Schaub Urs

Urs Schaub, am 18. April 1951 in Basel geboren, ergriff nach Schulabschluss ein Studium in Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie in Basel und Zürich. Nach Abbruch dieses Studiums besuchte er die Schauspielakademie in Zürich. Seit 1979 arbeitete er als freier Regisseur und realisierte zahlreiche Inszensierungen in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich. Von 1990 bis 1996 war er Schauspieldirektor in Darmstadt, von 1999-2000 Theaterdirektor in Bern und seit Sommer 2003 ist er Direktor der Kaserne Basel. Eigentlich wollte Urs Schaub eine Geschichte für seinen Sohn schreiben, die spannend sein sollte, damit der Nachwuchs lesend bei der Stange gehalten werden konnte. Herausgekommen ist dabei ein in der Schweizer Provinz angesiedelter Kriminalroman, dem schon bald weitere folgen sollten. Urs Schaub lebt in Basel und im Emmental.

Liens
www.steinleitner.org/prominterview.php?id=43&ts=
www.buchkinderbasel.ch/ueber_uns.html

Bibliographie :
  • Tanner. Zürich: Pendo, 2003
  • Das Gesetz des Wassers. Tanners zweiter Fall. Zürich: Pendo, 2006
  • Wintertauber, Tod. Taubers dritter Fall. Zürich: Pendo, 2008
  • Der Salamander. Ein Tatort-Krimi. Zürich: Limmat Verlag, 2012
  • Das Lachen meines Vaters. Geschichten aus der Kindheit. Zürich: Limmat Verlag, 2014
  • Die Schneckeninsel. Zürich: Limmat Verlag, 2016

Extrait de "Wintertauber, Tod" [S. 261]

Kennen Sie sie, Matter? Wir müssen dringend erfahren, um wen es sich bei dieser Frau handelt.
Da muss ich mich noch einmal hinsetzen, Tanner. Wenn Sie die Schweigerin ansprechen - da kommt einiges hoch. Und nichts Gutes.
Er vergrub den Kopf in seinen Händen.
Oh je. Der Mensch irrt, wenn er denkt, er könne gewisse Dinge einfach vergessen und dadurch die Sache ungeschehen machen. Matter, würden Sie uns jetzt bitte verraten, wer die Schweigerin ist?
Matter starrte Tanner an.
Die Schweigerin ist die unselige Mutter vom Franzli, der die Margot auf dem Gewissen hat.
Diese Nachricht löste im Weissen Salon des Maison Blanche ein denkwürdiges Schweigen aus, das erst unterbrochen wurde, als Solange leise die Tür öffnete und fragte, mit wie viel Verspätung der nächste Gast zu rechnen habe.
Tanner fasste sich als Erster.
Solange, wir brechen ab. Schick den Nächsten bitte nach Hause, beziehungsweise sag alle folgenden Termine ab. Informier alle, dass wir uns bei Bedarf melden.
Tanner wandte sich an Michel.
Michel, bitte. Du fährst jetzt am besten sofort ins Kommissariat und löst eine Grossfahndung nach diesem Franzli Müller aus. Wir müssen ihn kriegen, bevor er sich das nächste Opfer geholt hat.

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