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Neuerscheinungen Herbst 2008

Die Braut aus Byzanz   Alioth, Gabrielle: Die Braut aus Byzanz. München: Nagel & Kimche, 2008

Als die Braut aus Byzanz eintrifft, glauben die Verschwörer um Dietrich Bischof von Metz an ein leichtes Spiel: Theophanu ist zwölf Jahre alt, spricht kein Wort Latein oder Deutsch und ist, wie sich herausstellt, nicht einmal eine echte Tochter des oströmischen Kaisers. An der Seite des schwächlichen Thronfolgers wird sie keine Gefahr für die Pläne der Umstürzler bedeuten. Aber sie täuschen sich. Theopanu wird vom Kaiser beschützt, der ihr, beglaubigt auf dem wertvollsten Dokument des Mittelalters, unermesslichen Reichtum überschreibt. Mithilfe eines Stiefneffen ihres Gatten, dem sie in Liebe verfällt, und mit den geheimen Kräften einer Zofe, mit Mut und Scharfsinn wird sie am Ende einer langen Reise zur mächtigsten Frau ihrer Zeit, zur Kaiserin des Westens. Aufregend und temporeich erzählt Gabrielle Alioth eine erstaunliche Lebens- und Liebesgeschichte aus einer glanzvollen Ära des Mittelalters. [Aus dem Klappentext]



Heute kommt Johnson nicht   Bichsel, Peter: Heute kommt Johnson nicht : Kolumnen 2005-2008. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 2008

Vom Warten ist in Peter Bichsels Kolumnen immer mal wieder die Rede. Es gibt mancherlei Arten und viele Geschichten dazu, Minutennovellen, Fabeln, Anekdoten. Heute ist es Johnson, der nicht kommt, dessen Platz in der Kneipe, eher zufällig, frei bleibt und an ihn erinnert. Dabei wartet der Erzähler nicht eigntlich auf ihn, Johnson, eher ist es Warten an sich - das ihn an einen anderen erinnert, Rolf, auf den er schon lange wartet, ein Gestorbener, der ihm einmal einen wartenden Spatz auf dem Dachfirst gegenüber zeigte und später eine Fabel fast wie von La Fontaine dazu erzählte, die der Schreibende erst nachträglich begreift. "Ob Vögel das Warten kennen? Ob Menschen das Warten können? Johnson kommt heute wohl nicht. Es ist Mittwoch, am Mittwoch kommt er selten. Aber auf Rolf warte ich oft, auch wenn ich weiss, dass er nicht mehr kommt.".  [Aus dem Klappentext]



Nahe den Eisriesen   Bichsel, Therese: Nahe den Eisriesen : Prominenz in der Alpenprovinz - von Goethe bis Hodler : Porträts. Oberhofen: Zytglogge, 2008

Gletscher, Seen, Wasserfälle, schöne Schifferinnen - all das trieb die Fremden in die Berge, schon vor zweihundert Jahren. Unter ihnen Prominenz, die ihren Aufenthalt in Wort, Bild oder Ton festhielt. Eine besondere Faszination übten die Schneeberge aus - vor allem die Jungfrau. Madame Vigée-Lebrun verewigte das Unspunnenfest als Gemälde; Madame de Staël beschrieb es in ihrem bekanntesten Buch. Clara Schumann hielt sich in Interlaken auf, Johannes Brahms und Heinrich von Kleist in Thun, und Clara von Rappard lebte und malte lieber in Matten als in München. Goethe liess sich vom Staubbachfall zum "Gesang der Geister über den Wassern" anregen, Sir Arthur Conan Doyle vom Reichenbachfall zum spektakulären Ende von Sherlock Holmes. Alexandre Dumas widerlegte den Fluch vom Berggasthaus Schwarenbach, Mark Twain lästerte über Edelweiss und Kuckucksuhren, Felix Mendelsohn komponierte ein Liebeslied... [Aus dem Klappentext]



