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Neuerscheinungen Herbst 2013

Der Sommer hat lange auf sich warten lassen   Breznik, Melitta: Der Sommer hat lange auf sich warten lassen. München: Luchterhand, 2013

Margarethe, eine Frau Anfang 90, entschliesst sich, noch einmal an den Ort ihrer Kindheit zu reisen. Auf der Fahrt hält sie Rückschau, ihr Aufwachsen in Deutschland nach dem 1. Weltkrieg kommt ihr in den Sinn, ebenso ihre Ehe mit ihrem ersten Mann Max in Wien, der als Kind nach den Wirren der Arbeiteraufstände 1934 in die Sowjetunion verschickt worden war. Durch Erlebnisse als Wehrmachtssoldat in Griechenland traumatisiert, hatte er sich nach der Entlassung aus englischer Kriegsgefangenschaft verändert. Margarethe fiebert auf dieser Reise auch der Begegnung mit der gemeinsamen Tochter Lena entgegen. Sie lebt inzwischen in London, und ihre Beziehung zueinander ist belastet. Margarethe will sich bei ihr endlich entschuldigen, und vielleicht ist eine Versöhnung möglich, bevor es zu spät ist. [Aus dem Klappentext]        




Ich lebe schon lange heute   Beutler, Maja: Ich lebe schon lange heute : Texte 1973 bis 2013. Oberhofen: Zytglogge, 2013

Einmal im Jahr hast du Todesangst, es ängstigt dich nicht, und du zündest keine Kerze an - das Datum deines Weltuntergangs  bleibt dir unbekannt. Diese aphoristisch zugespitzte Kürzestgeschichte mit dem Titel "Morgen früh, wenn Gott will" schlägt den Ton an in diesem Erzählband von Maja Beutler: Die Toten sind im Leben allgegenwärtig. Das können die längst verstorbenen Eltern sein, die der Tochter - sterbenskrank der Vater, verzweifelt die Mutter - bei einem vielleicht auch nur erträumten Besuch im Haus der Kindheit wieder begegnen. Das kann aber auch eine Tante sein, die im Leben wohl eine Mauerblümchen-Existenz fristete, plötzlich am Bett der Ich-Erzählerin lasziv vorbeitänzelt und sich in roter Reizwäsche als Muse Goethes imaginiert. Maja Beutler hat mit Scharfsinn und Sinn für Selbstironie das lauernd Bedrohliche und Lebensfeindliche    innerhalb des geschützten bürgerlichen Kreises ausgelotet, wo Ehe und Familie Hort der Geborgenheit und Gefängnis zugleich sein können...   [Aus dem Klappentext]        




Fred und Franz   Camenisch, Arno: Fred und Franz. Solothurn: Engeler, 2013

Mit dem Anfang beginnt auch das Ende, sagt der Franz zum Fred. Der trauert der Maria nach. Franz scheint etwas durchtriebener und findet selber dock kein Ende mit der verheirateten Magdalena. In 24 alltäglichen Szenen lässt Arno Camenisch die beiden ungleichen Brüder im Geiste über den Lauf der Welt räsonieren und über das, was sie am Laufen hält, die Liebe - das Finden und Verlieren, das Festhalten und Loslassen. In Bildern klar wie Glas und mit seinem unverwechselbaren Ohr für das Tragische und das Komische in grossen wie in kleinen Reden schreibt Arno Camenisch über eine Freundschaft, die so verlässlich ist wie der Gang der Jahreszeiten: am Ende steht man immer wieder an einem neuen Anfang. [Aus dem Klappentext]        




Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer   Capus, Alex: Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer. München: Hanser, 2013

Nur einmal können die drei einander begegnet sein: im November 1924 am Hauptbahnhof Zürich, wo die Geschichte einsetzt. Danach führen ihre Wege auseinander und bleiben doch auf eigentümliche Weise miteinander verbunden. Der pazifistische Jüngling Felix Bloch studiert Atomphysik bei Heisenberg in Leipzig, flüchtet 1933 in die USA und gerät nach Los Alamos, wo er Robert Oppenheimer beim Bau der Atombombe helfen soll. Die rebellische Musikantentochter Laura d'Oriano versucht sich als Sängerin, doch da ihr das grosse Talent fehlt, lässt sie sich als Spionin rekrutieren. Der Kunststudent Emile Gilliéron folgt Schliemann nach Troja, zeichnet Vasen und restauriert Fresken, fertigt auf Wunsch auch Reproduktionen an - und muss bald einsehen, dass es von der Kopie zur nicht deklarierten Fälschung nur ein kleiner Schritt ist. [Aus dem Klappentext]


Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert   Dicker, Joël: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert. München: Piper, 2013

