Neuerscheinungen Frühling 2017

Glück ist teuer   Aeschlimann, Silvan: Glück ist teuer. Basel: Zytglogge, 2017

Als der sinnsuchende Wirtschaftsstudent Noah mit 22 Jahren seinen Vater kennenlernt, öffnet sich für ihn die Tür zu einem ganz neuen Leben: Peter Widmer, ein genialer Finanzstratege, der es zum milliardenschweren Investor gebracht hat, führt ihn in die Welt der Reichen und Mächtigen ein. Nach anfänglichem Zögern lässt Noah sein "altes" Ich hinter sich, spekuliert mit dem Startkapital seines Vaters an der Börse und bringt es bald selbst zu einem Millionenvermögen. Doch wann ist genug wirklich genug? Was bietet das Leben noch für jemanden, der schon alles hat? Was tun, wenn der Wahn zum Sinn wird? Diese Gedanken macht sich Noah zu spät...  [Aus dem Klappentext]


Hagard   Bärfuss, Lukas: Hagard. Göttingen: Wallstein, 2017

Philip folgt, aus einer Laune heraus, im Feierabendgedrängel einer Frau. Er kennt sie nicht, sieht sie auch nur von hinten, aber wie in einem Spiel sagt er sich: Geht sie dort entlang, lasse ich sie entschwinden; geht sie in die andere Richtung, spiele ich das Spiel noch eine kleine Weile weiter. Es bedeutet scheinbar nichts, niemand kommt zu Schaden, und der Abstand ist so gross, dass die Frau es gar nicht bemerkt. Eher ist es eine sportliche Aufgabe, sie in der Menge nicht zu verlieren. Und viel Zeit hat er ohnehin nicht. Was bewegt ihn? Warum beginnt er plötzlich, seine Verpflichtungen zu vernachlässigen? Was will er von ihr? Steckt doch mehr dahinter? Ein dunkles Begehren? Etwas Bedrohliches liegt in der Luft. Ein atemloser Sog entsteht, in der auch der Leser gerät... [Aus dem Klappentext]


Die Unverbesserlichen   Blatter, Silvio: Die Unverbesserlichen. München: Piper, 2017

Jonas Alberdings Leben verläuft genau so, wie er es sich vorgestellt hat: Er betreibt eine kleine Bar, pflegt über Jahre gewachsene Freundschaften und könnte eigentlich glücklich sein. Wenn seine Partnerin Ellis es auch wäre. Aber die ist unzufrieden mit dem, was sie bisher erreicht hat, und so muss Jonas nun zusehen, wie Ellis eine neue Karriere beginnt. Auch sonst kommt Bewegung in Jonas' Leben: Alte Freunde nehmen Abschied von ihm, und neue Menschen treten hinzu. Muss sich auch Jonas plötzlich noch einmal ändern - nicht zuletzt, um seine Beziehung zu retten?  [Aus dem Klappentext]


Das Kind meiner Mutter   Burkhardt, Florian: Das Kind meiner Mutter. Gockhausen: Wörterseh, 2017

Bei einem spektakulären, selbst verschuldeten Autounfall verlieren Florian Burkhardts Eltern ihr jüngstes Kind. Einen Buben. Der ältere Sohn und sie selbst überleben. Absolut unversehrt. Als Ersatz für das tote zeugen die Eltern, die immer schon zwei Kinder haben wollten, sofort ein neues. Ihn. Florian. Und von Stund an richtet die Mutter ihren ganzen Fokus und all ihre Engergie auf ihn, den neugeborenen Prinzen. Aus Angst, auch ihn zu verlieren, beschützt sie Florian vor allen Einflüssen der "gefährlichen" Aussenwelt: Fahrrad fahren, Radio hören, Fernseh schauen, Freunde besuchen und anderweitige Aussenkontakte sind verboten und werden kontrolliert...  [Aus dem Klappentext]


Henkersmahl   Devi, Mitra: Henkersmahl : schräge Gedichte. Schwellbrunn: Appenzeller, 2017

Wenn feine Ladies Äxte schwingen und Serienkiller blutscheu sind: wenn keine Wahl bleibt zwischen Pest und Pocken; wenn es einen lustvoll gruselt, graust und schreckt, dann hat sie es erneut getan: Mitra Devis dritter Lyrikband enthält wiederum skurril-gereimte Gedichte, angesiedelt zwischen Nonsense und rabenschwarzen Abgründen...