Zwei Affen   Blatter, Silvio: Zwei Affen. Köln: DuMont, 2008

Im Zentrum des Romans steht ein Bild, kaum grösser als ein Bogen Papier: Pieter Bruegels Zwei Affen, gemalt 1562. Martin Holm, ein Geschäftsmann aus Amsterdam, fliegt 1976 nach Berlin, um das Gemälde zu sehen. Im Museumssaal trifft der Mittvierziger auf die Malerin Lore Spescha. Sie kopiert die ZWEI AFFEN, befragt das Bild wie ein Orakel. Auch für Martin Holm wurde das Gemälde einst zum Spiegel seines Lebens, als es 1945 seinen Fluchtinstinkt schärfte. Sechzehnjährig leistete er im Thüringer Salzbergwerk Kaiseroda seinen Dienst fürs Vaterland und bunkerte von der SS aus Berlin angekarrte Kisten voll Goldbarren, Platin, Silber und Gemälden im bombensicheren Schacht ein. Ein halbes Jahr später verspürt er den starken Wunsch, die ZWEI AFFEN zu besitzen. Und als Lore ihn in Amsterdam besucht, bahnt sich nicht nur eine rätselhafte Liebesaffäre an, sondern auch eine vertrackte Kriminalgeschichte, die in Zürich, Edinburgh und Amsterdam spielt... [Aus dem Klappentext]



Gehet hin und tötet   Cueni, Claude: Gehet hin und tötet. München: Heyne, 2008

Seit jeher liegt das Gold des Vatikans in den Händen der Mafia. Ein uraltes Abkommen mit Kirche und italienischem Adel regelt die Verwaltung der gewaltigen Goldreserven. Doch der sterbenskranke Papst hat seine eigenen Pläne. Um den Weltfrieden zu garantieren, wagt er das Undenkbare: einen geheimen Handel mit islamischen Gotteskriegern. Als  die Kunde davon durch die Mauern des Vatikans dringt, mach sich blankes Entsetzen breit. Schnell verdichten sich die Gerüchte, dass das Leben des Heiligen Vaters in grosser Gefahr ist. Sein Nuntius, Kardinal Albertini, wird beauftragt, den Gerüchten nachzugehen und das Schlimmste zu verhindern. Die Spur führt ihn zu einem mysteriösen Geheimbund, der nicht nur über die Einhaltung des Goldabkommens wacht, sondern seit Urzeiten das wertvollste Geheimnis der katholischen Kirche hütet... [Aus dem Klappentext]  
      

Wenn der Mann im Mond erwacht   Geiser, Christoph: Wenn der Mann im Mond erwacht. Zürich: Ammann, 2008 

Was geschieht, wenn nichts geschieht? Eingekreist von den Büchern seiner Bibliothek, versucht der Erzähler, seine schriftstellerische Existenz zu rechtfertigen. Doch kapituliert er angesichts seiner versandenden Geschichten in jenem Sommer, den die Terroranschläge vom 11. September abrupt beenden. Dieses Ereignis lässt ihn, den ehemals politisch Engagierten, erotisch Gestrandeten, ästhetisch Gegenläufigen, in die Desaster unseres Zeitalters und seiner eigenen Vergangenheit abtauchen. Der Ort all seiner Utopien ist Berlin zu jener Zeit, als ihm die Liebe plötzlich leicht schien, aber auch schon wieder vom Tode bedroht, als der langsame Abschied von der Idee eines existenzfähigen Sozialismus begann und amit die Einbunkerung in sich selbst...[Aus dem Klappentext] 
       

Dazwischen Lili   Gerster, Andrea: Dazwischen Lili. Basel: Lenos, 2008

Seit eineinhalb Jahren betreut Ana zu Hause ihre zunehmend demente Schwiegermutter Lili. Die Idee ihres Mannes Reini, der Ana gar nicht erst gefragt hatte. Doch Ana ist mit der Pflege Lilis restlos überfordert und scheinbar machtlos gegen ihren karrierebewussten Ehemann, der längst ein Doppelleben führt und sowieso selten zu Hause ist. Reini erachtet diese Lösung vielmehr als problemlos, sehr praktisch und nicht zuletzt preisgünstig. Hin- und hergerissen zwischen Wut und Mitleid, versucht Ana sich zu wehren und gerät dabei immer tiefer in eine seelische Krise. Schliesslich sind es ausgerechnet Lili und ihre Krankheit, die Ana ermöglichen, ihr Leben endlich selbst in die Hand zu nehmen. [Aus dem Klappentext]      
  



