Dettwiler Monika

Monika Dettwiler Rustici wurde am 17.4.1948 in Zürich geboren, wo sie auch aufgewachsen ist. Nach den Schulen studierte sie Geschichte, Kunstgeschichte und Archäologie in Rom. Sie schloss ihr Studium mit einer Doktorarbeit über den Schweizer Maler Heinrich Füssli und dessen Bezug zur Antike ab. Später wirkte Dettwiler Rustici in Rom als Journalistin und Organisatorin von Kulturreisen. 1999 kehrt die Autorin in die Schweiz zurück und lebt seither in Schlieren (ZH). Sie arbeitet als Redaktorin einer Wochenzeitung. Neben ihrer journalistischen Arbeit hat Monika Dettwiler Rustici 1998 erstmals einen historischen Roman veröffentlicht, der auf Anhieb zu einem grossen Erfolg wurde. Seither sind zwei weitere Bücher von ihr erschienen, die ebenfalls geschichtliche Themen mit Krimimotiven ergänzen. Neben ihren Romanen hat die Autorin auch Texte in Anthologien veröffentlicht.

Liens
www.monikadettwiler.ch

Bibliographie :
  • Berner Lauffeuer. Historischer Roman. Bern: Zytglogge, 1998
  • Das Siegel der Macht. Historischer Roman. Stuttgart: Weitbrecht, 2000
  • Der goldene Fluss. München: Kabel, 2003
  • Meerfeuer. Die Geschichte der Augustine W. Oberhofen: Zytglogge, 2008
  • Nordwestbrise. Herisau: Appenzeller, 2012

Extrait de "Berner Lauffeuer" [S. 7]

Der junge Mann hatte es eilig. Er trat aus dem Patrizierhaus in die gespenstisch leere Kramgasse. Der Wind pfiff ihm um die Ohren, und der Regen wurde stärker. Als er die von Gaslaternen beleuchtete Strasse verliess und in die dunkle Kreuzgasse einbog, bemerkte er die beiden Schatten nicht, die neben ihn glitten. Ein Schlag gegen die Stirne liess ihn die Besinnung verlieren.

Dann ging alles sehr schnell. Die beiden Männer trugen den Bewusstlosen zu einer Kutsche, luden ihn auf den Sitz und fuhren über die Untertorbrücke aus der Stadt. Als der Regen gegen den Wagen peitschte und Blitz und Donner immer schneller aufeinander folgten, hielt der Kutscher an. Einer der Männer zog dem Bewusstlosen den Überrock aus. Der andere schlug das Revers seines Capes zurück, nahm eine Pistole hervor und feuerte sie ab. Der Knall des Schusses wetteiferte mit dem Krachen des Donners. Der Mann war auf der Stelle tot.

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