Münzner Andreas

Am 26. September 1967 wurde Andreas Münzner in Mount Kisco, New York in den USA geboren. Er wuchs in Thalwil bei Zürich auf, studierte Elektrotechnik und absolvierte eine Ausbildung zum Übersetzer. Münzner lebt und arbeitet als Autor und Übersetzer in Hamburg. Er ist Mitglied des Forums junger Autorinnen und Autoren in Hamburg.

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Opere:
  • Die Höhe der Alpen. Roman. Reinbek: Rowohlt, 2002
  • Von wegen den Tieren. Roman. Weil am Rhein: Edition Engeler, 2004
  • Die Ordnung des Schnees. Gedichte. Springe: Zu Klampen, 2005
  • Geographien. Erzählungen. München: Liebeskind, 2005
  • Stehle. Roman. München: Liebeskind, 2008
  • Anzeichen einer Umkehr. Lyrikpapyri. Berlin: Horlemann, 2012

Premi:
  • Hermann-Ganz-Preis (2001)
  • Förderpreis der Jürgen Ponto-Stiftung (2002)
  • Irmgard-Heilmann-Preis (2003)
  • Preis der Schweizerischen Schillerstiftung (2003)
  • Allgemeiner Ernst-Meister-Förderpreis (2005)

Parte di testo da "Die Höhe der Alpen" [S. 201]

Als wir am Wochenende zu viert spazieren gehen, ist schon wieder viel Wasser die Alpenhänge hinuntergeflossen und meine Haare sind gestutzt, wir atmen alle aus vollen Lungen die frische Luft der Natur. Wir gehen häufig in die Natur hinaus, denn die Natur ist ein Raum, der selten oder nie von Menschenhand beeinträchtigt ist, wie wir ständig beeinträchtigt sind, und genau solche Störungen der Eintracht sind es ja, die einen den Atem anhalten lassen, das heisst wenigstens meinen Vater, und wo er freier atmet, sind auch wir glücklich. Überhaupt haben wir gelernt, dass das ganze Übel von den Menschen kommt, und jetzt gibt es auch noch die Überbevölkerung, das heisst zusätzlich zum Übel, das ein Mensch an und für sich ist, kommt noch die Tatsache hinzu, dass es zu viel gibt von diesen Übeln, die die Menschen sind, und zu viel von Zuviel ist eindeutig zu viel, das sehe auch ich ein, als grundsätzlich menschenliebender Zeitgenosse.

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