Der Himmel ist grün   Di Franco, Manuela: Der Himmel ist grün : Roman einer Reise. Basel: Lenos, 2017

Abenteuerliche Bus- und Bahnfahrten führen Mo und ihren Freund Chalil durch den Balkan, den Iran, Pakistan und Indien bis nach Nepal. Ganz nach der Devise, dass "überall", wo Menschen leben, auch ein Reisender leben kann" (Ella Maillart), suchen sie stets die Begegnung mit den Einheimischen. Die einjährige Reise ist zugleich Mos Versuch, eine Liebe hinter sich zu lassen und unterwegs eine neue Heimat zu finden. [Aus dem Klappentext]



Flussbewohner   Elsässer, Lisa: Flussbewohner. Schwellbrunn: Orte, 2017

Lisa Elsässers Gedichtband "Flussbewohner" ist ein brillanter, lyrischer Essay, in dem die Liebe zwischen eigenwilliger Narration und Sprachskepsis ganz neu vermessen wird. In ihrer Selbstvergessenheit wie Selbstvergewisserung folgen Liebende dem Fluss der Naturbilder bis auf den Grund, wo sich das Liebesspiel der Worte selbst noch auf den geschliffenen Slang der Kieselsteine zu betten weiss...


Halt auf Verlangen   Faes, Urs: Halt auf Verlangen : ein Fahrtenbuch. Berlin: Suhrkamp, 2017

Unmittelbar nach der Diagnose findet er keine Worte. Erst später, bei der täglichen Fahrt quer durch die Stadt, versucht er, die Dinge zu benennen, aufzuschreiben, was ihm geschieht: die Unterwelt der Onkologie, die Müdigkeit nach der Bestrahlung, die Erinnerung an Kindheit und Herkunft, an Strassenbahnfahrten mit dem Vater und Kino mit der Jugendfreundlin Mile, an Verlassenwerden in Paris und den Abschied von seiner Geliebten. Den möglichen Tod vor Augen, stellt er sich die Frage nach dem Gelebten und dem Versäumten, nach dem, was Antrieb war, was Begehren und was Liebe... [Aus dem Klappentext]


Buntes Treiben   Frölein Da Capo: Buntes Treiben : noch mehr Episödali. Olten: Knapp, 2017

Backende Männer, kriminelle Rentner, fehlende Geografiekenntnisse - Frölein Da Capo erzählt in ihren Kolumen erfrischend authentisch aus dem Leben. Wieso Lachen das Immunsystem stärkt und warum Schnäderfrässigkeit vererblich ist - alles was das Frölein antreibt, umtreibt und sonst so treibt, bringt sie mit Humor zu Papier. Und nun zu Buche...


Halt auf Verlangen   Gasser, Christof: Solothurn streut Asche. Köln: Emons, 2017

Eine Ordensschwester wird mit einem Aschenkreuz auf der Stirn tot in der Solothurner Einsiedelei aufgefunden. Die Spur führt die Ermittler zu einer obskuren katholischen Gemeinschaft, die Beziehungen zu rechtsextremen Kreisen pflegt. Kantonspolizist Dominik Dornach und Staatsanwältin Angela Casagrande versuchen die Fäden zu entwirren - und kommen dabei einem mörderischen Komplott auf die Spur...  [Aus dem Klappentext]


Gerodete Zeit   Halter, Ernst: Gerodete Zeit : Gedichte. Zürich: Wolfbach, 2017

Ernst Halters Gedichte berichten von inneren und äusseren Dimensionen. Im Alltag erscheint die Geschichte, im Verlust eine Gegenwart, im Traum der Tod, im Spiegel das Ich. Aus dem Schweigen tritt das Wort der Erinnerung gegen das Vergessen an.