Der Mann am Gartenzaun   Graf, Roger: Der Mann am Gartenzaun. Bielefeld: Pendragon, 2008

Auf dem Gelände einer stillgelegten Fabrik in Zürich wird ein Skelett entdeckt. Wer war der junge, auffallend gross gewachsene Mann und weshalb musste er sterben? Damian Stauffer und sein Team versuchen dem Toten ein Gesicht und einen Namen zu geben. Doch je mehr sie in Erfahrung bringen, umso rätselhafter erscheint der Fall. Jene, die den Toten gekannt haben, scheinen alle einem anderen Menschen begegnet zu sein. Akribisch versucht die Polizei die Biographie des Toten zu erforschen. Gleichzeitig hofft eine Mutter endlich zu erfahren, was aus ihrer Tochter geworden ist, die vor vielen Jahren spurlos verschwunden ist. Und ein kranker Mann wittert seine letzte grosse Chance.



Im Park   Haller, Christian: Im Park. München: Luchterhand, 2008

Erst als er aus dem Krankenhaus in seine Wohnung zurückgekehrt ist, wird sich der Paläontologe Emile Ryffel bewusst, dass sich sein Leben für immer verändern werden wird. In der Nacht zuvor musste er seine Frau, die engagierte Filmproduzentin Lia, mit Gehirnblutungen in die Universitätsklinik einliefern, wo sie seitdem im Koma liegt. Die Ärzte wissen nicht, ob sie jemals aus eigenen Kräften wieder leben kann. Und als wäre das nicht schon schwierig genug, hat er sich seit kurzem noch in Klara verliebt, eine junge Bekannte seiner Frau. Er weiss, dass er nach Lias Erkrankung die Affäre mit Klara beenden sollte, und ist doch nicht fähig dazu. Denn so sehr er Lia liebt, ist er doch zugleich erfüllt von der Sehnsucht, aus den erstarrten Gewohnheiten seines Lebens auszubrechen und sich einmal wieder leicht zu fühlen und unbeschwert zu sein... [Aus dem Klappentext]  
      

Das Ende eines ganz normalen Tages   Hohler, Franz: Das Ende eines ganz normalen Tages. München: Luchterhand, 2008

In Franz Hohlers neuen Erzählungen werden wir zu Zeugen von alltäglichen Ereignissen: schrecklichen, schönen, berührenden, aberwitzigen... Ein Mann stürzt ausgerechnet auf das Kopfsteinpflaster, als er eine junge, attraktive Frau überholen will. Ein anderer möchte am liebsten zu randalieren beginnen, wenn jemand in seiner Nähe laut mit dem Handy telefoniert, und zwei Jungen wollen den Weiher hinter dem Haus mit einer alten Ovomaltinebüchse leer schaufeln - doch wie die anderen Figuren in Franz Hohlers Erzählungen müssen auch sie lernen, dass sich die Welt ihren Träumen und Plänen auf scheinbar widersinnigste Weise widersetzen. In manchen Geschichten begegnen wir auch dem Autor selbst oder ihm nahe stehenden Menschen: Grosseltern und Urgrosseltern... [Aus dem Klappentext]     
   

Das Benefizium des Ettore Camelli   Huser, Isabella: Das Benefizium des Ettore Camelli. Zürich: Bilger, 2008

In ihrem herausragenden Romandébut erzählt Isabella Huser die Geschichte des Ettore Camelli von Versano, einem kleinen Dorf im Trentino. Eingebettet in ein Tal, nicht weit vom Meer. In diesem Frühling 1902 wird er nach New York fahren. So ist es zumindest geplant. Ein letztes mal reist er nach Versano. Und bleibt. Er übernimmt den Kolonialwarenladen und mit ihm die Geschichte, die Geschichten des Hauses, des Dorfes und seiner Bewohner; die Geschichte seiner Ahnen, die Geschichte des Benefiziums und mit ihr die Legende um einen Fluch...    
   

