Neuerscheinungen Frühling 2016

Die entwendete Handschrift   Alioth, Gabrielle: Die entwendete Handschrift. Basel: Lenos, 2016

Im Konstanzer Inselhotel wird der angesehene Mittelalterhistoriker Richard Merak tot aufgefunden. Er hätte den Hauptvortrag am Kongress zum 600-jährigen Jubiläum des Konzils von Konstanz halten sollen. Seine Beerdigung bringt Laura nach fünf Jahren in ihre Heimatstadt Basel zurück und zwingt sie, sich noch einmal mit ihrem früheren Leben als Meraks Ehefrau und dem selbstbezogenen Basler Patriziat auseinanderzusetzen. Dabei stösst sie auf Widersprüche zwischen der wissenschaftlichen Arbeit ihres Mannes und den Erkenntnissen seines erfolglosen Rivalen Hans Peterson, der einige Monate zuvor im Rhein ertrunken ist. Laura beginnt den Gründen für die unterschiedlichen Einschätzungen nachzuspüren und kommt bald zum Schluss, dass zwischen dem Dissens und dem Tod der beiden Historiker eine Verbindung bestehen muss. Sie verfängt sich in einem Netz von Heimlichkeiten und wird selbst zur Verdächtigen.


Freedom Bar   Bielmann, David: Freedom Bar. Basel: Riverfield, 2016

"Freedom Bar" entwirft eine modern-urbane Welt voller eigenwilliger und liebenswürdiger Alltagshelden, deren Wege und Sehnsüchte sich immer stärker kreuzen:
Der junge Bert Bucher sieht sich als künftiger Rockstar. Da kommt ihm der Tod seiner Grossmutter gerade gelegen, so kann er in ihre leer stehende Wohnung in Freiburg ziehen und seine Karriere vorantreiben. Ein Vorhaben, das bald von der schönen Studentin Lana gestört wird. Johann B. Grab ist Inhaber einer Buchhandlung und sehnt sich zurück in die Welt ohne Internet. Seine griechische Frau hingegen wünscht sich ein Kind, und der zeugungsunfähige Johann ist bereit, zu diesem Zweck einen Mann für sie zu suchen. Henry Schweizer wohnt in seiner Bar, die er zu seinem persönlichen Sehnsuchtsort gemacht hat. Hier verwässern sich Sorgen im Rausch, abstruse Ideen reifen zu Taten heran und Verlierer werden Gewinner [Aus dem Klappentext] 


Der Messias kommt nicht   Bodenheimer, Alfred: Der Messias kommt nicht : München: Nagel & Kimche, 2016

"Wenn du dich in Teufels Küche begibst, schau wenigstens, dass du sie als Chefkoch verlässt und nicht als Hackbraten." Diesen Spruch seines Vaters hat Rabbi Klein im Ohr, als er sich von einem jungen Kommissar einspannen lässt, um dessen Nachforschungen in der Basler Jüdischen Gemeinde zu unterstützen. Eins ihrer Vorstandsmitglieder, ein erfolgreicher Anwalt, ist erschossen worden. Eigentlich wollte der Zürcher Rabbiner in Basel nur ein Buch aus dem 16. Jahrhundert über den christlichen und den jüdischen Messias übersetzen. Am Ende ist es nicht zuletzt das Nachdenken über den Messias, was ihn auf die richtige Spur bringt. Selbst wenn damit noch lange nicht sichergestellt ist, dass der Mörder auch gefasst wird.


Mond   Brand, Christine: Mond : Geschichten aus aller Welt. Zürich: Unionsverlag, 2016

Der Mond ist das Auge der Nacht und der Spiegel menschlicher Stimmungen, Gefühle und Fantasien. Zu allen Zeiten und auf allen Kontinenten werden Mythen und Märchen über diesen wundersamen Himmelskörper erzählt. Christine Brand hat sie für Gross und Klein gesammelt und frisch zu Papier gebracht.



