Angebote für Bibliotheken und weitere Institutionen Angebote für Schulklassen Lexikon der Schweizer Autorinnen und Autoren Infothek Neuerscheinungen Schweizer Literatur Frühling 2017 Herbst 2016 Frühling 2016 Herbst 2015 Frühling 2015 Herbst 2014 Frühling 2014 Herbst 2013 Frühling 2013 Herbst 2012 Frühling 2012 Herbst 2011 Frühling 2011 Herbst 2010 Frühling 2010 Herbst 2009 Frühling 2009 Herbst 2008 Frühling 2008 Herbst 2007 Frühling 2007

Neuerscheinungen Herbst 2007

Eine Frage der Zeit
 
Capus, Alex: Eine Frage der Zeit. München: Knaus, 2007

Drei norddeutsche Werftarbeiter werden 1913 von Kaiser Wilhelm II. beauftragt, ein Dampfschiff in seine Einzelteile zu zerlegen und am Tanganikasee südlich des Kilimandscharo wieder zusammenzusetzen. Der Monarch will damit seine imperialen Ansprüche unterstreichen. Die drei Männer reisen nach Deutsch-Ostafrika mit der Aussicht auf guten Verdienst, lassen sich bezaubern von der exotischen Kulisse und der schönen Gouverneurin, lernen aber auch die Brutalität des kolonialen Alltags kennen. Was der Kaiser und die drei rechtschaffenen Handwerker nicht wissen: Zur gleichen Zeit beauftragt Winston Chrurchill den exzentrischen, aber liebenswerten Oberleutnant Spicer Simson, zwei Kanonenboote über Land durch halb Afrika an den Tanganikasee zu schleppen. Als der erste Weltkrieg ausbricht, liegen sich Deutsche und Briten an seinen Ufern gegenüber. Keiner will, aber jeder muss Krieg führen vor der pittoresken Kulisse des tropischen Sees... [Aus dem Klappentext]

     
Hotel Herzschlag
 
Cuneo, Anne: Hotel Herzschlag. Zürich: Limmat, 2007

Das Stylo-Team bereitet sich in ländlicher Gegend in der Nähe des Bodensees auf den Radklassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich vor, als sein Kapitän in der Nacht an einem Herzinfarkt stirbt. Die Untersuchungsbehörden gehen von einem "natürlichn" Tod aus, eine Abfalltüte mit vielerlei Medikamentenschachteln wird nicht beachtet. Die Eltern des toten Radfahrers möchten es genau wissen und beauftragen Marie Machiavelli, die Hintergründe zu ermitteln. Sie stösst auf ein verschwiegenes Netz von Fahrern, Pflegern, Ärzten und Funktionären, die alle mehr oder weniger verwickelt sind in Medikamentenmissbrauch, der von der Leistungssteigerung bis zur Manipulation von Fahrern zur gefügigen "Teamintegration" reicht. Ein "Friss-oder stirb"-Teufelskreis, aus dem keiner ausbrechen kann, ohne aus der sportlichen Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden... [Aus dem Klappentext]

     
Liebesarchiv
 
Faes, Urs: Liebesarchiv. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 2007

"Ich habe ihn geliebt. Er ist die grosse Liebe meines Lebens gewesen..." Mit diesen Worten stellt sich dem zu einer Lesung in einer Kleindstadt am Rhein angereisten Autor eine alte Dame vor. Es ist November, Allerheiligen, schon der Weg zur Lesung hatte Erinnerungen wachgerufen, Vergangenes. Nun steht ihm diese Unbekannte gegenüber, Anna Altmann, die behauptet, vor vielen Jahren die Geliebte seines Vaters gewesen zu sein. "Sie sind wirklich sein Sohn", sagt sie, "Sie sehen ihm ähnlich". Sie übergibt ihm ein Foto und ihre Telefonnummer. Die Begegnung lässt ihn ratlos zurück, er ruft nicht an, schiebt die Gedanken daran hartnäckig fort - bis er eines Tages die Nachricht vom Tod Anna Altmanns erhält. Der Brief stammt von ihrer Tochter Vera, die ihn bittet, ein paar Dinge abzuholen: Fotos, Briefe, Liebeszeichen, die Anna über all die Jahre aufgehoben hatte, Zeugnisse der Liebe zwischen Anna und seinem Vater; Vera nennt sie das "Archiv", das "Liebesarchiv"... [Aus dem Klappentext]