Es ist der Aufmacher jeder Nachrichtensendung. Im Garten des hochangesehenen Schriftstellers Harry Quebert wurde eine Leiche entdeckt. Und in einer Ledertasche direkt daneben: das Originalmanuskript des Romans, mit dem er berühmt wurde. Als sich herausstellt, dass es sich bei der Leiche um die sterblichen Überreste der vor dreiunddreissig Jahren verschollenen Nola handelt und Quebert auch noch zugibt, ein Verhältnis mit ihr gehabt zu haben, ist der Skandal perfekt. Quebert wird verhaftet und des Mordes angeklagt. Der einzige, der noch zu ihm hält, ist sein ehemaliger Schüler und Freund Marcus Goldman, inzwischen selbst ein erfolgreicher Schriftsteller. Überzeugt von der Unschuld seines Mentors - und auf der Suche nach einer Inspiration für seinen nächsten Roman - fährt Goldman nach Aurora, und beginnt auf eigene Faust im Fall Nola zu ermitteln... [Aus dem Klappentext]


Soutines letzte Fahrt   Dutli, Ralph: Soutines letzte Fahrt. Göttingen: Wallstein, 2013

Chaim Soutine, der weissrussisch-jüdische Maler und Zeitgenosse von Chagall, Modigliani und Picasso, fährt am 6. August 1943 in einem Leichenwagen versteckt von der Stadt Chinon an der Loire nach Paris. Die Operation seines Magengeschwürs ist unaufschiebbar, aber die Fahrt dauert aufgrund der Umwege - um die Kontrollposten der Besatzungsmacht zu meiden - viel zu lange, nämlich 24 Stunden. In einem Strom bizarrer Bilder, die der verfolgte Maler im zeitweiligen Morphin-Delirium vor sich auftauchen sieht, erzählt der Roman halb historisch, halb fiktiv Episoden aus Soutines Kindheit in Smilowitschi bei Minsk, die ersten Malversuche in Wilna, den beharrlichen Traum von Paris, der Welthauptstadt der Malerei. Er beschwört die unwahrscheinliche Freundschaft mit Modiliani, den plötzlichen Erfolg und das Ende der goldenen Pariser Jahre... [Aus dem Klappentext]


Da war doch was   Elsässer, Lisa: Da war doch was : Gedichte. Züich: Wolfbach, 2013

In ihrer neuen Gedichtsammlung "Da war doch was" bricht Lisa Elsässer das lokale Umfeld, das sie mitunter beschreibt, immer wieder auf, indem sie die Vorstellungskraft dem Alltag vorhält. Und nicht etwa umgekehrt. Aufgrund der Verflechtung von Perspektiven und Zeiten geraten die Gedichte zu Geschichten, die auf eine Wendung zusteuern, an welcher der Leser mit Spannung rätselt. Manchmal sind es Figuren, manchmal das ich oder ein du, worin sich Poesie und Todesnähe widerspiegeln. Damit bewegt sich die Autorin am Rande des Schreibens, dort, wo der Wind im Spiegel einer Pfütze dein Weinen schraffiert. Ihr gelingt aber gerade dadurch, den Hintergrund der Zerrissenheit, der das Umfeld prägt, spürbar zu machen. Wir alle sind in vielfältiger Weise Reisende, indem wir pendeln zwischen Trostlosigkeit und Lebensmeisterung, zwischen Resignation und dem Kampf um Würde. In der Differenziertheit und in der Poesie der Bilder, die sie heraufbeschwört, öffnen sich Zugänge, entstehen Verbindungen, werden Reisen vorbereitet.


Feur ist eine seltsame Sache   Elsässer, Lisa: Feuer ist eine seltsame Sache : Erzählungen. Zürich: Rotpunktverlag, 2013

"Feuer ist eine seltsame Sache" so lautet die Botschaft, die ein Mann auf dem Küchentisch einer Frau hinterlässt. Und weil es nicht irgendeine Frau, sondern die Freudin seiner Frau ist, wird das Knistern bald gefährlich. Ein Mann, der ein schöner Mann war, wird notfallmässig ins Spital eingeliefert und die Nachtschwester sieht sich schlagartig mit ihrer uneingestandenen Vergangenheit konfrontiert. Da sind zwei Frauen im Altersheim gelandet und haben vergessen, dass sie Mutter und Tochter sind. Lisa Elsässers Erzählungen sind aus dem meist schiefen Leben gegriffen. Ob in einer Bauernstube im Schächental oder am Schreibtisch im Unterland, ob auf dem Friedhof oder in Italien, überall lauern Gespenster. Und die brechen die Erinnerung auf, holen das Unsagbare ans Licht. In dieser hell leuchtenden schnörkellosen und eigenwilligen Prosa kristallisieren sich die grossen Themen der Literatur heraus: Liebe und Tod.

 


Die Tränen der Justitia   Gold, Anne: Die Tränen der Justitia : Kommissär Ferrari. Basel: Reinhardt, 2013

Der Supergau ist eingetreten, die Enkelin von Staatsanwalt Jakob Borer wurde entführt! Ein Zufall oder verbirgt sich hinter dieser Wahnsinnstat die bittere Rache eines Verurteilten?  Kommissär Francesco Ferrari und seine Kollegin Nadine Kupfer sind schockiert und zum Nichtstun verurteilt. Denn solange es sich um eine Entführung handelt, sind ihnen die Hände gebunden. Und die Vorstellung, dass es zu ihrem Fall werden könnte, wäre mehr als schrecklich. Nach und nach gehen sie systematisch Borers Fälle der letzten Jahre durch. Dabei stossen sie auf zwei kürzlich entlassene Mörder, die dem Staatsanwalt im Gerichtssaal gedroht hatten. Am liebsten würde Ferrari die Verbrecher in die Mangel nehmen, wäre da nicht das Verbot des Staatsanwalts, sich in die laufenden Ermittlungen einer anderen Abteilung einzumischen...