Alt?   Hohler, Franz: Alt? : Gedichte. München: Luchterhand, 2017

Die Zeit hinterlässt ihre Spuren manchmal unmerklich. Der Name eines Films fällt einem nicht mehr ein. Die Gespräche über "früher" werden mehr. Im Blick des jungen Handyverkäufers liegt eine Spur Mitleid. Franz Hohler spürt in "Alt?" persönlichen Gedanken nach und greift Motive auf, die viele Bereiche des Alltags umspannen...




Gipfeltreffen   Imboden, Blanca: Gipfeltreffen : Wiedersehen auf dem Urmiberg. Gockhausen: Wörterseh, 2017

Was mit dem Bestseller "Wandern ist doof" seinen Anfang nahm, erfährt endlich die lang ersehnte Fortsetzung. Conny, die Frankfurter Kreuzworträtselkönigin, die sich im ersten Buch in Toni, den Innerschweizer Bergführer, verliebt, dann aber nach Deutschland zurückreist, macht einen grossen Schritt: Sie kündigt ihren Job als Hotelrezeptionistin und zieht in die Schweiz. Auf dem Urmiberg, oberhalb Brunnen, führt sie - zusammen mit Toni - ein Bergrestaurant mit eigener Seilbahn und fantastischer Aussicht. Dort oben ergibt sich bei einem Tête-à-Tête die Idee, die Wandergruppe, der sie ihre Liebe zu verdanken haben, spontan zu einem einwöchigen Wiedersehen auf den Urmiberg einzuladen... [Aus dem Klappentext]


Erster Funke   Ivanov, Petra: Erster Funke : Flint und Cavalli - Wie alles begann. Zürich: Unionsverlag, 2017

Bruno Cavalli steht kurz vor einem Ermittlungserfolg, als ihm jemand zuvorkommt: Der Schweizer Bankangestelle, der sensible Kundendaten gestohlen hat, liegt ermordet in einem finsteren Hangar in New York. Zusammen mit der Staatsanwältin Regina Flint folgt Cavalli den Spuren des Killers bis nach Washington. Obwohl Cavallis unorthodoxe Ermittlungsmethoden Flints Vorstellungen von Verbrechensbekämpfung gehörig umkrempeln, kommen die beiden sich immer näher - und geraten immer tiefer ins Netz der Mafia. [Aus dem Klappentext]


Lanz   Jecker, Flurin: Lanz. München: Nagel & Kimche, 2017

Eigentlich hat Lanz den Kurs "Ich schreibe einen Blog" allein deshalb gewählt, weil Lynn angeblich auch hingeht. Doch am ersten Kurstag ist von Lynn nichts zu sehen, ausserdem wird das Projekt von seinem unangenehmen Klassenlehrer geleitet. Als Lanz widerwillig mit seinem Blog beginnt, beschreibt er mit zunehmender Verve sein Leben: von den geschiedenen Eltern, der Kompliziertheit zweier Wohnungen, von den misslungenen Annäherungsversuchen an Lynn, von der Ödnis, und wie er auf alles nur noch mit Lähmung reagiert. Das Erzählen ist aber keine Befreiung: als ihm die Decke endgültig auf den Kopf zu fallen droht und der Lehrer das Vorlesen des Blogs erzwingen will ("Ihr seid ja so aufgewachsen, dass ihr immer alles postet!), kann Lanz das auf keinen Fall zulassen... Aus dem Klappentext]


Literarisches Reisefieber   Kohler, Ursula: Literarisches Reisefieber : kreuz und quer durch die Schweiz - zu Fuss und mit dem Velo. Zürich: AS, 2017

In der lieblichen Toggenburger Hügellandschaft unterwegs sein, südliches Flair auf der Tessiner Collina d'Oro geniessen, historisch angereicherte Stadtluft in Genf schnuppern: Es sind die Spuren von Schweizer Persönlichkeiten, die uns zu naturnahen Orten und kulturellen Hotspots des Landes führen. Ausgewählte Tagestouren zu Fuss oder mit dem Velo zeigen die Vielfalt der Schweiz zu jeder Jahreszeit auf.




