Gerber-Hess Maja

Maja Gerber-Hess wurde am 5. November 1946 in Zürich geboren. Aufgewachsen ist sie in Winterthur. Nach dem Gymnasium besuchte sie das Kindergärtnerinnen-Seminar, welches sie 1968 erfolgreich mit Diplom abschloss. Nach einem Englandaufenthalt heiratete sie, kehrte aber nach der Scheidung 1980 wieder in die Schweiz zurück. Gerbert arbeitete als Lektorin und Bibliothekarin und war Filmsachverständige und Mitarbeiterin im Filmwesen des Jugendamtes des Kantons Zürich. Seit Beginn der Achtziger Jahre hat sie zahlreiche Erzählungen und Romane für Jugendliche veröffentlicht und auch Beiträge für Anthologien verfasst. Auf häufigen Lesereisen im gesamten deutschsprachigen Raum pflegt die Autorin engen Kontakt zu ihrer Leserschaft. Maja Gerber-Hess lebt und schreibt heute in Wangen (Kt.Zürich).

Werke:
  • Der Zaubervogel. Bilderbuch. Bern: Blaukreuz, 1979
  • Stefan und der seltsame Fisch. Bilderbuch. Bern: Blaukreuz, 1981
  • Die Waschmaschinenmaus. Bilderbuch. Zürich: SJW, 1981
  • Karoline und die sieben Freunde. Roman. Zürich: SJW, 1983
  • Der Verfolger und andere Geschichten. Zürich: SJW, 1985
  • Eine fast komplette Familie. Roman. Luzern: Rex, 1987
  • Illusionen. Kurzgeschichten. Basel: Mondbuch, 1988
  • Das Jahr ohne Pit. Ein Tagebuch. Roman. Luzern: Rex, 1989
  • Der geheimnisvolle Freund. Roman. Luzern: Rex, 1990
  • Reto HIV positiv. Roman. Luzern: Rex, 1991
  • Etwas lebt in mir. Siebzehn und schwanger. Roman. Luzern: Rex, 1992
  • Blumen für das Kind. Weihnachtsgeschichten. Bern: Blaukreuz, 1992
  • Und konnte nicht schreien. Mit 18 vergewaltigt. Roman. Luzern: Rex, 1994
  • Patchwork Familie. Jana bewältigt die Trennung ihrer Eltern. Roman. Luzern: Rex, 1995
  • Mama im Knast. Roman. Luzern: Rex, 1996
  • Morning has broken. Theaterstück für Jugendliche. Theater-Falle, Basel, 1997
  • Zoë und Rea. Roman. Luzern: Rex, 1998
  • Schatten im Sommerparadies. Roman. Luzern: Rex, 2000
  • Die Tat. Tochter einer Mörderin?. München: Bertelsmann, 2001
  • Sonst kommst du dran!. München: Bertelsmann, 2002
  • Als Fabian verschwand. München: Bertelsmann, 2004
  • Lotta, meine Familie und ich. Düsseldorf: Patmos, 2008
  • Opa und ich. Freiburg: Herder, 2008
  • Ich heisse nicht Lemadani. Innsbruck: Obelisk, 2010
  • Als Oma noch Tango tanzte. Glarus: Baeschlin, 2013
  • Troll. Der Weihnachtshund. Glarus: Baeschlin, 2015

Auszeichnungen:
  • „Das Jahr ohne Pit“ auf Auswahlliste zum schweizerischen Jugendbuchpreis (1989)
  • „Reto HIV positiv“ auf Auswahlliste zum schweizerischen Jugendbuchpreis (1991)
  • „Und konnte nicht schreien“ auf Auswahlliste zum Schweizer Jugendbuchpreis (1994)
  • „Zoe und Rea“ beliebtestes Jugendbuch der Jungen Jugendbuch Jury, Literaturhaus Frankfurt (1999)
  • diverse Auszeichnungen verschiedener Kantone und Schulen in der Schweiz

Textausschnitt aus "Das Jahr ohne Pit" [S. 34]

Und der Sommer war lang und war heiss und war schön. Wo ist dieses Glücksgefühl nur hingekommen? Und weshalb hat Pit es nicht in den grauen Winter mitnehmen können, weshalb hat es ihn in den dunklen Stunden nicht beschützt? In letzter Zeit drängt sich grausam immer wieder ein Bild in meinen Kopf, machtlos muss ich es zulassen: Pit, wie er, mit einer Schusswunde im Kopf, auf seiner Matratze liegt. Und ich sehe, wie sich das rote Blut in den Überzug frisst, genau wie damals mein Blut in meinen Rock.

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