Breitinger Johann Jacob

Breitinger wurde am 1.3.1701 in Zürich als Sohn eines Knopfmachers geboren. Von seinem Bruder beeinflusst schlug er eine geistliche Laufbahn ein und wurde anschliessend als Professor für Hebräisch, Griechisch, Logik und Rhetorik ans Carolinum gerufen. Er bezog mit seinem Studienfreund Bodmer ab 1740 Gegenposition zur Poesieauffassung Gottscheds, dessen Ideen er als Mitherausgeber der Wochenschrift Discourse der Mahlern noch vertreten hatte. In seiner Critischen Dichtkunst, die als Markstein in der Geschichte der deutschen Poetik gilt, gab er der englischen Literatur den Vorrang vor dem französischen Ideal und trat für die Phantasie als schöpferische Kraft ein. Johann Jacob Breitinger starb am 14.12.1776 in seiner Heimatstadt.

Links
www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D11613.php
www.nzz.ch/2001/03/01/fe/article77VNC.html
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Opere:
  • Critische Dichtkunst. Worinnen die Poetische Mahlerey in Absicht auf die Erfindung im Grunde untersuchet und mit Beyspielen aus den berühmtesten Alten und Neuern erläutert wird. 1740
  • Fortsetzung der Critischen Dichtkunst. Worinnen die Poetische Mahlerey in Absicht auf den Ausdruck und die Farben abgehandelt wird. 1740
  • Critische Abhandlung von der Natur, den Absichten und dem Gebrauch der Gleichnisse. Mit Beispielen aus den Schriften der berühmtesten alten und neuen Scribenten erläutert. 1740

Parte di testo da "Critische Dichtkunst"

Ich sehe den Poeten an, als einen weisen Schöpfer einer neuen idealischen Welt oder eines neuen Zusammenhanges der Dinge, der (...) Fug und Macht hat, denen Dingen, die nicht sind, eine wahrscheinliche Würcklichkeit mitzutheilen.

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