Vigne Benedetto

Benedetto Vigne wurde am 18. September 1951 in Belluno/Italien geboren. Aufgewachsen ist er in Salouf, Graubünden. Er besuchte das altsprachliche Gymnasium an der Klosterschule Disentis. Vigne arbeitet heute als Journalist und Musikkritiker in Zürich sowie als Musikredaktor beim Romanischen Radio in Chur. Als Vorstandsmitglied der Uniun per la Litteratura Rumantscha und einstiger Mitbegründer der romanischen Literaturtage in Domat/Ems setzt er sich für die Standardsprache Rumantsch Grischun ein, welche er auch in eigener Prosa und Lyrik verwendet. Benedetto Vigne, der sein literarisches Schaffen vor allem in Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht, ist auch als Übersetzer tätig, insbesondere in seinem gelegentlichen Wirken als "chantautur".

Bibliographie :
  • Camminando camminando, Der sizilianische Cantautore Pippo Pollina im Gespräch mit Benedetto Vigne. Interview und literarische Impressionen. Besigheim: facteon, 1997
  • Lain fabular - ils Beatles per Rumantsch. Doppel-CD mit 27 Beatles-Songs auf Rumantsch Grischun, mit verschiedenen Interpreten. Übersetzungen und musikalische Produktionsleitung von Benedetto Vigne. Apart/SaoundServie, 2005
  • Istorgias da Trantertemp. Kurzprosa, Rumantsch Grischun. Zürich: Apart, 2006
  • diari giapunais: tschientedindeschhaikus. Ill. von Pia Valär. Zürich: Edition Apart, 2016

Distinctions :
  • Werkauftrag Pro Helvetia (1985)
  • Stipendium CH 91, Kt. Jura (1991)
  • Werkauftrag Pro Helvetia (1993)
  • Anerkennungspreis des Kantons Graubünden (2002)
  • Bündner Literaturpreis (2007)

Extrait de "Romanet giurassian" (Romanprojekt)

Chaliras

I fa chaliras. Las plattas de betun da la terrassa buglian. Na pli pussaivel dad ir a pe blut.
La bell`aura è turnada, finalmain, suenter ina fin d`emna grischa, ventusa. Il tschiel è strablau, celest, azur, mintgatant ina nivla, ina sdratschlida, passanta, l`autra scuflada, smanatschanta.
La bell`aura è turnada.
Ma na per mai.

Hitze
Die Betonplatten im Vorgarten sind brennend heiss. Nicht daran zu denken, barfuss zu gehen.
Endlich wieder schönes Wetter. Über das Wochenende war es trüb und windig, jetzt aber hat der Himmel sein bestes Blau aufgesetzt, nur ab und zu zieht ein Wölkchen vorbei, mal fetzchenweise, mal leicht aufgedunsen, beinahe schon bedrohlich.
Endlich wieder schönes Wetter.
Aber nicht für mich.

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