Stille Lügen   Ivanov, Petra: Stille Lügen. Herisau, Appenzeller, 2008

Die Entwicklungsorganisation "Teamwork" steht kurz vor der Zertifizierung durch die ZEWO. Da verschwindet Projektleiterin Isabelle Jenny, zuständig für Georgien. Und Philippe Knecht, der für "Teamwork" die Buchhaltung führt, wird tot zu Hause aufgefunden. Selbstmord? Staatsanwältin Regina Flint nutzt Ferien im Südkaukasus, um nach ihrer ehemaligen Schulfreundin zu suchen. Warum verkehrt Isabelle in Kreisen, die sie früher gemieden hat: mit Auslandschweizern, der georgischen Oberschicht, Geschäftsleuten? Der Aufenthalt wird für Regina Flint und den rekonvaleszenten Kriminalpolizisten Bruno Cavalli zum Albtraum, als die georgische Polizei sie in Untersuchungshaft nimmt. [Aus dem Klappentext] 




Nur Gutes   Koch, Erwin: Nur Gutes. München: Nagel & Kimche, 2008

Pastor Albert Mangold geht ein letztes Mal seine Predigt durch, als es an der Tür klingelt. Es ist Anna Baumer, die nach einer vor vielen Jahren dilettantisch durchgeführten Entführung zwar verurteilt wurde und im Gefängnis sass, von dort aber floh und untertauchte, während ihr damaliger Komplize, Mangolds Sohn Simon, seine volle Haftstrafe abbüsste. Mittlerweile arbeitet Simon als Redakteur einer Lokalzeitung und redigiert die Nachrufe. Anna indes hat vielleicht ein weiteres Verbrechen begangen. Wie sonst sollen sich Mangolds erklären, dass die Polizei das Quartier abriegelt und nach dem Mörder des Friedhofwächters fahndet, der vergangene Nacht am Grab von Annas Vater erschossen wurde?... [Aus dem Klappentext] 




Matutin   Leutenegger, Gertrud: Matutin. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 2008

Auf einem Floss in einer Bucht des Sees steht eine Holzkonstruktion, der Nachbau eines Vogelfangturms, wie er noch heute in der italienischen Schweiz anzutreffen ist. Die Erzählerin zieht als Kustodin in den klösterlichen eingerichteten Turm. Für sie bietet er neben dem Weitwinkelblick auf die Stadt einen Beobachtungsposten, von dem sie zurück auf das sieht, was sie hinter sich gelassen hat. "Fortgehen, ehe die Gefangenschaft die Wandergaben tilgt." Täglich wird ihr eine Portion Polenta vor die Tür gestellt. Und sie bleibt nicht ganz allein im Turm. Der Zutritt für Besucher wird zwar durch strenge Gesetze geregelt, doch die Kustodin sabortiert sie und lässt immer dieselbe Person im Turm nächtigen: eine Frau rätselhafter Herkunft. Die Migration der Vögel, ihre Gefangenschaft und Vernichtung werden überblendet vom Schicksal dieser Frau... [Aus dem Klappentext] 




Zehnundeine Nacht   Lewinsky, Charles: Zehnundeine Nacht. München: Nagel & Kimche, 2008  

Zehnundeine Geschichte erzählt die moderne Scheherazade ihrem Kunden. Sie handeln von einem verhinderten Selbstmörder, der mit seiner Rettung gar nicht zufrieden ist, oder von einem Menschen, der schon gestorben ist, und bloss noch nichts gemerkt hat. Sie erzählen von einem Mann mit zwei Köpfen, der ungewöhnliche Selbstgespräche führt, und von einem Reisenden, der im Urlaub ein Wunder erlebt und doch nicht davon profitiert, vom Untergang der Welt und von der Geburt eines neuen Heiligen. Was man eben so erzählt, um einen Kunden bei Laune zu halten. Vor allem, wenn dieser Kunde - genau wie der Leser - auf seine Kosten kommen soll. Witzig und schadenfroh, sarkastisch und melancholisch ist dieser Geschichtenreigen, lebensnah, überraschend und brillant. Und immer geht es um die Frage der Identität: Was macht ein Menschenleben aus? Und warum ist die Erfindung oft realer als die Wirklichkeit?  [Aus dem Klappentext] 