Niedergang   Graf, Roman: Niedergang. München: Knaus, 2013

Monatelang hat der Schweizer André die Bergtour bis ins letzte Detail geplant. Er will seiner Freundin Louise aus Berlin die Schönheit des Hochgebirges zeigen. Doch nun hüllt Nebel das Dorf ein, und feiner Regen verlangsamt den Aufbruch. Louise scheint lustlos, André fühlt sich aufgehalten. Schliesslich gehen sie los, laufen gegen die unerfüllten Erwartungen und den aufkeimenden Missmut an. Mit Mühe erreichen sie das erste Etappenziel. Am nächsten Tag kehrt mit dem schönen Wetter die Abenteuerlust zurück. Aber der weitere Aufstieg ist anstrengend, und Louises Abwehr gewinnt in der Steinöde die Oberhand. Vor der letzten Herausforderung verlässt sie ihren Freund und kehrt ins Tal zurück. Verletzt und stolz klettert André weiter. Den Gipfel zu bezwingen, alles hinter sich zu lassen wird ihm zur idée fixe.  [Aus dem Klappentext]


Abschied von Sansibar   Hartmann, Lukas: Abschied von Sansibar. Zürich: Diogenes, 2013

Wer war Emily Ruete, alias Salme von Sansibar?  Die arabische Prinzessin, die 1866 aus Liebe zum Hamburger Kaufmann Heinrich Ruete ihre Heimat verliess? Die Frau, die einen neuen Namen, eine neue Religion annahm und in Deutschland ein neues Leben begann? Die junge Witwe, die in einem fremden Land allein ihre drei Kinder grossziehen musste? Der Spielball politischer Interssen in Deutschlands Ränkespiel um die Insel Sansibar? Bis zuletzt stellen sich Emilys Kinder diese Frage: Said, Antonie und Rosalie. Ihre Lebenslinien verlaufen zwischen Orient und Okzident, Islam und Christentum, königlicher Abkunft und bitterer Armut, deutscher Disziplin und unbändiger Exotik - und führen mitten hinein in die Katastrophe des 20. Jahrhunderts. [Aus dem Klappentext]


Gleis 4   Hohler, Franz: Gleis 4. München: Luchterhand, 2013

Eigentlich will Isabelle, die Abteilungsleiterin eines Altersheims, nur zum Flughafen, um einer Freundin in den Urlaub nach Stromboli nachzureisen. Doch dann geschieht etwas, das ihre Pläne und ihr Leben völlig aus den Fugen geraten lässt. Denn der höfliche ältere Herr, der ihr am Bahnhof zum Flughafen anbietet, ihren Koffer die Treppe zu den Gleisen hochzutragen, bricht, oben angekommen, plötzlich tot zusammen. Isabelle muss daraufhin ihren Abflug notgedrungen verschieben. Wieder zuhause in ihrer Wohnung angekommen, merkt sie allerdings, dass sie im Grunde gar nicht verreisen möchte. Denn sie fühlt sich dem toten Mann verpflichtet, über den sie gerne mehr erfahren möchte. Überdies hat sie in ihrer Verwirrung am Bahnsteig versehentlich eine Mappe des Verstorbenen mitgenommen, in der sich das Handy des Toten befindet. Und während sie noch überlegt, ob sie das Telefon nicht schnellstens zur Polize bringen sollte, fängt es plötzlich an zu klingeln... [Aus dem Klappentext]


Spätestens Morgen   Jenny, Zoë: Spätestens Morgen : Erzählungen. Frankfurt: Frankfurter Verlagsanstalt, 2013 

Unvermutet stark sind die zarten Geschöpfe dieser Geschichten. Sie halten aus, wenn der Boden unter ihnen schwankt, schlagen um sich im Moment der Gefahr und brechen aus ihrem Käfig aus, sobald sie Wind unter ihren Flügeln fühlen. So wie Ginza, die in der pulsierenden, übermächtigen Metropole Shanghai ihre Unabhängigkeit verteidigt. Oder Sophie, deren eigensinnige Tochter Clarice ihren Fotografenfreund mit ins Sommerhaus der Familie nimmt und damit das familiäre Gleichgewicht empfindlich ins Wanken bringt.  [Aus dem Klappentext]



Besondere Umstände   Kasperski, Gabriela: Besondere Umstände : ein Schnyder-Meier-Krimi. Herisau: Appenzeller, 2013