     
Woran wir wachsen
 
Giovannelli-Blocher, Judith: Woran wir wachsen : Erfahrungen eines Lebens. Zürich: Pendo, 2007

Ihr Weg war immer eher eigenwillig als geradlinig. Aufgewachsen in einem protestantischen Pfarrhaus, das sie sehr prägte, wählte Judith Giovannelli-Blocher einen klassischen Frauenberuf und wurde Sozialarbeiterin. Doch mit der Schule als Bildungsanstalt hat sie immer gehadert und ihren Wissensdurst anders gestillt - gelernt hat sie vor allem von den Menschen, denen sie begegnet ist. Viel wichtiger als jede Schulweisheit ist deshalb für sie der genaue Blick für die Details und die Fülle des Lebens, vor allem aber die Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber. Auch deshalb hat sie sich immer wieder eingemischt - ob in frauenpolitischen oder anderen Belangen. Was das Destillat aus diesen mehr als sieben Jahrzehnten Erfahrung ist - und das Leben letztlich lebenswert macht? Es ist wichtig, den eigenen Überzeugungen zu folgen, ohne dogmatisch zu sein ... [Aus dem Klappentext]

     
Stein bedeutet Liebe
 
Hasler, Eveline: Stein bedeutet Liebe. Zürich: Nagel & Kimche, 2007

Im Café Stephanie in Schwabing trifft sich Münchens Boheme und Avantgarde. Der libertine Otto Gross und seine Behandlungsmethoden sind hier Tagesgespräch, bei Roda Roda, Gustav Meyrinck, Erich Mühsam, der Gräfin Reventlow und der Fabrikantenwitwe Ullmann mit ihrer 22jährigen Tochter Regina. Diese beginnt eine Analyse bei Gross, der als originellster Schüler Freuds gilt, und schreibt währenddessen ihre erste bald veröffentlichte Prosa. Gross hat eine Affäre mit ihr. Als sie, zeitgleich mit zwei anderen Frauen, ein Kind von Ihm erwartet, verweigert er seine Hilfe. Kurz darauf wird er, zur Heilung seiner Kokainsucht, bei Carl Gustav Jung ins Zürcher Burghölzli eingewiesen. Er flieht, sein Zerfall ist nicht mehr aufzuhalten. Regina bekommt derweil, heimlich auf dem Land, eine Tochter. Hin- und hergerissen zwischen ihren starken Gefühlen für Gross und ihrer dominanten Mutter, findet sie ihren Weg und ihre Kraft im Schreiben [Aus dem Klappentext]

     
Es klopft
 
Hohler, Franz: Es klopft. München: Luchterhand, 2007

Gerade hat der Hals-Nasen-Ohren Arzt Manuel Ritter nach einem Ärztekongress in seinem abfahrenden Zug Platz genommen, da klopft eine fremde Frau gegen das Fenster seines Abteils, als wolle sie ihm noch etwas Wichtiges sagen. Tage später taucht diese Fremde in seiner Praxis auf und hat einen unerhörten Wunsch. Nachdem die Fau gegangen ist, kann sich Manuel Ritter fast nicht erklären, was mit ihm in dieser Zeit geschehen ist. Über zwanzig Jahre sind seither vergangen, doch auf einmal wird das, was damals passierte, für Manuel Ritter wieder lebendig. Seit sein Sohn vor kurzem mit einer neuen Freundin zum ersten Mal bei ihm zu Besuch war, leidet er unter zunehmend stärker werdenden Ängsten. Irgendetwas schwer zu Greifendes geschieht, denn die Freundin des Sohnes erinnert ihn auf eine merkwürdige Weise an die Frau von damals am Zug. Seitdem nimmt er in seinem Ohr Geräusche wahr, die ausser ihm niemand hört: es klopft. Die alte Geschichte will ihn anscheinend nicht zur Ruhe kommen lassen. [Aus dem Klappentext]

