Manz Hans

Hans Manz wurde am 16. Juli 1931 in Wila (Zürcher Oberland) geboren und starb am 17. November 2016. Er wuchs auf einem Landwirtschaftsbetrieb auf. Nach den Schulen absolvierte er die Ausbildung für das Lehramt. Während mehr als dreissig Jahren war Manz als Lehrer tätig. Ab 1987 war er als freier Schriftsteller und Journalist tätig. Hans Manz lebte je halbjährlich in Zürich und in Italien. Manz spielt mit der Sprache. Es ist dies ein vergnügliches Spiel mit mancher Pointe. Darüber wird aber nicht die gesellschaftskritische Intention preisgegeben. Die Zwielichtigkeit des Lebens, Unsicherheiten, Brüchigkeit von Begriffen wird vermittelt. Dies geschieht jedoch nicht ohne die Aufforderung gegen Unzumutbares vorzugehen. Diese Grundideen vermittelt Manz auch in seinen preisgekrönten Kinderbüchern.

Liens
www.bilgerverlag.ch/index.php/Autoren/Hans-Manz/(article)/289

Bibliographie :
  • Adam hinter dem Mond. Zärtliche Geschichten. Von Adam, seinem Grösserwerden und Hineinwachsen in den Umgang mit geliebten Menschen. Bilder von Edith Schindler. Weinheim / Basel: Beltz & Gelberg, 1976
  • Grund zur Freude. Olten: Walter, 1980
  • An Türen klopfen. Zwölf Geschichten für zwölf Monate. Mit Bildern von Inge Steineke. Zürich: Nagel & Kimche, 1991
  • Die Welt der Wörter. Sprachbuch für Kinder und Neugierige Weinheim / Basel: Beltz & Gelberg, 1991
  • Schöne Träume. Sieben Geschichten für sieben Tage. Bilder von Susann Opel-Götz. Zürich: Nagel & Kimche, 1992
  • Vom Maulaufreissen und Um-die-Ecken-gucken. Ein Wunsch-Lesebuch. Bilder von Susann Opel-Götz. Zürich: Nagel & Kimche, 1993
  • Die Wachsamkeit des Schläfers. Gedichte. Frauenfeld: Im Waldgut, 1994
  • Pantoffeln für den Esel. Märchen der Stille. Mit Bildern von Hannes Binder. Zürich: Nagel & Kimche, 1996
  • Da kichert der Elefant. Illustrationen von Verena Ballhaus. Zürich: Nagel & Kimche, 1998
  • Ein kleines o steht vor dem Zoo. Zürich: Nagel & Kimche, 2000
  • Nichts ist so wie es ist. 10 fatale Alltagsgeschichten. Zürich: Bilger, 2002

Distinctions :
  • Werkjahr des Kantons Zürich (1975)
  • Ehrengabe der Schweizerischen Schillerstiftung (1976)
  • Nationale Hans-Christian-Andersen-Medaille (1977)
  • Werkjahr der Pro Helvetia (1978)
  • Ehrengabe der Stadt Zürich (1980)
  • Ehrengabe des Kantons Zürich (1988)
  • Ehrenpreis des Internationalen Kuratoriums für das Jugendbuch (1988)
  • IBBY-Ehrenliste (1990)
  • Schweizer Arbeiterliteraturpreis (1991)
  • Schweizer Jugendbuchpreis (1991)
  • Nomination für den Hans-Christian-Andersen-Preis (1992)
  • Österreichischer Staatspreis für Kinderlyrik (1992)
  • Lyrikpreis der Schweizerischen Schillerstiftung (1994)
  • Ehrengabe der Stadt Zürich (1994)
  • Ehrenmedaille der Stadt Livorno (1995)
  • Halbes Werkjahr der Stadt Zürich (2000)

Extrait de "Die Wachsamkeit des Schläfers" [S. 12]

Statt einer Sintflut Schnee.
Während Wochen, monatelang.
Schneeschnüre
verweben sich zu Totentüchern.

Im Weltraum zwei Männer.
Verloren alle Kontakte.
Am Ende des Vorrats.
Der geschundene Knödel Erde
in Wolken verpackt,
lange nicht mehr gesehen.

Unter dem letzten Blick
aus der Kapsel
reisst der Wolkenmantel auf,
gibt den Schneeball preis.
Er gleisst in vollkommener
unbefleckter Weisse.

Ein Lächeln auf den Gesichtern.

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