Herr Brechbühl sucht eine Katze   Krohn, Tim: Herr Brechbühl sucht eine Katze. Berlin: Galiani Berlin, 2017

Das Jahrtausend beginnt für den pensionierten Tramfahrer Hubert Brechbühl mit grossen Plänen und ohne Katze. Für das junge Paar Pit und Petzi mit viel Sex. Für Julia Sommer ohne Sex. Für Selina May ohne Arbeit. Für Efgenia Costa mit Drogen. Für Erich und Gerda Wyss mit Überlegungen, wer von beiden zuerst sterben sollte. Viles davon wird sich ändern, einiges nicht. Elf Bewohnerinnen und Bewohner eines Züricher Mietshauses geraten im Jahr 2001 in einen Sturdel der Gefühle.  [Aus dem Klappentext]


Kraft   Lüscher, Jonas: Kraft. München: Beck, 2017

Richard Kraft, Rhetorikprofessor in Tübingen, unglücklich verheiratet und finanziell gebeutelt, hat womöglich einen Ausweg aus seiner Misere gefunden. Sein alter Weggefährte Istvàn, Professor an der Stanford University, lädt ihn zur Teilnahme an einer wissenschaftlichen Preisfrage ins Silicon Valley ein. In Anlehnung an Leibniz' Antwort auf die Theodizeefrage soll Kraft in einem 18-minütigen Vortrag begründen, weshalb alles, was ist, gut ist und wir es dennoch verbessern können. Für die beste Antwort hat ein Internet-Mogul eine Million Dollar ausgelobt, Damit könnte Kraft sich von seiner anspruchsvollen Frau endlich freikaufen... [Aus dem Klappentext]


Hinter diesen blauen Bergen   Moser, Milena: Hinter diesen blauen Bergen. München: Nagel & Kimche, 2017

Als De-Cesco-Leseratte träumte Milena Moser vom Wilden Westen. Pferd und Indianerhäuptling standen oben auf ihrer Traumwunschliste. Als sie sich im Alter von fünzig Jahren in Santa Fe ein winziges Häuschen kauft und beschliesst, ganz und gar dorthin auszuwandern, hat sie natürlich andere Träume im Kopf. Die Liebe will sie immer noch finden, die Freiheit sowieso. Aber erst muss sie lernen, wie man Dinge loswird, an denen das Herz hängt, wie man sich von Freunden und Kindern zu lösen lernt, wie es sich anfühlt, in einem fremden Land die Fremde zu sein. Sie beginnt wieder zu reiten. Sie lernt einen alten Freund näher kennen, der sich als Indianer entpuppt. Herz und Nieren sind nicht mehr die eines jungen Häuptlings, aber er ist tapfer und unbekümmert, und das lässt Milena schwach werden. [Aus dem Klappentext]


Der weisse Freitag   Muschg, Adolf: Der weisse Freitag : eine Erzählung. München: Beck, 2017

Goethes zweite Schweizer Reise 1779 hätte gut die letzte des damals Dreissigjährigen sein können, und der "Werther" sein einziges bekanntes Werk. Denn das Risiko einer neunstündigen Fusswanderung über die Furka im November durch Neuschnee war unberechenbar. Aber der frisch ernannte Geheimrat hatte es auf den kürzesten Weg zu seinem heiligen Berg, dem Gotthard, abgesehen, seinen acht Jahre jüngeren Landesfürsten Carl August mitgenommen und alle Warnungen in den Wind geschlagen. Adolf Muschg liest diesen 12. November, den "weissen Freitag", die Wette Goethes mit seinem Schicksal, als Gegenstück zu Fausts Teufelswette und zugleich als Kommentar zum eigenen Fall eines gealterten Mannes, der mit einer Krebsdiagnose konfrontiert ist. Als Zeitgenosse weltweiter Flucht und Vertreibung und einer immer dichteren elektronischen Verwaltung des Lebens findet er gute Gründe, nach Vorhersagen, Warnungen und Versprechen in einer Geschichte zu suchen, die gar nicht vergangen ist. Sie handelt vom Umgang mit dem Risiko, dem auch der noch so zivilisierte Mensch ausgesetzt ist, weil er es als Naturgeschöpf mit Kräften zu tun hat, die er nicht beherrschen kann... [Aus dem Klappentext]





Nüüt und anders Züüg   Neeser, Andreas: Nüüt und anders Züüg : Mundartprosa. Basel: Zytglogge, 2017

In einzelnen Episoden geschickt erzählt, erschliesst sich nach und nach die atmosphärisch starke und vielschichtige Darstellung eines Dorfkosmos. Die Personen, die darin leben, werden konfrontiert mit ihren Ängsten, Sorgen, Hoffnungen und Träumen. Andreas Neeser gelingt es, eine wunderbar eigentümliche Stimmung zu schaffen, in die wir als Lesende eintauchen können.