     
Der rote Huber
 
Honegger, Arthur: Der rote Huber : Reportagen. Frauenfeld (etc.): Huber, 2007

Die frühen Lebensabschnitte des Schriftstellers Arthur Honegger sind vielen seiner Leserinnen und Lesern bestens bekannt. Seit dem Film "Turi" und seit seinen Auftritten vor jungen Menschen in Schulen der ganzen Deutschschweiz ist sein "Heimkinder-Dasein" zum Inbegriff einer schwierigen, aber gut bewältigten Jugend geworden. In den kurzen Reportagen dieses neuen Bandes, die von Menschen handeln, die Arthur Honeggers Lebensweg gekreuzt haben, erleben wir zweierlei: ein Stück unverfälschter Zeitgeschichte der letzten 50 Jahre und ein Kapitel grosser Menschlichkeit. Es ist ihre Menschen-Nähe, die in Honeggers lebensnahen Reportagen dank ihrer Spannung und ihrem unverkennbar Honeggerschem Humor beste Leseerfahrungen mit grosser Lebenserfahrung verbinden ... [Aus dem Klappentext]

     
Kalte Schüsse  
Ivanov, Petra: Kalte Schüsse. Herisau: Appenzeller, 2007

Kurz nach Weihnachten wird eine Kickboxerin tot in ihrem Badezimmer in Zürich-Wollishofen gefunden. Bald darauf wird die Leiche einer älteren Frau in Mettmenstetten entdeckt. Ausser dass beide mit einem Deformationsgeschoss getötet wurden, scheinen die Mordfälle nichts miteinander zu tun zu haben. Nur das Schweigen von Lukasch, einem ukrainischen Bekannten der Kickboxerin, wirkt je länger desto verdächtiger. Führt die Spur in den Osten? Als man den "Adler" auf offener Strasse erschiesst, wird klar: Der Täter schreckt vor nichts zurück... [Aus dem Klappentext]




   
Das Porträt
 
Jenny, Zoë: Das Portrait. Frankfurt a.M.: Frankfurter Verlagsanstalt, 2007

Helen, eine junge Malerin erhält nach ihrer ersten erfolgreichen Ausstellung von einem bekannten Sammler ein fantastisches Angebot: Sie soll sein Portrait malen. Der reiche Sammler ist bereit, ihr für dieses Gemälde eine astronomische Summe zu bezahlen. Eine Bedingung des Vertrags lässt sie allerdings stutzen: Sie soll dafür exakt drei Monate in seinem Haus verbringen. Aber Helen nimmt den Auftrag an. Bei ihrer Ankunft ist sie überrascht von der Pracht der hochherrschaftlichen Villa. Doch die anfängliche Idylle trügt: in dem Masse, wie das Portrait Fortschritte macht und sie die Zeit mit dem Hausherrn im Atelier verbringt, wächst ihr Unbehagen. Sie fühlt sich mehr und mehr beobachtet und die Angestellten zeigen ihr in dem menschenleeren Haus die kalte Schulter. Ihre Ausflüge in das grosse, parkähnliche Grundstück lassen sie ahnen, dass hier vieles nicht stimmt. [Aus dem Klappentext]


Der Sakralfleck
 
Meier-Nobs, Ursula: Der Sakralfleck. Oberhofen: Zytglogge, 2007

Bators Bericht, angefangen bei seiner Geburt, zeigt sein Leben im Grasland der Mongolei. Bator erzählt von seiner Liebe zu Telema, seinem Rivalen Dscherlik, seiner Verbannung in ein buddhistisches Kloster, von Telemas Schläue, seiner Heirat mit der Auserwählten und dem grossen, vernichtenden Schneefall. Die LeserInnen begleiten ihn weiter auf dem Feldzug unter Suworow nach Mailand und über die Alpen in die Schweiz und kehren mit ihm zurück in die Mongolei. Julia, unerwünscht geboren, wird als Säugling über den Gotthard nach Mailand abgeschoben und wächst zuerst bei einer Pflegefamilie, dann im dortigen Findelhaus auf. Als junges Mädchen begegnet sie Bator. Julia erzählt von der Ausgrenzung, die ihre Schwangerschaft nach sich zieht, bis der Onkel aus der Schweiz erscheint, um sie - eines Erbes wegen - heimzuholen. Sie schildert, wie sie sich durchsetzt und ihrem Sohn und sich den Stand verschafft, der ihnen zusteht... [Aus dem Klappentext]
              