Ich bin so hübsch   Brugger, Hazel: Ich bin so hübsch. Zürich: Kein & Aber, 2016

Was tun, wenn man nicht schlafen kann? Warum sind Männer so witzig? Und warum mästen wir unsere Haustiere? Hazel Brugger kennt die Antworten, denn sie hat den Röntgenblick auf unseren Alltag. Schonungslos, detailverliebt und mit viel Charme zerlegt sie die Welt in Einzelteile und führt ihre Leser dabei stets über einen schmalen Grat, mal still, mal wild, aber immer sehr komisch.


Kleiner Mord zwischendurch   Devi, Mitra: Kleiner Mord zwischendurch : Stories. Zürich: Unionsverlag, 2016

Rabenschwarze Kurzkrimis zum Gruseln, Schmunzeln und Verschlingen. Die Heldinnen und Helden sind voller starker Gefühle und zahlen jede Niedertracht zurück - gnadenlos, raffiniert und angenehm unheimlich.




Die Geschichte der Baltimores   Dicker, Joël: Die Geschichte der Baltimores. München: Piper, 2016

Die Goldmans aus Montclair sind eine typische Mittelstandsfamilie, sie leben in einem langweiligen Vorort von New Jersey und schicken ihren Sohn Marcus auf eine staatliche Schule. Ganz anders die Goldmans aus Baltimore: Man ist wohlhabend und erfolgreich, der Sohn Hillel hochbegabt, der Adoptivsohn Woody ein vielversprechender Sportler. Als Kind ist Marcus hin- und hergerissen zwischen der Bewunderung für diese "besseren"  Verwandten und seiner leisen Eifersucht auf ihr perfektes Leben. Hillel und Woody aber sind seine besten Freunde, zu dritt sind sie unschlagbar, zu dritt schwärmen sie für das gleiche Mädchen - Alexandra. Bis ihre heile Welt eines Tages für immer zerbricht. Acht Jahre nach der Katastrophe beschliesst Marcus, inzwischen längst berühmter Schriftsteller, die Geschichte der Baltimores aufzuschreiben. Aber das Leben ist komplizierter als geahnt, und die Wahrheit über die Familie hat viele Gesichter, die ihm gänzlich unbekannt waren. [Aus dem Klappentext]
Das Hörbuch (MP3-CD) ist ebenfalls erschienen.


Tote leben länger   Douglas, James: Tote leben länger. München: LangenMüller, 2016

Eine berüchtigte Terrormiliz hat Kämpfer in die Südschweiz eingeschleust. Sie morden, plündern, brandschatzen. Louis de Pourtales, erfolgreicher Industriekapitän und Chef der Waffenschmiede Loréans Systems & Components, wird erpresst. Ihm und Angehörigen droht die Hinrichtung, falls er die Bedingungen der Verbrecherbande nicht erfüllt. Dass er dem Oligarchen Propokiew Waffen mit Bestimmungsort Beirut liefert, nährt den Verdacht, dass er auf der falschen Seite steht. Agent Ken Cooper kämpft zusammen mit seinem Sohn Michel und der Kriminalbeamtin Jessica Ponte hartnäckig gegen alle Widerstände an, um dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten. Doch sie ahnen nicht, dass Verrat im Spiel ist, der sie tödlich bedroht... [Aus dem Klappentext]


Der Mann, der das Glück bringt   Florescu, Catalin Dorian: Der Mann, der das Glück bringt. München: Beck, 2016

Ray und Elena lernen sich in einer dramatischen Nacht in New York kennen. Sie ist eine Fischerstochter aus dem Donaudelta, er ein erfolgloser Künstler, der noch an den Durchbruch glaubt. Sie muss die Asche ihrer Mutter nach Amerika bringen, er will erreichen, was sein Grossvater für sich erhoffte. Ihre geheimnisvollen Lebenswege finden in jenem Augenblick zusammen, als sie sich entscheiden können, einander erzählend zu vertrauen. Ihre Familiengeschichten führen den Leser in die Welt New Yorks vor hundert Jahren und in das magische Universum des Donaudeltas. In seinem spannenden, an Fabulierlust und Überraschungen reichen Roman, der von 1899 bis in die Gegenwart reicht, lässt Catalin Dorian Florescu zwei Erzählstimmen abwechselnd zu Wort kommen. So entsteht das Bild eines fantastischen und harten Jahrhunderts zwischen dem Schwarzen Meer und der amerikanischen Metropole... [Aus dem Klappentext]