Inkl. CD-Hörbuch mit allen Erzählungen und zwei Bonus-Erzählungen, gelesen von Andreas Neeser


Durstig   Rutschmann, Martina: Durstig. Basel: Zytglogge, 2017

Die Krankenschwester Alixe kann dem Sterben nicht mehr zusehen. Sie kündigt ihren Job auf der Krebsstation und beginnt mit dem Ausverkauf ihres bisherigen Lebens, um über die Runden zu kommen. Über Fabian, mit dem sie eine lose Liebschaft beginnt, macht sie Bekanntschaft mit dem bald 94-jährigen Forscher Carl. Die Mittdreissigerin fühlt sich wohl in der Gegenwart des charismatischen alten Mannes und erfährt viel aus dessen bewegtem Leben. Alixe beginnt versönlicher auf ihr eigenes Leben zu blicken. Sie lässt sich auf eine Beziehung mit Fabian ein. Die unbeschwerte Zeit dauert jedoch nicht lange an. Als Alixe erfährt, dass Carl sie zu seiner Sterbebegleiterin machten möchte und Fabian sie dazu überreden soll, holt die Vergangenheit sie ein. Plötzlich geht es wieder um den Tod. [Aus dem Klappentext]


Die Eroberung von ismail   Schischkin, Michail: Die Eroberung von Ismail. München: Deutsche Verlags-Anstalt, 2017

Es beginnt mit der Erschaffung der Welt - in einem Abteil der Belebeier Schmalspurbahn, tief in der russischen Provinz. Und damit, dass Alexander Wassiljewitsch, gestandener Provinzadvokat und Anwalt der Erniedrigten und Beleidigten, seinen Lebenslauf fürs Kompendium der Gerichtsrede zu schreiben hat. Daraus erwächst eine grosse Abrechnung, etwas wie Russlands Jüngster Tag. Im Zeugenstand die hohe Literatur: von Tolstois Auferstehung, dem berühmtesten aller russischen Gerichtsromane, über Dostojewskis Verbrechen und Strafe bis hin zu Olga, Katja, Mascha, Larissa, all den tapfer beharrenden und tragisch vergehenden Frauen im Roman wie im Leben. Und immer wieder schieben sich die Erlebnisse eines jungen Mannes dazwischen, der Michail Schischkin heisst und vom chaotischen Moskau der 1990er-Jahre einen langen Abschied nimmt.  [Aus dem Klappentext]


Marthas Gäste   Stauffer, Stef: Marthas Gäste. Basel: Zytglogge, 2017

Martha erinnert sich. An ihren Mann, an ihre Brüder und Schwestern, an die Eltern und die Kinder. Martha erinnert sich an die vergangene Zeit, als die Verwandtschaft bei ihr im Haus ein- und ausging und sie am Stubentisch deren Geschichten erfuhr. Die kann sie heute noch alle erzählen. Etwa die, wie der Hermann Mechaniker werden wollte, weshalb das Friedi Schulden hatte oder warum der Adolf nie geheiratet hat. Das weiss Martha alles noch. Welcher Tag heute ist, das weiss sie nicht. Auch nicht, ob sie bereits gegessen hat oder warum die Tabletten schon wieder fehlen... [Aus dem Klappentext]


Die Gespenstersammlerin   Stössinger, Verena: Die Gespenstersammlerin. Hitzkirch: Ed. Bücherlese, 2017