Durst   Portmann, Beat: Durst. Zürich: Limmat, 2008

In Emmenbrücke wird der serbische Reiseunternehmer Zoran Slavkovic mit anonymen Briefen bedroht. Er engagiert einen jungen, abgebrannten Schriftsteller, der sich als Detektiv ausgibt. Doch bevor dieser die Ermittlungen aufnehmen kann, ist Slavkovic auch schon tot. Seine Witwe will, dass der vermeintliche Detektiv weitermacht. Die Spurensuche führt ihn bald ins Drogen- und Rotlichtmilieu und in Geldwäscherkreise der guten Schweizer Gesellschaft Zusätzlich kommt ihm eine Frau in die Quere, von der er aber bald mehr möchte, als er sich selber eingesteht. Während Rechtspolitiker Unterschriften für die Initiative "Einbürgerungen vors Volk" sammeln und in Frankreich die Fussballweltmeisterschaft anläuft, gerät der Schriftstellerdetektiv immer tiefer in die unvergangene Vergangenheit des Bosnienkrieges.   [Aus dem Klappentext] 




Wintertauber tod   Schaub, Urs: Wintertauber Tod. München: Pendo, 2008

In einem abgelegenen Schweizer Dorf an der französischen Sprachgrenze sind eines Morgens alle Türen mit Zeichen aus Katzenblut bemalt. Bis auf sieben. Kurz darauf wird eine grausam verstümmelte Leiche gefunden, und ein Zwillingspaar verschwindet spurlos. Simon Tanner, der seit seinem freiwiligen Abschied aus dem Polizeidienst in dem nebelverhangenen Städchen wohnt, will den Dingen auf den Grund gehen und merkt: Ganz ohne Polizei geht es doch nicht. Also holt er seinen Freund und ehemaligen Kollegen Kommissar Serge Michel zur Hilfe, und schon bald versteht das eingespielte Team, dass es sich bei dem Blut an den Türen um alttestamentarische Schutzzeichen handelt, mit denen Gott sein Volk vor dem Verderben bewahren wollte. Also sind bis auf die sieben markierten Häuser sämtliche Dorfbewohner in akuter Lebensgefahr, schliessen Tanner und Michel daraus.  [Aus dem Klappentext] 




Das Regenorchester   Schertenleib, Hansjörg: Das Regenorchester. Berlin: Aufbau, 2008

Irland sollte für einen Schweizer Schriftsteller zu einem Fluchtpunkt werden, zu dem Ort, an dem seine Frau und er ihre Liebe lebten. Nun sitzt er betrogen und voller Zweifel in seinem Haus und versucht mit Selbstironie über die Runden zu kommen. Da begegnet ihm Niamh, eine sechzigjährige Irin, die ihn zu sich einlädt, um ihn zum Chronisten ihres Lebens zu machen. Niamh reisst ihn aus seiner Trauer und führt ihm die Wunder des alten, untergegangen Irland vor Augen. Mit betörend schönen Worten nimmt sie ihn mit auf die Reise zurück zu ihrer vielköpfigen Familie, zu ihrer deutschen Freundin, ihrer traurigen, verlorenen Liebe - und sie zeigt ihm eine andere Seite der Musik, die Musik des Regens, die man nur in Irland hören kann. Bald wird er zu ihrer Vertrauten und kann sich auf ihr letztes grosses Geheimnis einlassen, das ihm nicht nur alles abverlangt, sondern ihm auch einen Weg in die Zukunft weist.   [Aus dem Klappentext]
          


Die Schweizerreise
  Die Schweizerreise : Erzählungen aus den Kantonen. München: Nagel & Kimche, 2008