Land  
Monioudis, Perikles: Land. Zürich: Ammann, 2007

Ein junger Mann, im diplomatischen Dienst der Schweiz in Berlin stationiert, macht sich auf den Weg rund ums Mittelmeer, um seinen griechischen Vorfahren nachzuspüren. Als Zuckerbäcker waren sie von Griechenland nach Alexandria in Ägypten aufgebrochen und haben dort eine in der ganzen Levante berühmte Konditorei und Zuckerbäckerei geführt. Als sie Ägypten fluchtartig verlassen mussten, kam die Familie in die Schweiz. Einzige Hinterlassenschaft des einst stolzen Backhauses ist ein Rezeptbuch, jedoch nicht materiell im Besitz der Erben. Man weiss nur darum, und man weiss auch, dass dieses Buch die geheimsten Rezepte für die Herstellung der gefragtesten Köstlichkeiten enthält. Der Erzähler macht sich auf, dieses Rezeptbuch zu finden, eine Odyssee, die ihn durch nahezu alle Hafenstädte des Mittelmeerraums führt. Von Naschwerk ist viel die Rede, von den Gerüchen in den verschiedenen Städten, und wie nebenbei entsteht dabei die Geschichte einer Liebe und die einer Trennung. [Aus dem Klappentext]


Stutenbiss
 
Moser, Milena: Stutenbiss. München: Blessing, 2007

Sie würden Indianer heiraten und Pferde züchten, davon haben Susen und Belle mit elf geträumt. Belle ist diesem Kindertraum erstaunlich nahe gekommen. Zu nahe für Susens Geschmack, für die nur eines zählt: der neueste Trend. Schon von Berufs wegen, denn jede Woche muss sie eine Kolumne über das aufregende Liebesleben einer Grossstädterin schreiben. Doch leider ist von Erotik  in Susens Singledasein keine Spur. Langsam gehen der Journalistin die Themen aus. Die Einladung auf Belles idyllischen Pferdehof kommt ihr deshalb gerade recht. In diesem Reiterparadies gibt es bestimmt  einen gut aussehenden Cowboy, der sie inspiriert. Nur selten haben Susen und Belle einander in den vergangenen drei Jahrzehnten gesehen. Trotzdem ist die alte Vertrautheit schnell wieder da, genauso schnell wie die alten Revierkämpfe. Und Belle bereut schon bald, Susen eingeladen zu haben - weil sie sich über ihren Mann, den Romanschriftsteller, der noch nie einen Roman geschrieben hat, lustig macht... Und weil jener Tag vor dreiunddreissig Jahren noch immer zwischen den beiden steht. Jener Tag, an dem die Elfjährigen im Wald von einem Mann überrascht wurden. Nur Susen konnte damals fliehen. [Aus dem Klappentext]


Köbi Santiago
 
Pörtner, Stephan: Köbi Santiago : Kriminalroman. Zürich: Bilgerverlag, 2007

Am Ende seines dritten Abenteuers sass Köbi - J.K. Robert, Ermittler - am Strand von Finisterre, der westlichsten Ecke Spaniens, am Ende der Welt und blickte hinaus aufs Meer. Narben, ein unverhofftes Erbe und die Ahnung polizeilich gesucht zu sein, war alles, was Köbi aus Zürich mitgenommen hatte. Und die Erinnerung an eine Frau. Mit seiner Vergangenheit hatte er abgeschlosssen. Doch wenn Tote dich heimsuchen, auf der Quintana de los muertos vor der Kathedrale von Santiago de Compostela, Tote, denen du noch was schuldig bist, dann musst du mit ihnen gehen. Heim in die Schweiz, nach Zürich, mitten in den Kreis vier, in deine alte Wohnung, ins dunkle Herz deiner Vergangenheit.


