Kempker Birgit

Birgit Kempker wurde am 28. Mai 1956 in Wuppertal geboren. Nach den Schulen und der Matura studierte sie bis 1986 Literaturwissenschaften und Medienpädagogik in Hildesheim und absolvierte ein Kunststudium in Zürich. Kempker ist als Dozentin für Wort und Bild an der Hochschule für Gestaltung HGK Basel tätig. Seit 1990 hat sie das Fach Sprache/Literatur an der F+F Kunstschule in Zürich eingeführt und betreut. Neben ihrer Lehrtätigkeit betreibt die Autorin auch Forschung. Birgit Kempkers literarisches Schaffen konzentriert sich auf die Bereiche Prosa und Essay. Daneben verfasst sie auch Hörstücke und Texte über Kunst. Das Gestalten von Ausstellungen und Vorträge gehören ebenfalls zu ihrer Arbeit. Birgit Kempker lebt in Basel.

Liens
www.xcult.ch/kempker/
www.radiox.ch/kampagnen/kunstkultur/nachtgesprache-sprechen-in-der-kunst-in-der-nacht/

Bibliographie :
  • Der Paralleltäter. Roman-Essay. Zürich: Ammann, 1986
  • In der Allee I: Schnee in der Allee. Zürich: Ammann, 1986
  • In der Allee II: Auch Frida war jung. Zürich: Ammann, 1987
  • Rock me Rose. Zürich: Ammann, 1988
  • Dein Fleisch ist mein Wort. Reinbek: Rowohlt, 1992
  • Liebe Kunst. Essays. Graz: Droschl, 1997
  • Anleitung fürs Blut / Ich ist ein Zoo. Zwei Hörstücke, CD und Booklet. Basel: U.Engeler, 1997
  • Ich will ein Buch mit dir. / Kein Fleisch. Buch und CD. Basel: U.Engeler, 1997
  • Als ich das erste Mal mit einem Jungen im Bett lag. Graz: Droschl, 1998
  • Iwan steht auf / Übung im Ertrinken. Buch und CD. Basel: U.Engeler, 1999
  • Schrei nicht Fliege. Theaterstück. Zürich: Theater am Neumarkt, 2000
  • Mike und Jane. Graz: Droschl, 2001
  • Die Wurzel des freien Radicalen ist Herz / Ich sag` so viel Kafka wie ich will. Hörstücke. CD und Booklet mit Text. Basel: U.Engeler, 2001
  • Meine armen Lieblinge. Erzählungen. Graz: Droschl, 2003
  • Sehnsucht im Hyperbett. Graz: Droschl, 2008
  • Das Sehen Versuchen. Umverteilungsübungen. Wien: Ed. Korrespondenzen, 2013

Distinctions :
  • Preis des Landes Kärnten anlässlich des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs in Klagenfurt (1985)
  • Stipendium des Literarischen Colloquiums Berlin (1986)
  • Stipendium des Deutschen Literaturfonds (1987)
  • Preis der Schweizer Hörspielstiftung (1996)
  • Das goldene Hörnetz. Preis für unabhängig produzierte Hörspiele (2000)
  • seit 1988 diverse Werkbeiträge, Werkjahre, Aufenthalte, Förderungen in der Schweiz

Extrait de "Mike und Jane" [S. 82]

Mike und Jane 82

Mike liegt unter dem Baum. Jane liebt Mike. Sie liegt
daneben. Welche Blume bin ich, fragt Jane. Hibiskus,
sagt Mike. Hibiskus kenn ich nicht, sagt Jane. Ich auch
nicht, das ist ja das Wunder der Liebe, sagt Mike.
Liebe braucht kein Wunder, sagt Jane. Ich brauche
dich, sagt Mike. Jane ist still. Was hast du, fragt Mike.
Ich bin keine Blume für dich, sagt Jane, ich bin Brot.
Ja, sagt Mike. Du hast gelogen, sagt Jane. Aus Liebe,
sagt Mike. Nein, sagt Jane, aus Not.

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