Cesco Federica de

Federica de Cesco wurde am 23. März 1938 in Pordenone (Norditalien) geboren. Sie wuchs als Tochter eines italienischen Ingenieurs und einer deutschen Mutter mehrsprachig auf und verbrachte ihre Kindheit an wechselnden Orten in Italien, Eritrea, Deutschland und Belgien. Bereits im Alter von sechzehn Jahren schrieb sie ihr erstes Jugendbuch, „Der rote Seidenschal“, das ein grosser Erfolg wurde. De Cesco absolvierte ein Sprach- und Psychologiestudium an der Universität Lüttich (Belgien) und zog 1962 in die Schweiz. Heute lebt sie mit ihrem Mann, einem Japaner, in Chexbres (Kt.VD). De Cesco schrieb zuerst französisch, seit rund zwanzig Jahren verfasst sie ihre Bücher jedoch in deutscher Sprache. Sie gilt als meistgelesene zeitgenössische Jugendbuchautorin der deutschen Schweiz und hat über fünfzig Bücher für Kinder und Jugendliche geschrieben. Fremde Kulturen und der Lebensweg starker, außergewöhnlicher Mädchen sind die zentralen Themen in ihrem Werk. In den letzten zehn Jahren gelang der Autorin auch der Durchbruch mit Romanen für erwachsene Leser.

Liens
www.decesco-film.ch/Website/Autorin.html
www.art-tv.ch/1532-0-frederica-de-cesco--das-interview.html

Bibliographie :
  • Der rote Seidenschal. Jugenbuch. Solothurn: Schweizer Jugend, 1958 (frz. Erstausgabe: 1957)
  • Der Türkisvogel. Jugendbuch. Zürich: Benziger. 1967
  • Die Klippen von Acapulco. Jugendbuch. Solothurn: Schweizer Jugend, 1974
  • Aischa oder die Sonne des Lebens. Jugendbuch. Zürich: Benziger, 1986
  • Felicitas und das Geheimnis im Keller. Jugendbuch. Solothurn: Aare, 1987
  • Samira. Königin der roten Zelte. Jugendbuch. Solothurn: Aare, 1988
  • Samira. Erbin der Ihaggaren. Jugendbuch. Solothurn: Aare, 1989
  • Samira. Hüterin der Blauen Berge. Jugendbuch. Solothurn: Aare, 1990
  • Die Schwingen des Falken. Jugendbuch. Solothurn: Aare, 1991
  • Silbermuschel. Prosa. Hamburg : Hoffmann und Campe, 1994
  • Feuerfrau. Prosa. Hamburg : Hoffmann und Campe, 1995
  • Seidentanz. Prosa. München : Marion von Schröder, 1997
  • Kerima. Weg in die Freiheit. Solothurn: Aare, 1998
  • Die Tibeterin. Prosa. München : Marion von Schröder, 1998
  • Wüstenmond. Prosa. München : Marion von Schröder, 2000
  • Die Tochter der Tibeterin. Roman. München: Marion von Schröder, 2001
  • Das Vermächtnis des Adlers. Roman. München: Marion von Schröder, 2003
  • Der Schicksalsritt. Jugendbuch. Würzburg: Arena Verlag, 2006
  • Die Schwingen des Falken. München: Heyne, 2007
  • Im Herzen der Sahara. München: Heyne, 2007
  • Muschelseide. München: Blanvalet, 2007
  • Mondtänzerin. München: Blanvalet, 2011
  • Sabrina-Entscheidung in Mexiko. Würzburg: Arena, 2011
  • Tochter der Meeres. Würzburg: Arena, 2012
  • Weisser Kranich über Tibet. Würzburg: Arena, 2011
  • Die goldenen Dächer von Lhasa. Würzburg: Arena, 2011

Distinctions :
  • Subside de l`Académie Royale de langue et de littérature francaise de Bruxelles (1962)
  • Silberner Griffel, Holland (1972 / 1978)
  • Buch des Monats, Deutschland (1982 / 1986)
  • Preis der Leseratten, Deutschland (1986)

Extrait de "Die Tochter der Tibeterin" [S. 13]

Ich träumte nicht mehr wie früher. Nicht mehr von Chodonla jedenfalls. Von anderen Dingen. Und von Tibet, das zu mir herüberblickte über ganze Erdteile und Ozeane, eine Welt voller Licht und Schrecken, karger Berge, ziehender Wolken und heulender Winde. Was hatte ich damals von Lhasa gesehen ? Hässlichkeit, Wellblech, Beton. Darauf war ich nicht vorbereitet gewesen. Wie fremd ich mich gefühlt hatte, obgleich ich in Lhasa geboren war ! In der Dunkelheit meiner Erinnerung lag ein anderes Lhasa verborgen. Jahrelang hatte ich ein Bild gehütet, das es nicht mehr gab. Wir alle erliegen ja Trugbildern, lassen uns vom Irrationalen leiten. Zum Glück war ich nicht – wie manche Exiltibeter – in zwei Welten aufgewachsen. Das mochte meine Stärke sein; ich konnte die Zähne zusammenbeissen, den Dingen, die ich einst geliebt hatte, den Rücken kehren.

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