Rotach Ingeborg

Ingeborg Rotach wurde am 3. Mai 1930 in Stuttgart geboren. Ihre Jugend- und Schulzeit verbrachte sie in Rapperswil am Zürichsee. Rotach besuchte die Kantonsschule in Zürich und schloss mit dem Handelsdiplom ab. Es folgten Wanderjahre im In- und Ausland ehe sie sich zur Ausbildung als Bibliothekarin entschied. Ingeborg Rotach war Mitarbeiterin beim „Nebelspalter“ (1981-1989). Neben diversen Beiträgen für Radio DRS schreibt sie heute für verschieden Zeitungen und Zeitschriften. Daneben amtet sie als Bibliotheksleiterin ihrer Wohngemeinde und schreibt seit Mitte der Achtziger Jahre Bücher für Kinder und Jugendliche. Während die Autorin in den Bilder- und Kinderbüchern fröhliche Geschichten erzählt, behandelt sie in ihren Jugendbüchern Themen, die ihre LeserInnen beschäftigen. Ingeborg Rotach lebt und schreibt in Erlenbach (Kt.Zürich)

Liens
www.ingeborg-rotach.ch/
www.autillus.ch/?pg=p&op=sho&obj=379

Bibliographie :
  • Möchtest du ein Baum sein? Eine lustige Forschungsreise ins Appenzellerland. Bern: Blaukreuz, 1985
  • Lieber alter Engel. Bern: Blaukreuz, 1987
  • Gute Nacht, Miss Fee. Bern: Blaukreuz, 1989
  • Zümi. Die Suche nach einem Hund. Bern: Blaukreuz, 1991
  • Strickfieber. Zürich: SJW, 1992
  • Wie in einem Krimi. Wien: Kerle, 1995
  • Die Loipenmaus. Bilderbuch. Bern: Blaukreuz, 1995
  • Die Kusslinkshänderin. Roman. Wien: Kerle, 1996
  • Fünf Schritte südlich vom Birnbaum. Zürich: Palazzo, 1999
  • Laura und Simone. Mit Rosmarie Thüminger. Wien: Dachs, 2002
  • Weil ich doch sterben muss. Erlenbach: Edition Hü & Hott, 2012

Distinctions :
  • Schweizerischer Jugendbuchpreis (1988)
  • Auswahlliste für den Schweiz. Jugendbuchpreis (2000)
  • diverse Kurzgeschichtenpreise von Zeitschriften

Extrait de "Die Kusslinkshänderin" [S. 52-53]

Ideal wäre, wenn mir jemand beim Fotografieren vorläse, eine spannende, unterhaltsame, nicht allzu traurige Geschichte. Ich würde aufmerksam zuhören, alles Technische dabei vergessen und ganz normal und entspannt vor mich hin blicken.
Aber wer sollte das tun? Wer sollte mir schon jeden Sonntag vorlesen, über Jahre, bis zur Metamorphose? Man kann das von niemandem erwarten; es sei denn, es bestünde ein gemeinsames Interesse an der Sache. Darum ist es besser, wenn ich mich gar nicht bei solchen Wunschvorstellungen aufhalte und selbst eine Lösung finde. Neuerdings denke ich mir jeden Sonntagmorgen eine Geschichte aus und lenke mich damit ab. Nichts Grosses, Kompliziertes natürlich, keine richtige Geschichte mit einem Anfang und einem Ende. Ich rufe mir einfach ein Erlebnis in Erinnerung, irgend etwas, an das ich gerne denke, an das kleine Mädchen auf dem Bahnhof in Kesswil etwa oder an die Frau mit dem Fragebogen, oder ich stelle mir Chris vor, wie es wäre, wenn er sich in mich verliebte, mich wirklich liebte, nicht so, wie Eric es behauptet zu tun.

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