Zita Schnyder hat ihren Master in Psychologie soeben mit Bestnote bestanden. Eine Frau, die ihr Leben im Griff hat - oder hatte, bis sie sich verliebte: in Werner Meier, einen Polizisten in der Midlifecrisis. Da wird aus der Geburtsabteilung des Krankenhauses ein Baby entführt. Zita, die dort in derselben Nacht ihren Sohn Finn geboren hat, ist entsetzt. Noch im Wochenbett stellt sie Nachforschungen an, die sie zu ihrem Geburtsvorbereitungskurs "MamYoga" führen. Meier ist derweil komplet überfordert - von Zitas Ungeduld, von seinen Vatergefühlen und ganz besonders vom Fall des entführten Babys. Trotz Protest von allen Seiten tritt er in den Ausstand und konzentriert sich auf die tote Sozialarbeiterin Ruth Haldimann. Pech nur, dass beide Fälle zusammenhängen. Als auch noch Baby Finn entführt wird, liegen die Nerven blank - Zita und Meier tun alles, um ihren Sohn wiederzufinden. [Aus dem Klappentext]



Die unerbittliche Brutalität des Erwachens   Kramer, Pascale: Die unerbittliche Brutalität des Erwachens. Zürich: Rotpunktverlag, 2013.

Alissa köntte der glücklichste Mensch auf Erden sein: Soeben haben Richard und sie, eins das Traumpaar am College, ihre erste Wohnung in einer Anlage mit Swimmingpool bezogen - und in ihren Armen liegt ein zwei Wochen altes Baby. Doch Alissa fühlt sich der Verantwortung nicht gewachsen und verlassen wie nie zuvor. Ihre Mutter geniesst es merklich, von nun an ein eigenes Leben zu führen, während Richard in Verzweflung versint als sein Freund als Krüppel aus dem Irakkrieg zurückkehrt. Alissa beginnt, das Kind zu vernachlässigen. [Aus dem Klappentext] 

          



I bi meh aus eine   Lenz, Pedro: I bi meh aus eine : die bemerkenswerte Geschichte eines Emmentaler Siedlers. Muri bei Bern: Cosmos, 2013

Peter Wingeier, Uhrenfabrikant in Trubschachen, greift 1860 in die Mündelkasse der Gemeinde, lässt Frau und Kinder im Emmental zurück, flüchtet nach Argentinien und wird dort im wahrsten Sinn des Wortes ein anderer. Unter dem Namen Theophil Romang praktiziert er als Hausarzt und rät seinen Patienten "tüet saube, tüet saube". 1873  gründet er im Norden Argentiniens ein Dorf. Es trägt bis heute seinen Namen und auf dem Friedhof hat Dr. Teófilo Romang einen Ehrenplatz. Pedro Lenz verschmilzt hstorische Fakten und Literatur zu einer atmosphärisch dichten Geschichte, getreu dem Motto: "D Fakte chasch ufschriibe, aber d Wohrheit, die muesch gspüre."



Frühling der Barbaren   Lüscher, Jonas: Frühling der Barbaren : Novelle. München: Beck, 2013

Der Protagonist dieser raffiniert gebauten Debütnovelle von Jonas Lüscher, der Schweizer Fabrikerbe Preising, wird auf einer Geschäftsreise in einem gehobenen tunesischen Oasenresort Zeuge aufwendiger Hochzeitsvorbereitungen. Reiche junge Engländer aus der Londoner Finanzwelt haben Freunde und Familie versammelt und feiern schon im Voraus ausschweifend, als sich die wirtschaftlichen Krisensignale zur Katastrophe verdichten: das Britische Pfund stürzt ab, kurz danach ist England bankrott, mit unabsehbaren Folgen, die auch Tunesien nicht unberührt lassen. Preising, als Schweizer zwar von den schlimmsten Folgen ausgenommen, muss miterleben, wie dünn die Decke der Zivilisation ist, un lernt seine ganz eigene Lektion in Globalisierung, denn seine Firma lässt in Tunesien fertigen. Auch Preising bleibt nicht ungeschoren... [Aus dem Klappentext]


Unerwarteter Verlauf   Merz, Klaus: Unerwarteter Verlauf : Gedichte. Innsbruck: Haymon, 2013

"Klaus Merz gelingen Momentaufnahmen einer beschädigten Welt und zarte Skizzen der Hinfälligkeit. Aus seinen neusten Gedichten spricht eine sanfte Unerbittlichkeit, die sich längst nicht mehr an dem Unabwendbaren und an allem Unbekömmlichen reibt, sondern so rigoros wie nüchtern festhält, was der Fall ist." Neue Zürcher Zeitung. Roman Bucheli


Wassergrab   Minelli, Michèle: Wassergrab. Berlin: Aufbau, 2013

Zwei Frauen bereiten Kommissar Scheu Probleme: eine unkenntliche Tote in der Kanalisation, die niemand vermisst, und eine einschüchternd attraktive Lettin, die jemanden sucht. Unten, im Abwasserkanal bei der von Ratten angefressenen Leiche, umfängt ihn eine eigentümliche Welt von strenger Ordnung und wohltuender Stille. Gerade die fehlt im neuerdings im Büro. Es wird nicht leichter durch die mysteriöse Lettin, die ausgerechnet jetzt ihre vor 39 Jahren verschwundene Mutter finden lassen will. Ein im wahrsten Sinne abgründiger Krimi mit einem Ermittler, der seine Untiefen hat.          


