Bärfuss Lukas

Lukas Bärfuss wurde am 30.12.1971 in Thun geboren, wo er auch aufgewachsen ist. Nach seiner Schulzeit arbeitete er in verschiedenen Berufen und war unter anderem auch als Buchhändler tätig. Seit 1997 ist Bärfuss freier Schriftsteller und Theatermacher. Gemeinsam mit Samuel Schwarz hat er die Theatergruppe 400asa gegründet. Lukas Bärfuss hat zahlreiche Theaterstücke, sowie Beiträge in Anthologien, Zeitschriften und Zeitungen veröffentlicht. Er lebt und arbeitet in Zürich.

Links
www.srf.ch/player/tv/sternstunde-philosophie/video/lukas-baerfuss-–-das-leben-als-treibjagd?id=aff92c78-6897-463e-a065-6971f6c9a3a6
www.srf.ch/player/tv/literaturclub/video/gast-lukas-baerfuss?id=498ee0cd-26aa-4b0b-9086-35a7e5cbc532
www.srf.ch/player/tv/kulturplatz/video/lukas-baerfuss-8212-der-angesagteste-buehnenautor-der-gegenwart-im-portraet?id=7e287841-b324-45ad-bc2c-ea6522979361
www.welt.de/kultur/theater/article4574101/Lukas-Baerfuss-hat-Angst-vor-guten-Menschen.html

Opere:
  • Stories. Freiburg: Lindwurm, 1996
  • Sophokles` Oedipus. Zürich: Escher-Wyss-Unterführung, 1998
  • Siebzehn Uhr siebzehn. Zürich: Schauspiel Akademie Theater, 2000
  • 74 Sekunden. Monolog. Zürich: Blauer Saal, 2000
  • Vier Frauen. Singspiel. Bern: Schlachthaus Theater, 2000
  • Medeää. 214 Bildbeschreibungen. Wien: Radiokulturhaus, 2000
  • Die Reise von Klaus und Edith durch den Schacht zum Mittelpunkt der Erde. Bochum: Schauspielhaus, 2001
  • Meienbergs Tod. Groteske. Basel: Theater Basel, 2001
  • Vier Bilder der Liebe oder Die Ungeduld. Ein bürgerliches Trauerspiel. Bochum: Schauspielhaus, 2002 Othello. Kurze Fassung, 2002
  • Die toten Männer. Novelle. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 2002
  • Meienbergs Tod/Die sexuellen Neurosen unserer Eltern/Der Bus. Theaterstücke. Göttingen: Wallstein Verlag, 2005
  • Alices Reise in die Schweiz / Die Probe / Amygdala. Göttingen: Wallstein, 2007
  • Hundert Tage. Göttingen: Wallstein, 2008
  • Malaga / Parzival / Zwanzigtausend Seiten. Stücke. Göttingen: Wallstein, 2012
  • Koala. Roman. Göttingen: Wallstein, 2014
  • Stil und Moral. Essays. Göttingen: Wallstein, 2015
  • Hagard. Roman. Göttingen: Wallstein, 2017

Premi:
  • Stipendium der Stiftung Lydia Eymann, Langenthal (1998)
  • Werkbeitrag der Stadt Bern (2000)
  • Werkbeitrag des Kantons Bern (2000)
  • ZKB-Förderpreis (2000)
  • Werkbeitrag des Kantons Zürich (2001)
  • Kulturpreis der Stadt Thun (2001)
  • Buchpreis des Kantons Bern (2003)
  • Werkbeitrag der Pro Helvetia (2004)
  • Dramatiker des Jahres/Mülheimer Theatertage (2005)
  • Buchpreis des Kantons Bern (2005)
  • Dramatiker des Jahres (2005)
  • Gerrit-Engelke-Literaturpreis der Stadt Hannover (2005)
  • Spycher-Literaturpreis (2007)
  • Buchpreis des Kantons Bern (2007)
  • Schillerpreis (2008)
  • Mara-Cassens-Preis (2009)
  • Berner Oberländer Kulturpreis (2011)
  • Berliner Literaturpreis (2013)
  • Solothurner Literaturpreis (2014)
  • Kulturpreis der Stadt Thun (2014)
  • Schweizer Buchpreis (2014)
  • Nicolas-Born-Preis (2015)

Parte di testo da "Berlin Richtung Weihnachten" in "Stories" [S. 45-46]

Ja, Karl hatte recht, sie war eine Hexe., sie riss mir das Herz aus dem Leib und ass es. Auf meine Seele streute sie Glassplitter. Ich fuhr zur Hölle und der Teufel ritt mich. Ich überlebte nicht. Aber bevor ich starb, war da diese grenzenlose Weichheit, diese Frau, die nirgends enden wollte, über die ich meine Zunge wandern lassen konnte, stundenlang, ohne zwei Mal den gleichen Flecken Haut zu berühren.
Da war ein Arsch, da waren Schenkel, da war fürwahr W e i h n a c h t e n, also Engelsgesang, Königsgeschenke, goldenes Stroh – und vielleicht, ich gebe es zu, war da auch ein Ochse und ein Esel. Und natürlich war da später ein Karfreitag, Kreuzetragen, Dornenkrone, Nägel in Händen und Füssen und eine Lanze in der Lende. Aber es war doch Weihnachten, und wer denkt Weihnachten schon an Karfreitag. Sag` ich Betlehem – sagt ihr da Golgatha?

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