Alves Katja

Katja Alves wurde als Ana Catarina Alves Martins am 18.7.1961 in Coimbra (Portugal) als Tochter eines portugiesischen Kunstmalers und Architekten und einer Schweizer Mittelschullehrerin geboren. Kurz nach ihrer Geburt zog die Familie nach Zürich. Nach dem Mittelschulabschluss liess sich Katja Alves zur Flugverkehrsassistentin, Buchhändlerin, Dokumentalistin und Radiojournalistin ausbilden – inkl. Abschluss in sämtlichen Ausbildungen. Sie war als Reiseleiterin, Konzertveranstalterin, DJ, Spielerfinderin sowie Fernseh- und Rundfunkredaktorin tätig, hin und wieder auch im Ausland. Heute arbeitet sie vor allem als Kinderbuchlektorin und Autorin. Sie schreibt Kurzgeschichten für Erwachsene, Kinderromane, Kindergeschichten, Hörspiele, Radiokolumnen, Theater und Kurzkrimis (u.a. für Schweizer Radio DRS). Für Kinder begann sie zu schreiben, als sie in Lissabon eine Ausstellung über das alte Ägypten besuchte und eine Landkarte entdeckte, auf der die Stadt Krokodilopolis eingezeichnet war. Dieser Name inspirierte sie dazu, ein erstes Hörspiel für Kinder zu schreiben. Weitere folgten. Im Verlauf der Jahre verfasste Katja Alves zahlreiche Texte für Kindersachbücher. Ihr erster Kinderroman „Beste Freundin dringend gesucht“ (2010) entstand, weil ihr ein Mädchen mit jeder Menge Fantasie und eigener Weltsicht, ein Mädchen eben wie Elfriede, die Hauptfigur, im Kopf herumschwirrte. Der zweite Kinderroman „1000 Gründe warum ich unmöglich nach Portugal kann“ hingegen ist eine Remigrations-Geschichte. Das Drama eines Mädchens, das in der Schweiz aufgewachsen ist und dessen Vater den unwiderruflichen Wunsch hegt, wieder nach Portugal zurückzukehren. „Ein Kinderroman mit überraschendem Happy End. Spannend, witzig und mit viel Tempo erzählt.“ (kulturtipp) Für Kinder schreibt sie das, was „ich als Kind selber gern gelesen hätte. Wenn meine Texte dann auch bei Kindern ankommen, ist das einfach grossartig – und ein grosses Glück.“ (Interview in: booksblog.ch/2012/03). Katja Alves lebt und arbeitet mit ihrer Familie in Zürich. (Fotografie: Anita Affentranger)

Links
www.katjaalves.ch

Opere:
  • Bücher für Erwachsene:
  • Profitieren Sie! Die endgültigen Spartips. Zürich: Ferdydurke, 1991
  • Mit Kindern in Zürich. Aarau: AT Verlag, 1998
  • Kunderbunte Familienferien in der Schweiz. Zürich: Werd, 2001
  • Darf man das? Ein Benimmbuch für unterwegs. München: Sanssouci, 2006
  • Dona Generosa hilft dem Leben auf die Sprünge. Morgengeschichten DRS 1. Frauenfeld: Huber, 2007
  • Gesundheit! Hausmittel, die helfen und heilen. München: Sanssouci, 2008
  • Bücher für Kinder:
  • Globi bei den Löwen. Ein spannendes Spiel- und Nachschlagebuch. Zürich: Globi Verlag, 2004
  • Erste Hilfe mit Globi. Zürich: Globi Verlag, 2005
  • Gärtnern mit Globi. Praktische Anleitungen für Gartenfeen, Topfzauberer und Wühlmäuse. Zürich: Globi Verlag, 2005
  • Globis grosses Dessertbuch. Zürich: Globi Verlag, 2007
  • Josephine und der weisse Pudel. Zürich: Tagesfamilien-Verein, 2008
  • Heidi. Nacherzählung für Bilderbuch. Zürich: NordSüd, 2009
  • Eine Störchin namens Max. Das Leben ist kein Froschbuffet. Zürich: Tierschutz-Verlag, 2009
  • Der Bär JJ3. Das Leben ist kein Honigschlecken. Zürich: Tierschutz-Verlag, 2010
  • Globis Buch vom Schweizer Brauchtum. Zürich: Globi Verlag, 2010
  • Beste Freundin dringend gesucht. Kinderroman. Weinheim: Beltz & Gelberg, 2010
  • Mit Max sicher unterwegs im Strassenverkehr. Zürich: NordSüd, 2010
  • Gertrud und Gertrud. Bilderbuch. München: Mixtvision, 2011
  • 1000 Gründe, warum ich unmöglich nach Portugal kann. Kinderroman. Weinheim: Beltz & Gelberg, 2012
  • Elch Oskars wundersame Reise ins Weihnachtswunderland, Arena Verlag, Würzburg, 2012
  • Karlottas fantastische Tierpension. Würzburg: Arena, 2013
  • Die süsseste Bande der Welt. Würzburg: Arena, 2013 (Der Muffin-Club 1)
  • Vier Freundinnen wirbeln los! Würzburg: Arena, 2013 (Der Muffin-Club 2)
  • Allerbeste Freundinnen und der Anti-Schüchternheitsplan. Würzburg: Arena, 2014 (Der Muffin-Club 4)
  • Eine lustige Grusel-Party. Würzburg: Arena, 2015 (Karlottas fantastische Tierpension 2)
  • Die lustigste Klassenfahrt aller Zeiten. Würzburg: Arena, 2015 (Der Muffin-Club 5)
  • Die süsseste Bande wird weltberühmt. Würzburg: Arena, 2015 (Der Muffin-Club 6)
  • Hier kommt Fritz. Der schlaue Plan. Zürich: Orell Füssli, 2014
  • Ich und der weisse Pudel ... und Luis gehört auch dazu. Glarus: Baeschlin, 2014
  • Ulff, die Backenhörnchen und eine irre Verfolgungsjagd. München: Mixtvision, 2015
  • Vier Freundinnen und ein Abenteuer auf acht Pfoten. Würzburg: Arena, 2016 (Der Muffin-Club 7)
  • Weltbeste Freundin und ein starker Auftritt. Würzburg: Arena, 2016
  • Marie und der Vogelsommer. Weinheim: Beltz & Gelberg, 2016
  • Hörspiele für Kinder:
  • E-Mails an Nele (DRS1, Zambo)
  • Krokodilopolis (Radiokiosk)
  • Henning Mankell: Ein Kater schwarz wie die Nacht. (Dialekt Bearbeitung)
  • Globi und de Schatteräuber, Globi beim Roten Kreuz, Phonag
  • Hörspiele für Erwachsene:
  • Diverse Schreckmümpfeli, Morgegschicht auf DRS1 (2006-2009)