Moderne Poesie in der Schweiz   Moderne Poesie in der Schweiz : eine Anthologie. Zürich: Limmat, 2013

113 Jahre Poesie: Diese Anthologie spiegelt das poetische Schaffen in der Schweiz im zwanzigsten Jahrhundert und bis heute. Die poetische Moderne beginnt in der Schweiz um 1900 mit ener Frau, die noch immer fast unbekannt ist, Constance Schwartzlin-Berberat, und sie beginnt mit Blaise Cendrars, Robert Walser und Adolf Wölfli. In einer ungezwungenen Chronologie folgt die Anthologie dem Lauf der Zeit. Sie ist so komponiert, dass unter den Geschichten Schwingungen und Resonanzräume entstehen, ein poetisches Gespräch, nicht als Zeitdiagnose, sondern eine Art Tiefenstrom der Geschichte. So sprechen Emmy Ball-Hennings mit Annemarie Schwarzenbach, Paul Klee mit Sonja Sekula, Hermann Hesse und Jörg Steiner mit Louis Soutter oder Erika Burkart mit Luisa Famos und Anne Perrier. Poesie wird hier erstmals in ihrer ganzen Breite präsentiert, lyrische Prosa ist ebenso berücksichtigt wie Wort-Bild-Arbeiten, Mundartgedichte oder Songtexte von Mani Matter über Endo Anaconda bis Sophie Hunger. Neben den Landessprachen sind die von Aus- und Eingewanderten vertreten, alle fremdsprachigen Texte sind in deutscher Übertragung wie im Original wiedergegeben, gegen sechshundert Werke von rund zweihundertfünfzig Autorinnen und Autoren in ihrer ganzen reichhaltigen und überraschenden Vielfalt erhalten hier eine "kleine Poesie-Herberge".     


Das wahre Leben   Moser, Milena: Das wahre Leben. München: Nagel & Kimche, 2013

Immer wollte Erika es allen recht machen - früher ihrer Mutter, heute ihrem Mann und den Gästen ihrer exklusiven Dinnerpartys am Zürichberg. Irgendetwas ist dabei aber schiefgegangen, denn ihre halbwüchsige Tochter ist so dick, dass alle sehen können: Erika hat als Mutter versagt. Und als Ehefrau auch, wie ihr Mann sie täglich spüren lässt. Eria beschliesst, das zu tun, was ihr niemand zutraut: Sie verlässt ihr luxuriöses Zuhause und zieht in eine heruntergekommene Vorstadtsiedlung. Dort lernt sie Nevada kennen. Nevada hat MS und unterrichtet Yoga - und ist damit so erfolgreich, dass ihr eine Klasse mit schwierigen Mädchen anvertraut wird, die durch alle sozialen Raster fallen. Nevada gelingt es, das Vertrauen dieser Mädchen zu gewinnen, aber als Erikas dicke Tochter in der Yogaklasse zusammenbricht, macht Nevada sich schwere Vorwürfe: Sie hat sich rückhaltlos verliebt und ihre Aufgabe vernachlässigt. [Aus dem Klappentext]


Vergessen wir Europa?   Muschg, Adolf: Vergessen wir Europa? : eine Gegenrede. Göttingen: Wallstein, 2013

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 3. Oktober 2012 forderte Adolf Muschg in Hinblick auf die europäische Finanz- und Schuldenkrise eine gemeinsame europäische Politik. Der Schweizer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler kritisiert Geiz und Gier als die Grundlagen des aktuellen globalisierten Marktes und wünscht siche "eine Wende wie 1989". Mit funkelnder Rhetorik verurteilt Muschg blindes Wirtschaftswachstum als "Vorspiel apokalyptischer Verteilungskämpfe" und mahnt, dass Europa mehr auf das Kapital seiner Geschichte zurückgreifen müsste: Die Entstehung der Demokratie im klassischen Griechenland. Unter Rückgriff auf das Neue Testament und auf Jacob Burckardts politische Ideen plädiert Adolf Muschg für eine Europäische Idee, bei der die Partner über radikal-ökonomisches Denken hinaus füreinander einstehen. Kurz nach seiner Rede wurde der Europäischen Union der Friedensnobelpreis zugesprochen, und so gewinnt Muschgs vielbeachtete Rede, die hier in leicht aktualisierter Form erscheint, weitere Bedeutung.           .


