Matter Mani

Mani Matter, eigentlich Hans Peter, wurde am 4. August 1936 in Herzogenbuchsee geboren. Er wuchs in Bern auf, wo er auch die Schulen besuchte und an der Universität Jura studierte. Als Rechtskonsulent des Berner Gemeinderates arbeitend, schrieb er in seiner Freizeit Chansons im Berner Dialekt, „Liedli“, wie er sie selber nannte. Bereits mit siebzehn Jahren hatte er angefangen die ersten selbstgeschriebenen Lieder zur Gitarre zu singen. Später trat er damit in zahlreichen Schweizer Kleintheatern auf. Obwohl er von der Musik hätte leben können, gab er seinen angestammten Beruf nie auf. Die Chansons wurde durch Radio und Schallplatte verbreitet und gewannen eine grosse Popularität, die bis heute anhält. Matter verband darin Alltagsbetrachtungen, Witz, sowie politische und soziale Anliegen. Mani Matter starb am 24. November 1972, im Alter von erst 36 Jahren, auf der Heimfahrt von einem Konzert im Schneetreiben bei einem Verkehrsunfall in Kilchberg (Kt. Zürich). Er wurde mit seinen Chansons zu einem der wichtigsten Anreger und Erneuerer der zeitgenössischen Mundartliteratur, welche er aus Sprachpurismus und heimatschützerischer Einfalt befreite. Viele seiner Lieder sind zu einem festen Bestandteil der Schweizer Kultur geworden. Daneben sind die „Sudelhefte“ genannten Tagebuchaufzeichnungen aus den Jahren 1958-1971 und das „Rumpelbuch“, eine Sammlung von Gedichten, Geschichten und kurzen Theaterstücken von literarischer Bedeutung.

Liens
www.manimatter.ch
www.srf.ch/kultur/literatur/zu-kurz-aber-intensiv-mani-matters-leben-in-einer-biographie
www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/wo-mani-matter-ums-leben-kam/story/23256108
www.srf.ch/radio-srf-3/musik/junge-schweizer-bands-covern-mani-matter-jetzt-im-stream-hoeren
ead.nb.admin.ch/html/matter.html

Bibliographie :
  • Us emene lääre Gygechaschte. Berner Chansons I. Zürich: Benziger, 1972
  • I han en Uhr erfunde. Berner Chansons. EP. 1966
  • Alls wo mir i d Finger chunt. EP. 1967
  • Hemmige. EP. 1970
  • Betrachtige über nes Sändwitsch. EP. 1972
  • Ir Ysebahn. Live-Konzert im Fauteuil-Theater 1972. LP. 1973
  • I han es Zündhölzli azündt. 2 LP. 1966-1971. 1973
  • Chansons I. Zürich: Benziger, 1972
  • Warum syt dir so truurig? Berner Chansons II. Zürich: Benziger, 1973
  • Sudelhefte. Tagebuchaufzeichnungen. 1974
  • Rumpelbuch. Literarische Skizzen. 1976
  • Einisch nach emne grosse Gwitter. Berner Chansons III. Zürich : Benziger, 1992
  • Sudelhefte, Rumpelbuch. Zürich: Benziger, 1992
  • Sudelhefte / Rumpelbuch. Zürich: Ammann, 2003

Extrait de "dene wos guet geit" in "Us emene lääre Gygechaschte"

dene wos guet geit
giengs besser
giengs dene besser
wos weniger guet geit
was aber nit geit
ohni dass`s dene
weniger guet geit
wos guet geit.

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