Das Wüste lebt  
Schmid, Susy: Das Wüste lebt. Muri b.Bern: Cosmos, 2007

Eine halbe Stunde hinter Tinerhir duftet es nach Speck und Sauerkraut. Beatrice Gebhardt liegt tot im Zelt und Evi Gygax kocht zum Trost für alle Berner Platte. Evi, die vor drei Jahren in der Kirche ihres Heimatorts Hölibach über eine Leiche gestürchelt ist, ist jetzt als Köchin für eine Schweizer Reisegruppe in der Sahara unterwegs. Wer hat Evis Lieblingsküchenmesser als Mordwaffe missbraucht? Nicole mit ihren pathologischen Wutanfällen? Adrian mit seinem Hang zu weiblicher Unterwäsche? Claire, die beim Lügnerjass Eicheln seelenruhig als Rosen deklariert? June, die Engländerin, die auf Rätoromanisch flucht? Das Ehepaar Schmal, das auf einen Platz zur Rechten Gottes spekuliert? Oder Marc, die bartstopplige Augenweide von einem Mann, der die Gruppe mit dem Lastwagen durch die marokkanische Wüste karrt? [Aus dem Klappentext]


Die Schatten ferner Jahre
 
Siegfried, Anita: Die Schatten ferner Jahre. Zürich: Dörlemann, 2007

Zum 21. Geburtstag erhält Ada eine Überraschung: Ein Porträt ihres Vaters, den sie nie zu Gesicht bekommen hat. Die Mutter hat den berühmten Dichter, Lord Byron, aufgrund seines libertinen Lebenswandels verlassen. Im Alter von 19 Jahren heiratet Ada William King, den späteren Earl of Lovelace, und wird zu einer der schillerndsten Figuren der frühviktorianischen Gesellschaft Londons. Sie erregt mit ihren exzentrischen Auftritten auf Bällen und Dinnerpartys Aufsehen. Als sie Charles Babbage und seine Analytische Maschine kennenlernt, ist sie begeistert, denn das gesellschaftliche Parkett ist nicht ihre einzige Leidenschaft, sondern auch die Mathematik. Die Mutter von drei Kindern ist zudem opiumsüchtig und liebt es, auf Pferde zu wetten ... [Aus dem Klappentext]


Fremdschläfer  
Stefan, Verena: Fremdschläfer. Zürich: Ammann, 2007

Sich als fremden Körper erfahren in einem neuen Land und zugleich einen Fremdkörper entdecken im eigenen Leib. In Verena Stefans neuem Roman überkreuzen und ergänzen sich die beiden Grunderfahrungen Krankheit und Immigration in sehr persönlicher und poetischer Weise. In einem faszinierenden Bilderreigen entrollt die Erzählerin die Geschichte ihrer Herkunft und ihrer Ankunft in Kanada. Inmitten der mühsam-beglückenden Erfahrung des Ankommens tritt die Erfahrung des geschwächten Körpers auf. Doch ist da auch die Liebe, die die Neugier und Sehnsucht auf und nach dem Leben stillt.Eine feinsinnige Beobachterin, die für alle Überraschungen am Wegrand kritisch offen ist, findet poetische Metaphern für ein Leben, das nicht nur gradlinig verläuft. Dezidiert setzt sie ihre unmittelbaren Innen- und Aussenerfahrungen um in Vitaliät, Standhaftigkeit, Gedankenstärke und Gestaltungswillen. [Aus dem Klappentext]


Der Mauersegler
 
Zeindler, Peter: Der Mauersegler. Zürich: Arche, 2007

Wie im Wartesaal des Lebens fühlt er sich: Felix Mangold, Zürcher Medientrainer um die 50, wünscht sich, endlich aus seinem Dasein als "Schläfer" geweckt zu werden. Als Leo Kilchenmann, zu DDR-Zeiten wie er in der Schweizer Botschaft in Ostberlin tätig, unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt und er dessen Grabrede schreiben soll, holt ihn seine Vergangenheit ein: Unter dem Decknamen Mauersegler soll er für den BND recherchieren. Welche Rolle spielt die Journalistin Sara Pechstein aus München, die er auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg trifft? Ist sie wirklich seine Tochter, und was weiss sie über Mangolds ehemalige Freundlin und deren Festnahme bei der Flucht aus der DDR im Auto mit Schweizer Diplomatenkennzeichen? Warum steckt ihm Kilchenmanns Exfrau Stasiberichte zu? Und wer verbirgt sich hinter dem Namen Tolstoi?...