Vita minima   Pacozzi, Silvio: Vita minima. Muri bei Bern: Cosmos, 2013

Um sechs Uhr früh findet ihn die Putzfrau in seinem Sprechzimmer. Er liegt am Boden und stinkt nach Schnaps "wie eine Horde Fremdenlegionäre auf Sauftour". Die Rede ist von Manuel Capri, Kardiologe an einer Berner Herzklinik, der auf dem Höhepunkt seiner Karriere ins Visier von Kriminellen gerät, deren Ziel es ist, die Kontrolle über die Organverteilung zu erlangen. Einzig die geheimnisvolle Katharina, Sekretärin im Labor, scheint ihn retten zu können. [Aus dem Klappentext]


Die Luke   Perl, Andri: Die Luke. Zürich: Salis, 2013

Andri Perls zweiter Roman "Die Luke" ist eine Liebeserklärung an sein eigenes Viertel in der Stadt. Perl kombiniert ein Kabinett von präzise gezeichneten Charakteren mit der latenten Spannung eines guten Kriminalromans und lässt die Geschichte um eine Luke in einem Mietshaus kreisen. In konsistentem Stil und eleganter Sprache beschreibt er die ganz normalen Menschen und Tragödien. Mit subtilen dramaturgischen Kniffen und in gepflegtem Ton versteht es Perl, das Alltägliche zu verdichten und Spannung zu entwickeln. Perls Figuren wachsen einem sofort ans Herz, man hofft das Beste für sie, freut sich mit ihnen, leidet mit ihnen und will vor allem nicht, dass dieses Buch je zu Ende geht.


Die Boulevard-Ratten   Probst, Philipp: Die Boulevard-Ratten. Herisau: Appenzeller, 2013

Ein Paparazzo-Bild sorgt für einen Skandal: Der verheiratete Bundesrat und Familienvater Battista flirtet mit der Tochter eines deutsches Konzernchefs. Dass in dieser Firmengruppe lebensgefährliche Viren entwickelt und an Ratten getestet werden, macht die Sache zusätzlich brisant. Fotograf Joël wird Opfer eines Mordanschlags, Bundesrat Battista verschwindet, und kurz darauf entdeckt ein Fischer in der Algarve Battistas Auto und eine Leiche. Auf das involvierte People-Magazin praselt ein Shitstorm sondergleichen nieder. Aber Chefredakteurin Myrta Tennemann lässt nicht locker. Zusammen mit Kollegen vom Boulevardblatt "Aktuell" stöbert sie in Portugal Battistas Geliebte auf. Fotograf Joël forscht in dessen privatem Umfeld in Basel nach Fakten. Zusammen decken sie nach und nach auf, was das Ganze mit dem Virus zu tun hat, das die gesamte Menschheit bedroht. Eine Geschichte über People-Journalismus, die Pharmaindustrie und die Sucht nach Ruhm, Ehre und TV-Präsenz.... [Aus dem Klappentext]


Vogelheu   Ramseier, Markus: Vogelheu. Innsbruck: Haymon, 2013

Jahrelang war der Rebberg neben dem elterlichen Wellness-Hotel das private Paradies von Flo. Hier, an der Seite von Grossvater Schneck, dem geerdeten Weinbauern, Erfinder, Fabulierer, Charmeur, in der geborgenen Welt ihrer Kindhet, fühlt sich das Leben für das junge Mädchen richtig an - Wellness pur. Doch auch der Grossvater kann die Zeit nicht anhalten: Als ein Brand sein Haus am Fuss des Rebberges zerstört, ahnt Flo erstmals, was Abschiednehmen heisst - und dass für sie nun der Moment gekommen ist, in ihr eigenes Leben hinauszutreten. [Aus dem Klappentext]


Drei Vögel im Rosenbusch   Späth, Gerold: Drei Vögel im Rosenbusch. Basel: Lenos, 2013

An einem heissen Sommertag in Barbarswila begegnet ein Schriftsteller der stadtbekannten Mademoiselle Hoggh, die ihn nötigt, sie nach Hause zu begleiten, denn sie habe ihm eine exklusive Story zu erzählen. Im Salon des herrschaftlichen Altstadthauses "Allhier Zum Blühenden Rosenbusch" beginnt MarieRose, ein Puzzle verschiedenster Episoden aus einer sehr eigenwilligen, weitverzweigten Familiengeschichte vor ihm auszubreiten...  [Aus dem Klappentext]


Konzert für die Unerschrockenen   Spoerri, Bettina: Konzert für die Unerschrockenen. Wien: Braumüller, 2013

Anna reist von Zürich nach London, um Abschied von ihrer Grosstante Leah zu nehmen. Die Tagebücher der Verstorbenen bringen die wenigen Versatzstücke aus Leahs Leben und die Handvoll Schwarz-Weiss-Fotografien, die Anna bis dahin bekannt waren, in Bewegung, zeigen Widersprüche, füllen sich mit Geschichten, Bildern, Musik. Zerrissen zwischen ihren Rollen als Mutter, Geliebte und Künstlerin versuchte die jüdische Cellistin ihren Weg zu gehen - unerschrocken und abenteuerlustig, aber auch hart geprüft von Flucht und Verlust. Im Spiegel von Leahs Aufzeichnungen, in Auseinandersetzungen mit ihrer Familie und in der aufkeimenden Liebe zu einem Mann gewinnt Anna einen neuen, befreienden Blick auf die Geschichte ihrer Familie, befragt ihre Ängste und Hoffnungen - und wagt endlich den Aufbruch.  [Aus dem Klappentext]