Premi:
  • "s goldige Chrönli" von der Vereinigung zur Förderung Schweizerischer Jugendkultur (2004)
  • Förderungspreis "Petit Beurre" (2004)Nomination für den Prix Chronos (2011) Nomination für den Rundfunk "Prix Europa" (2007)

Parte di testo da „1000 Gründe, warum ich unmöglich nach Portugal kann“ [S. 11/170f.]

Papa ist der Meinung, dass sowieso alles viel einfacher wäre, wenn sich die Leute an Dinge gewöhnen würden. Tante Julieta daran, dass er sehr gut auch ohne Frau zurechtkäme, Grossmutter, dass Papa keine Erziehungstipps braucht, und Papas Chef Emilio daran, dass er in seinem spanischen Restaurant, wo Papa als Koch arbeitet, Papa nicht immer mit unnötigen Rezeptvorschlägen belästigen soll. Papa sagt, er weiss sehr gut, was er kochen will (portugiesische Gerichte) und was nicht (spanische Gerichte). Er selbst mag sich alllerdings an fast nichts gewöhnen. Zum Beispiel, dass er endlich deutsch sprechen müsste. Papa macht immer noch schrecklich viele Fehler. Und dann sollte er sich endlich auch mal daran gewöhnen, dass es völlig normal ist, wenn man ab und zu bei seiner besten Freundin übernachtet. Selbst wenn das in Papas Jugend, vor hunderttausend Jahren in Portugal, nicht üblich war. Ausserdem, und das ist das Wichtigste, habe ich ihm bestimmt schon tausendmal gesagt, dass ich gerne eine Haustier hätte. Und zwar einen Hund. Tante Julieta sagt, ich soll doch die heilige Jungfrau Maria um einen Hund bitten. Nichts gegen die heilige Jungfrau, aber ich glaube, es wäre sicherer, wenn mir Papa einen besorgt.

Wenn Nele und ich nicht mit Vasco unterwegs sind, schreiben wir Menükarten für Papas neues Restaurant. Papa ist sicher froh, wenn wir jetzt schon aufschreiben, was er kochen soll. Auf die Weise kann ich auch verhindern, dass zu viel salziger Stockfisch auf die Karte kommt. Obwohl alle Portugiesen auf diesen Bacalhau abfahren. Aber wir wollen ja auch ein Restaurant für Touristen sein. Zum Beispiel aus der Schweiz und aus Deutschland. Deshalb schreiben Nele und ich alle Gerichte auf Portugiesisch und auf Deutsch. In den Restaurants in Lissabon wird das genau so gemacht. Vielleicht machen wir auch noch eine englische Version.
Tante Julieta und Grossmutter haben auch schon ein paar Rezepte Probe gekocht. Papa gefällt das gar nicht, weil er immer noch denkt, dass er der Koch ist. Ich bin schon gespannt, was passiert, wenn das Restaurant mal eröffnet ist. Ob sie sich dann vielleicht darum prügeln, wer kochen darf?

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