Es beginnt, natürlich, im Aargau, wo Klaus Merz in Sichtweite des Landessenders Beromünster an ein legendäres Geschwisterpaar erinnert, dem es für eine kurze Weile gelang, Menschheitsträume wahr zu machen. In Basel erzählt Adelheid Duvanel von der unerwiderten LIebe zu einem Pianisten. Im Bündnerland berichten Leo Tuor vom Tal jenseits der Säulen und Silvio Huonder von der dunklen Seite des Mondes. Dazu gesellen sich überraschende Funde: Wie eine Milion Rosen von Odessa nach Schwyz gelangen, wie ein jurassischer Bienenfreund Abschied von seinen Liebsten nimmt oder wie eine Familie von Zug aus Sonntagsfahrten in die unbekannte Schweiz unternimmt. Am Ende steht in Zürich fest, worin die Besonderheit der "Willensnation" eigentlich besteht: in der Vielfalt an Geschichten, an unterschiedlichen Zungenschlägen und Tonarten - zusammen bilden sie das kanonische Lesebuch der helvetischen Konföderation.
[Aus dem Klappentext]    
          


Das andere Leben
  Supino, Franco: Das andere Leben. Zürich: Rotpunktverlag, 2008

Es ist still im Haus des Dramatikers. Die Ehefrau liegt im Spital, er und die Tochter verharren zwischen ihren Krankenbesuchen zu Hause in ihren Arbeitszimmern. Das Schlimmste scheint unausweichlich. Unverhofft zeigt sich durch die schwere Krankheit der geliebten Frau für den Dramatiker aber auch ein Ausweg. Ein Ausweg aus der Schaffenskrise, die ihn quält, seit seine Stücke aus politischen Gründen nur noch innerhalb der Schweizer Grenzen gespielt werden und seit er gezwungen ist, sein Geld mit Auftragswerken zu verdienen, die seinen Ruf als Künstler ruinieren. So macht er sich daran, die Schlussszene seines eigenen Lebens auszuarbeiten... Erzählt wird aus der Perspektive der Tochter, für die die Eltern Grosses vorgesehen haben: Sie soll Künstlerin werden in Paris. Während die Tochter ihre Zeichnungen bereitlegt für die Pariser Kunstakademie - die Abreise vorerst aufschiebend -, lässt sie Vergangenes Revue passieren und reflektiert die Ereignisse in diesen letzten Tagen des Wartens... 
[Aus dem Klappentext]    
          

Katalog von Allem   Wehrli, Peter K.: Katalog von Allem. Zürich: Ammann, 2008

So könnte eigentlich eine Novelle beginnen: Als der Orient-Express aus dem Zürcher Hauptbahnhof rollte, merkte Wehrli, dass er seinen Fotoapparat vergessen hatte... Dieses Missgeschick bildet aber den Auftakt für ein einmaliges literarisches Experiment: Peter K. Wehrlis Katalog von Allem. Über vier Jahrzehnte hat der Autor seine Eindrücke von Reisen und alltäglichen Gegebenheiten nicht mit der Kamera, sondern mit den Mitteln der Sprache festgehalten. Alles, was ihm auffiel, alles, was er fotografiert hätte, wurde zu literarischen Schnappschüssen, die jeweils aus einem Relativsatz zu einem Titelwort bestehen. So entstand eine Wahrnehmungsart, die Wehrli bis heute immer weiter praktizierte und perfektionierte. Die auf 1697 Einträge angewachsene Neuausgabe erfasst eine poetische Topographie der mannigfaltigsten Erinnerungsbilder: von der Landschaft Portugals über die Farben und Gerüche des brasilianischen Karnevals bis hin zum weinenden Chaplin im Kino von Montreux.   [Aus dem Klappentext]    
          