Nacht ist der Tag   Stamm, Peter: Nacht ist der Tag. Frankfurt a.M.: Fischer, 2013

Gillian ist eine erfolgreiche Fernsehmoderatorin, sie ist eine schöne Frau, sie führt eine abgesicherte Beziehung mit Matthias, sie hat ihr Leben unter Kontrolle. Eines Nachts hat das Paar nach einem Streit einen Unfall, ihr Wagen rammt auf nasser Strasse ein Reh. Matthias stirbt, Gillian erwacht im Krankenhaus. Mit einem zerstörten Gesicht. Erst langsam setzt sich ihr Leben wieder zusammen, und eine Geschichte aus der Vergangenheit wird zu einer möglichen Zukunft. Mit leisen Worten und eindringlichen Bildern erzählt Peter Stamms neuer Roman von einer Frau, der das ganze Leben genommen wird, die aber doch am Leben bleiben muss - eine Tragödie, die zu einem Neuanfang wird. [Aus dem Klappentext]


Weggeschwemmt   Stampfli, Reto: Weggeschwemmt. Olten: Knapp, 2013

Die Dinge stehen schlecht im engen Tal der Reuss. Das Verbot der fremden Kriegsdienste, der Bau der Gotthardbahn, der abnehmende Tourismus und die prekäre wirtschaftliche Lage drängen das junge Urner Ehepaar Josefine und Josef Arnold-Franchi, ihre Heimat zu verlassen, um im fernen Wisconsin bei Verwandten ihr Glück zu finden. Als sie am 10. April 1912 in Southhampton an Bord der Titanic gehen, scheint sich für die beiden ein Traum zu erfüllen.    


Carambole   Steiner, Jens: Carambole : ein Roman in zwölf Runden. Zürich: Dörlemann, 2013

Da sind die drei Jugendlichen, die Pläne aushecken für die bevorstehenden Schulferien und dabei genau wissen, dass auch dieses Jahr nichts geschehen wird, da ist die Troika, die sich regelmässig zum Carambole-Spiel trifft, da ist Schorsch, der immer dann auftaucht, wenn man ihn nicht erwartet, und da sind die beiden verfeindeten Brüder, die sei jenen Erbschaftssstreitigkeiten nie mehr miteinander gesprochen haben. Im Dorf verharren de Menschen in ihrem Alltag wie gelähmt, während sich um sie herum alles verändert: Restaurants schliessen, neue Wohnviertel entstehen, soziale Netze  zerbrechen, Familien fallen auseinander.


Aufräumen   Waldis, Angelika: Aufräumen. Zürich: Europa, 2013

Luisa hat beschlossen aufzuräumen. Als erstes muss Alfred weg. Auf der Reise zur Beseitigung Alfreds ziehen die Bilder ihres Lebens an ihr vorbei: der Schmerz um die beiden Töchter, ihre geheime Liebe zu Silvan, die Zeiten des Glücks und die Zeiten der Wut. Ein eigenartiger Begleiter bringt ihre Reise durcheinander: der aus der psychiatrischen Klinik ausgebrochene Flack. Mit ihm erfährt die tüchtige Luisa zum ersten Mal die Lust am Unsinn und den Spass am Absurden. Leichtfüssig und vergnüglich kommt die Geschichte daher, sodass man beinahe überliest, wie abgrundtief traurig sie eigentlich ist. Das macht die Spannung aus bei Angelika Waldis, eine Spannung, die packt, weil sie subtil ist. Angelika Waldis legt hier ihr Meisterstück vor - ein Werk übers Altern-, das wie eine Frischzellenkur wirkt. [Aus dem Klappentext]


Pfauenstolz   Wattenwyl, Dani von: Pfauenstolz. Basel: Reinhardt, 2013

Eine steile Karriere in der Werbebranche, eine Luxusvilla in der besten Gegend der Stadt, ein teurer Sportwagen, jede Menge Geld und eine wunderschöne Frau: Dean Dell hat vieles erreicht, worum ihn andere beneiden. Seit einiger Zeit allerdings, Dean weiss selbst nicht warum, fühlt er sich träge und gereizt. Er kommt zu spät zu Meetings, bereitet sich nicht vor und stösst bewusst wichtige Kunden vor den Kopf. Doch statt seinen Job zu verlieren, gewinnt Dean mit seinem provozierenden Auftreten einen Kunden nach dem anderen für sich. Als eine junge Frau für ein Praktikum in der Werbeagentur auftaucht, ist er fasziniert von ihrem wilden und ungezähmten Wesen. Darin bestärkt, dass er wohl dazu geboren wurde, in seinem Leben nur Höhen zu erleben, beschliesst er, sein Glück um jeden Preis herauszufordern.



