Isler Ursula

Ursula Isler wurde am 26.3.1923 in Zürich geboren. In der Limmatstadt ist sie auch aufgewachsen und hat die Schulen besucht. Nach der Matura studierte Isler Kunstgeschichte und Journalistik. Sie erwarb den Doktortitel und arbeitete fortan bei der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) als Journalistin, insbesondere im Kulturbereich. Ursula Isler lebt im zürcherischen Küsnacht. Islers Vorliebe für lokalhistorische Themen zeigte sich schon früh in ihrem Schaffen. Mit “Das Memorial”(1959) schreibt sie den Lebensroman des Stäfner Freiheitskämpfers Heinrich Nehracher. Auch in den Porträts berühmter Zürcherinnen vergangener Zeiten leuchtet Islers geschichtliches Interesse auf. In ihrem letzten Werk, dem Roman “Der Nachbar”, arbeitet sie Autobiographisches mit einem verlegten Handlungsort auf.

Bibliographie :
  • Das Memorial. Roman aus dem Ende des 18. Jahrhunderts Stäfa: T.Gut, 1959
  • In diesem Haus. Stäfa / Zürich: Th. Gut, 1960
  • Porträt eines Zeitgenossen. Stäfa: Th. Gut, 1962
  • Die Schlange im Gras. Erzählung. Stäfa: Th. Gut, 1965
  • Nadine – eine Reise. Erzählung. Zürich / Stuttgart: Artemis, 1967
  • Der Mann aus Ninive. Zürich: Rodana-Verlag, 1971
  • Zürcher Geschichten. Hrsg.von Ursula Isler. Wabern: Büchler, 1972
  • Landschaft mit Regenbogen. Zürich / Stuttgart: Werner Classen, 1975
  • Pique-Dame und andere Gäste. Neun Geschichten. Zürich / Stuttgart: Werner Classen, 1979
  • Die Tierfreunde. Zürich: Schlégl, 1979
  • Madame Schweizer, geb. Hess. Aus dem Leben einer schönen Zürcher Bankiersgattin im 18. Jahrhundert. Zürich: Artemis, 1982
  • Nanny von Escher, das Fräulein, Judith Gessner- Heidegger, Barbara Schulthess -Wolf, Lydia Welti-Escher. Frauenporträts aus dem alten Zürich. Zürich: Verlag Neue Zürcher Zeitung, 1983
  • Die Ruinen von Zürich. Zürich: Pendo,1985
  • Ein Bild für Enderlin: Erzählungen. Zürich: Pendo, 1989
  • Der Künstler und sein Fälscher. Zürich: Pendo, 1992
  • Ein Fest für Orwell. Roman aus England. Zürich: Pendo, 1997
  • Der Nachbar. Roman eines Deliktes. Stäfa: T. Gut, 2000

Distinctions :
  • Ehrengabe Schweizerische Schillerstiftung (1961)
  • Anerkennungspreis der Stadt Zürich (1967 / 1975)
  • Ehrengaben des Kantons Zürich (1980 / 1985)

Extrait de "Der Künstler und sein Fälscher" [S.9]

Als das Bilderrätsel von Laeken seinen Anfang nahm, war Paul Malmédy ein Mann von etwas über vierzig Jahren und Chef-Restaurator am Musée Lafitte in Lyon. Durch die Perfektion, mit der er ein Gemälde von Lucas Cranach nach einem Säureattentat wieder hergestellt hatte, genoss er internationales Ansehen. Im Gegensatz zum Täter, der gefasst wurde und sich vor den Augen des Fernseh-Publikums weitschweifig produzierte, blieb der Restaurator im Hintergrund von Labor und Atelier. Er verweigerte Interviews mit dem Hinweis auf seine Arbeit, die ein ruhiges Klima verlange.

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