Meier Carlo

Carlo Meier wurde am 7.4.1961 in Zürich geboren. Nach einer kaufmännischen Lehre bildete er sich weiter und arbeitete fortan als Redaktor, Journalist und Drehbuchautor. Seit 1986 lebt Meier als freier Schriftsteller und Journalist mit seiner Familie in Zug. Der Autor hat Kurzgeschichten in diversen Zeitschriften und Zeitungen veröffentlicht, preisgekrönte Drehbücher geschrieben und ist mit Hörspielen an die Öffentlichkeit getreten. Besondere Anerkennung wurde Carlo Meier aber für seine Jugendkrimis, die in Zusammenarbeit mit seinen eigenen Kindern entstanden sind, zuteil. Die Reihe „Kaminski-Kids“ wird im Schulunterricht zu den Themen „Jugendgewalt“ und „Sucht“ eingesetzt. Meier hat bisher in über 350 Schulklassen aus seinen Büchern vorgelesen. Neben seinen Werken für die Jugend hat Meier auch Kriminalromane für Erwachsene geschrieben.

Links
www.carlomeier.ch

Opere:
  • Keine Leiche in Damaskus. Krimi-Persiflage. Muri b.Bern: Cosmos, 1992
  • Horu. Muri b.Bern: Cosmos, 1995
  • Das Buch Müller. Muri b.Bern: Cosmos, 1997
  • Tatort Zug. Speck und blaue Bohnen. Fortsetzungskrimi. Zug: Speck, 1998
  • Die Kaminski Kids: Übergabe drei Uhr morgens. Jugendbuch. Basel: Brunnen-Verlag, 1999
  • Die Kaminski-Kids. Mega Zoff. Jugendbuch. Basel: Brunnen-Verlag, 2000
  • Die Kaminski Kids: Hart auf Hart. Jugendbuch. Basel: Brunnen-Verlag, 2001
  • Die Kaminski Kids: Unter Verdacht. Jugendbuch. Basel: Brunnen-Verlag, 2002
  • Die Kaminski Kids: Auf der Flucht. Jugendbuch. Basel: Brunnen-Verlag, 2003
  • Spurlos verschwunden. Giessen: Brunnen, 2011
  • Gefahr in Amsterdam. Pratteln: Chinderwält, 2011
  • Das Geheimnis von Marrakesch. Giessen: Brunnen, 2011
  • Hope Road. Giessen: Brunnen, 2011
  • Die Kaminski-Kids: Gefährliches Spiel. Giessen: Brunnen, 2012
  • Die Kaminski-Kids: Im Kölner Verlies. Giessen: Brunnen, 2013
  • Die Kaminski-Kids: Fahrerflucht. Basel: Fontis, 2014
  • Die Kaminski-Kids: Der 2. Weihnachts-Fall. Basel: Fontis 2015
  • Die Kaminski-Kids: Im Kölner Verlies. Basel: Fontis, 2015
  • Die Kaminski-Kids: Der Selfie-Betrüger. Basel: Fontis, 2016
  • Paradise Valley 1. Basel: Fontis, 2017

Premi:
  • Förderpreise Stadt und Kanton Zug (1992 / 1993 / 1996 / 1999 / 2000 / 2001)
  • Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zug (1992 / 1997)
  • Auszeichnung für junge Künstler, Kt.Zug (1993)
  • Werkbeitrag Pro Helvetia (1993)
  • Werkbeitrag Kulturstiftung Landis&Gyr (1993)
  • Förderpreis Gemeinde Niedergösgen (1993 / 1996)
  • Schweizer Pressepreis AT (1994)
  • Drehbuchförderpreis European Script Fund, London (1995)
  • Drehbuchförderpreis Filmkommission der Stadt und des Kantons Zürich (1995)
  • Kulturbeitrag der Stadt Baar (1996)
  • Förderpreis Ernst Göhner Stiftung (1996 / 1999 / 2001)
  • Werkbeitrag Kt.Solothurn (1997 / 1999 / 2001)
  • 1.Preis Filmfestival Alpinale, Österreich (1998)
  • Werkbeitrag Migros-Kulturprozent (1999 / 2000)
  • Förderpreis Vereinigung für Jugendfragen des Kt.Zug (1999 / 2000)
  • Förderpreis Alice+Walter Bossard Stiftung (1999)
  • Förderpreis Ev.-ref. Kirche der Stadt Zürich (1999 / 2000 / 2001)
  • Förderpreis Kath. Kirchgemeinde Zug (1999 / 2000 / 2001)
  • Förderpreis Lego AG, Baar (1999)
  • Föderpreis BASF (1999)
  • Förderpreis Dr.A.C.Brunner Fonds (1999)
  • Werkbeitrag SSV (2000)
  • Förderpreis Volkart Stiftung, Winterthur (2000)
  • Förderpreis Siemens AG (2000 / 2001)
  • Förderpreis ACB Schwerpunkt Fonds (2000)
  • Förderpreis MediBank Zug (2001)
  • Förderpreis Stiftung Jugend für Toleranz und Akzeptanz (2001)
  • Werkpreis SRG idée suisse (2002)
  • Werkbeitrag Zentralschweizer Literaturförderung (2016)

Parte di testo da "Horu" [S. 29]

Polizeidetektiv Schranz bückte sich. Zwischen der Waschmaschine und der verchromten Tumblertrommel lag auf dem Zementboden ein schmales Stück Papier. Er hob es mit einem Taschentuch auf und schaute es sich an.
Der Streifen war mit Schlangenlinien und seitenverkehrten Buchstaben bedruckt.
Vorsichtig wickelte er den Schnipsel ein und schob ihn in die Tasche seiner Lederjacke. Dann blickte er sich noch einmal kurz um und verliess die Dachwaschküche.
Im Treppenhaus mischte sich das Geheul aus Staubsaugern und Radioapparaten. Volksmusik und leichte Welle, alles ordentlich gedämpft. Hinter einer Wohnungstür entschuldigte sich eine Mutter bei ihrem Kind.
Schranz trat auf den Gehsteig hinaus und bog nebenan in den Flur von Haus Nummer 12 ein.
Er stieg hoch bis zur vierten Etage. Dort drückte er auf den Klingelknopf über einem billigen schwarzen Schildchen, in das der Name Albert Specht eingestanzt war. Er holte seinen Ausweis aus der Jacke und hielt ihn vor sich in die Luft.
Eine Frau öffnete. Sie hatte graues Haar mit einem starken Violetteinschlag. Sie blickte Schranz misstrauisch an.
„Detektiv der Stadtpolizei“, sagte er.
Sie brauchte nicht viel mehr als eine halbe Sekunde, um die Tür zuzuschlagen.

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