       


Reise an den Rand des Universums   Widmer, Urs: Reise an den Rand des Universums. Zürich: Diogenes, 2013

Das Besondere dieser Autobiographie: Sie hört da auf, wo andere gewöhnlich anfangen. Urs Widmers Jahre als Kind, als junger Mann, als Student, als Lektor. Elternhaus, Freunde, die ersten Lieben, seine Frau May. Familiengeschichten und Familienmythen. Die Schule, die Lehrer. Die Ferien, die Reisen. Basel, Montpellier, Griechenland, Paris. Banales wie Dramatisches in einer Zeit, in der Geschichte geschrieben wurde: der Zweite Weltkrieg, der Kalte Krieg, die sechziger Jahre. Und immer wieder die Eltern, die grossen Schatten in seinem Werk. Auch wenn diese Erinnerungen oft von Tragischem handeln, ihre Vitalität und Anschaulichkeit sind unübertrefflich. [Aus dem Klappentext]


NoFrühlingsopfer im Auenwald   Winter, André: Die schöne Unbekannte. München: Thiele, 2013

Isabelle Silva führt zusammen mit ihrem skurrilen Grossvater Julien die Galerie Lumière in Paris. Doch nur zur Tarnung, denn insgeheim gilt ihre Leidenschaft dem Aufspüren von verschollenen oder gestohlenen Gemälden. Als Isabelle eines Tages von dem attraktiven, jedoch etwas mysteriösen Kunst- und Antiquitätenhändler Andrew Palmer beauftragt wird, ein Gemälde von John Singer Sargent zu ersteigern, sieht alles nach einem Routineauftrag aus. Doch Isabelle verliebt sich in Palmer, der behauptet, er habe das alte Gemälde nur deshalb gekauft, weil er der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts gemalten schönen Unbekannten auf dem Bild erst vor einiger Zeit in persona in einem Nachtzug nach Barcelona begegnet sei. Für Isabelle ist klar, dass das Gemälde nur eine Fälschung sein kann. Doch dann wird es gestohlen - und die Spuren des Bildes und seines geheimnisumwitterten Sujets führen über Wien, Paris und Barcelona bis nach Venedig - in die Stadt, in welcher Liebe und Gefahr zugleich warten. Und wo Isabelle Silva an der Auflösung des Rätsels zu scheitern droht... [Aus dem Klappentext]


Manhattan Rose   Zahno, Daniel: Manhattan Rose. Frankfurt a.M.: Weissbooks, 2013

Lucas Liebe gilt den Rosen. Ihretwegen besucht er, der Rosenzüchter aus dem "alten Europa", einen internationalen Kongress in New York. Beim Schlendern durch den Big Apple überwältigt ihn an einem Tag zweierlei: Die Schönheit des Rockefeller Rose Garden und die Anmut einer jungen Frau. Umgehend verliebt sich Luca - in Sofie und in den Roengarten. Bis die Leidenschaft zu den tausend und einer Rose im Herzen von New York City ihre Erfüllung findet, muss Luca immer wieder neue Hürden nehmen. Aber er wagt das Unmögliche und beginnt, verliebt in das Gelingen, ein neues Leben zwischen der alten und der neuen Welt. [Aus dem Klappentext]


Die Ringe des Saturns   Zeindler, Peter: Die Ringe des Saturn. Der Zirkel. Basel: Reinhardt, 2013

Der Wahlschweizer Konrad Sembritzki, ehemaliger Agent in Diensten des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND), hat sich auf seinen angestammten Beruf als Antiquar besonnen und lebt zurückgezogen im Berner Mattequartier. Doch schon bald wird er aus seinem freiwilligen Ruhestand aufgeschreckt. Sembritzki erhält von der BND-Zentrale in Pullach den Auftrag, in Prag sein nach Planeten benanntes Netz von Informationen über die militärische Nachrüstung des Ostblocks zu beschaffen. Konrad Sembritzki, glücklich zurückgekehrt von seiner Mission in Böhmen, komt nicht zur Ruhe. Er erhält einen Anruf von seiner Botschaft in Bern mit der Aufforderung, am Ufer der Aare die Leiche eines diplomatischen Mitarbeiters, "betraut mit besonderen Aufgaben", zu identifizieren.

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Spitzeltango   Zopfi, Emil: Spitzeltango. Zürich: Limmat, 2013

Robert Brown, Professor für Germanistik in Iowa City, landet in Zürich, eingeladen zu einem Vortrag über Max Frisch. In seinem früheren Leben hiess er Robert Brönimann und war hier in einen politischen Attentatsversuch verwickelt. Seine beiden Mitkämpfer, der pensionierte Tramführer Pippo und der gescheiterte Filmemacher und Tangotänzer Hermi, hadern mit ihrem Leben und dem Lauf der Welt. In der Nacht vor Browns Landung wird ihr damaliger Anwalt tot in der Limmat gefunden. Nicht alle glauben an einen Unfall des grünen Politikers. Hat der Exgenosse und Wendehals Anton Tscharner etwas mit seinem Tod zu tun? Hatte nicht dieser sie damals verraten? Oder war es Sara, die Mitverschwörerin von der Goldküste, die mit allen ins Bett ging? Nochmals flackert politischer Aktivismus auf, nochmals tun sie sich zusammen. Das Leben hält ihnen ein paar überraschende Quittungen bereit. [Aus dem Klappentext]


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