Gegen die Flut   Yesilöz, Yusuf: Gegen die Flut. Zürich: Limmat, 2008

Seit ihrem vierzehnten Lebensjahr sehen Alan und Meryem, die heute um die vierzig sind, ihre Welt, ihre Umgebung, ja sogar ihre eigenen Hände wie durch einen Schleier. Die Vergangenheit liegt als schwere Last auf ihren Schultern. Der Kurde Alan wurde gezwungen, eine der sieben Töchter seiner Tante zu heiraten. Meryem sollte ihrer türkischen Familie in der Fremde zu Ansehen verhelfen. Wenn sie jedoch versuchen, die Kultur ihrer Eltern zu vergessen, werden sie eingeholt von Normen und Traditionen, die sie längst überwunden glaubten. Für Alan gerät die Welt total aus den Fugen, als er feststellt, dass seine Frau eine kurze Affäre mit einem anderen Mann hatte. Verschwunden ist die Grosszügigkeit, die er in all den Jahren zu entwickeln versucht hat, zurück bleibt eine tiefe Verletzung, die er als Mann nicht überwinden kann.  [Aus dem Klappentext]    
          

Gustavs Traum   Zehnder, Christian: Gustavs Traum. Zürich: Ammann, 2008

Ich will nicht Restaurator werden! Das Erbe des Vaters anzutreten, in seine handwerklichen Fussstapfen zu steigen, dazu wollen sich weder Gustavs Finger recht fügen noch sein Geist. Ein hoch durchlässiges Wesen aus einer längst vergangenen Zeit scheint er zu sein, mit einer Strenge gegenüber einer schnellebigen Welt und jener gewissen Empfindsamkeit, der allenfalls seine geliebte Frau Veronika nahekommt. Eine sprachlos-schweigsame Verbindung hält sie beieinander, denn zusammen müssen sie es aushalten, dieses Schwanken zwischen tiefer Enttäuschung an der Wirklichkeit und dem grossen Glück an ihr und an sich. Dominik, ihrer beider Sohn, der, verstört über die mangelnde Lebenskraft seiner Eltern, doch auch unverkennbar ihr Nachkomme und Beschützer ist, muss sich auf seinen eigenen Weg machen, um zu merken, wie fremd auch ihm die Welt mit ihren zeitgenössischen jungen Menschen darin vorkommt. Doch dann begegnet er, fern von zu Hause, der goldhaarigen Juliane, die allein mit ihrem Vater in einem Sandsteinhaus lebt. [Aus dem Klappentext]    
                      

Auf Reisen   Zschokke, Matthias: Auf Reisen. Zürich: Ammann, 2008

Von Berlin reist einer los, nicht ohne uns hintersinnig seine Stadt zu empfehlen, bricht auf in die verführerischen Landschaften und Metropolen Europas, landet in Amman und bereist Jordanien, um letztlich auch Big Apple seine Aufwartung zu machen. Vom Essen, Trinken und Schlafen ist die Rede, von der Pekunia, die dafür aufgewendet werden muss, und vom Rausch eines Staunenden ob der Köstlichkeiten und unerwarteten Ereignisse, aber auch von der angestauten Wut eines Enttäuschten, wenn er sich geneppt fühlt. Ein herzerfrischendes, lebendiges und informatives Buch, eine Verführung zum Reisen, an die Tische und in die Betten, die an den verwunschensten Orten auf uns warten. [Aus dem Klappentext] 

                        

Lebenssplitter   Z'Graggen, Yvette: Lebenssplitter. Basel: Lenos, 2008

Fünfundzwanzig Perlen auf der Kette eines Lebens, fünfundzwanzig kleine Berichte am Faden der Zeit, von der Erinnerung zu neuem Leben erwachte Fragmente, die Licht auf die ferne und nahe Vergangenheit werfen und wie ein Echo durch das ganze Werk von Yvette Z'Graggen hallen. Jeder "Splitter" ist eine kleine Geschichte, die es dem Leser erlaubt, der Erzählerin von der Kindheit bis ins hohe Alter zu folgen, bei der Entdeckung der Welt und mit dem für Yvette Z'Graggen charakteristischen Einfühlungsvermögen als roten Faden. Dieser Streifzug durch ein Leben ist gleichzeitig wie eine Synthese der grossen Themen ihres Werks: Trennung, Unverständnis, Einsamkeit, doch zugleich Teilnahme, Einssein, Austausch, Gemeinsamkeit.. [Aus dem Klappentext]