kammeroper nach einem Stoff des Aargauer Dichters Paul Haller (zusammen mit dem Komponisten Michael Schneider), Kultur- und Kongresshaus Aarau, konzertante Teil-Uraufführung 2003.
  • Gras wächst nach innen. Gedichte. Mit Ill. von Hugo Suter. Zürich: Wolfbach-Verlag, 2004
  • Lauter Zwischenton. Notate. Meran: Offizin S., 2004 (bibliophile Ausgabe)
  • Die Sonne ist ein nasser Hund. Miniaturen. Zürich: Wolfbach Verlag, 2006
  • Schichtungen. Gedichte. Meran: Offizin S., 2006 (bibliophile Ausgabe)
  • Grenzland. Klangbuch mit Stimme, und Cello, zusammen mit Martin Merker. Zürich: Wolfbach Verlag, 2007
  • No alles gliich wie morn. Oberhofen: Zytglogge, 2009
  • Unsicherer Grund. Erzählungen. Innsbruck: Haymon, 2010
  • Fliegen, bis es schneit. Innsbruck: Haymon, 2012
  • Zwischen zwei Wassern. Roman. Innsbruck: Haymon, 2014
  • S wird nümme wies nie gsi isch. Mundartprosa. Oberhofen/Thunersee: Zytglogge, 2014
  • Wie halten Fische die Luft an. Gedichte. Innsbruck: Haymon, 2015
  • Ravi & Oli in Grünland. Kinderbuch. Zürich: Orell Füssli, 2015
  • Nüüt und anders Züüg. Mundartprosa. Basel: Zytglogge, 2017

Premi:
  • Förderpreis des Kantons Aarga (1991 / 1992)
  • Werkjahr des Kantons Aarga (1998)
  • Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb: Stipendium für den 3.Klagenfurter Literaturkurs (1999)
  • Aufenthaltsstipendium Berlin (6 Monate) des Aargauer Kuratoriums (2001)
  • Werkbeitrag des Aargauer Kuratoriums (2005)
  • Lyrikpreis Meran: Medienpreis RAI Bozen (2006)
  • Pro Argovia Artist 2007/2008 (2007)
  • Atelierstipendium Stiftung Landis&Gyr (2009)

Parte di testo da "Treibholz" [S. 25]

IMMER

Sekundenjahre, Lichtminuten.
Wie lang ist immer?
Länger als die Stunde deines Sterns?

Am Grenzfluss stand er über dir,
im Schein die Wirbel.
Von drüben sahst du kalte Schimmer,
nichts,
gefallen war das Irrlicht,
himmeltief.

Im Garten schlägt dich keine Zeit,
die Dahlien blühen blau und weiss –
und länger als ein Stern.

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