Hulden, Trolle und Meerfrauen. Marra, die nachts den Menschen in den Mund greift und die Zähne zählt: Selbstmörder, die zu Seehunden werden, und Fischer, die als Wiedergänger keine Ruhe finden - Astrid hat sich für ein halbes Jahr in den hohen Norden abgesetzt. Auf den Inseln sammelt sie regionale Gespenstersagen. Dabei erlebt sie, wie ihre eigene geordnete Welt zunehmend Risse bekommt...  [Aus dem Klappentext]


Elefant   Suter, Martin: Elefant. Zürich: Diogenes, 2017

Er ist entzückend, ein Wunderwesen - und für den, der die genetische Zauberformel kennt, ein Vermögen wert: ein rosaroter Mini-Elefant, der in der Dunkelheit leuchtet. Plötzlich steht er da, in der Höhle des Obdachlosen Schoch, der dort seinen Schlafplatz hat und nun seinen Augen nicht traut. Woher kommt dieses seltsame Geschöpf, und wie ist es entstanden? Das wissen nur wenige Personen, und sie verfolgen sehr unterschiedliche Interessen: Kaung, der burmesische Elefantenflüsterer, der die Geburt des Tiers begleitet hat, glaubt, es sei etwas Heiliges, das geschützt werden muss. Geschützt ja, aber als Patent, meint dagegen Genforscher Roux... [Aus dem Klappentext]

Das Hörbuch dazu ist ebenfalls erschienen.


Seit ich fort bin   Vásárhelyi, Henriette: Seit ich fort bin. Zürich: Dörlemann, 2017

Mirjam packt ihren Koffer, um zur Hochzeit ihres Bruders in ihre Heimatstadt zu fahren. Hier werden Erinnerungen an ihre Kindheit und Teenagertage wach, an ihre Freundin Anis, die sie verlassen hat, an ihren ersten Freund Driew, mit dem sie ans Schwarze Meer gefahren ist. Doch die Erinnerungen haben sich mit ihr verändert, auch wenn sie Antworten in Tagebüchern und auf Fotos findet. Und wenn sie die Hoheit über ihre Geschichten aufgibt?


Immer ist alles schön   Weber, Julia: Immer ist alles schön. Zürich: Limmat, 2017

Anais liebt ihre Mutter, sie liebt ihren Bruder Bruno und insgeheim auch Peter aus der Schule. Die Mutter sagt, das Leben sei eine Wucht, und dass sie gerne noch ein Glas Wein hätte. Denn es hält ihren Sehnsüchten nicht stand, das Leben, und die Männer halten ihrer Liebe nicht stand. Das Tanzen, das sie liebt, ist zum Tanz an der Stange vor den Männern geworden. Es ist nicht einfach, so ein Leben zu leben, sagt die Mutter, darum will sie noch ein Glas... [Aus dem Klappentext]


Sweet Rotation   Wohnlich, Laura: Sweet Rotation. München: Piper, 2017

Die neunzehnjährige Anna sucht mehr als einen Job. Sie sucht einen Platz in der Welt. Anna ist zerbrechlich, aber sie ist auch mutig. An dem Tag, an dem ihre Mutter stirbt, wird sie Escortgirl. In ihrem neuen Job hat sie es mit einem biederen Zahnarzt, einer bacchantischen Businessfrau und einem durchgeknallten Künstler zu tun. Bis Nelson kommt und Anna sich eingestehen muss, dass sie sich verliebt hat.


Mama Mafia   Zahno, Daniel: Mama Mafia. Frankfurt a.M.: Schöffling, 2017

Rocksänger und Überlebenskünstler Harvy, der sich mit drei Jobs und gelegentlichen Diebstählen über Wasser hält, lässt im Apple Store in der Grand Central Station ein iPhone mitgehen, was sein Leben auf den Kopf stellt. Harvy gerät in einen wahnwitzigen Sog von Turbulenzen: Er wird erpresst, muss unverschuldet einen Toten entsorgen und verliert sein Herz an die Geliebte des obersten New Yorker Mafiabosses Tony Tangeroli. Tony wiederum ist derart angetan von Harvys Musik, dass er dessen Band gross herausbringen will. Für Harvy beginnt ein lebensgefährlicher Hochseilakt im Dunstkreis der Mafia. [Aus dem Klappentext]