Lügen von gestern und heute   Fricker, Ursula: Lügen von gestern und heute. München: dtv, 2016

Eine deutsche Grossstadt im Frühjahr 2013: ein Blick auf drei Menschen, die in einer verunsichernden Zeit um ihre Ideale ringen. Beba, der Armut in ihrer Heimat entflohen, träumt von einer Karriere als Pianistin und arbeitet als Prostituierte. Beharrlich verfolgt sie weiterhin ihr Ziel. Sie nimmt Klavierstunden, spart auf ein eigenes Klavier und beginnt in einem Jazzclub aufzutreten. Dort lernt sie Innensenator Otten kennen. Eine zarte Freundschaft entwickelt sich. Isa, einer Studentin, genügt das sorglos satte Leben nicht mehr. Sie will etwas Sinnvolles tun - und trifft auf eine Gruppe linksautonomer Aktivisten, die sich für ein illegales Flüchtlingscamp einsetzen. Angesichts der sich zuspitzenden Lage reicht Isa dieses Engagement bald nicht mehr aus. Sie beginnt eigene Pläne zu schmieden. Sie radikalisiert sich... [Aus dem Klappentext]


Solothurn trägt Schwarz   Gasser, Christoph: Solothurn trägt Schwarz. Köln: Emons, 2016

Ein Zürcher Jornalist wird tot am Aare-Ufer aufgefunden. Steckt die Balkan-Mafia, über die der Reporter recherchiert hat, hinter dem Anschlag? Bevor Dominik Dornach von der Solothurner Kantonspolizei und Staatsanwältin Angela Casagrande die brisanten Zusammenhänge aufdecken können, geschieht ein weiterer Mord - und Dornachs Tochter Pia gerät in tödliche Gefahr... Die schönste Barockstadt der Schweiz im Visier des organisierten Verbrechens: hart, rasant, tiefgründig.


Das Schweigen der Tukane   Gold, Anne: Das Schweigen der Tukane. Basel: Reinhardt, 2016

Im Kommissariat kursiert das Gerücht, dass ein Wachtmeister der Sitte ein Verhältnis mit einer Edelprostituierten hat. Nadine Kupfer bittet ihren Chef, Kommissär Francesco Ferrari, dem Kollegen ins Gewissen zu reden. Ferraris Begeisterung hält sich in Grenzen. Doch bevor er sich mit dem Wachtmeister unterhalten kann, wird eine stadtbekannte Persönlichkeit ermordet, und zwar im Appartement der Prostituierten. Der Fall scheint klar, die Meinungen sind schnell gemacht und im Kommissariat brodelt es mächtig. Während der Grossteil des Polizeikorps zum Wachtmeister hält, der von der Unschuld seiner Geliebten überzeugt ist, glaubt Nadine, dass er versucht, die Ermittlungen zu behindern. Die Fronten verhärten sich zusehends, bis der Konflikt eskaliert und sich eine Katastrophe abzeichnet.


Am Leben   Greising, Franziska: Am Leben. Basel: Zytglogge, 2016

Im Süden Frankreichs leben 1940 bis 1944 hundert jüdische Kinder aus Deutschland und Österreich in einem heruntergekommenen Landschloss. Die dreissigjährige Rose aus Glarus, die zuvor bei Albert Schweitzer in Lambarene als Krankenschwester gearbeitet hat, tritt hier ihre neue Stelle an. Sie übernimmt die Leitung des Hauses, und bietet den Kindern in der noch unbesetzten Zone Schutz und Geborgenheit. Das Schweizerische Rote Kreuz beschliesst kurz darauf die Zusammenarbeit mit ihr. Nachdem Nazideutschland auch den Süden Frankreichs besetzt, nimmt die Bedrohung dramatisch zu. Eines Morgens werden die älteren Jugendlichen in ein Lager verschleppt. Die offizielle Schweiz und das Rote Kreuz kommen nicht zu Hilfe. [Aus dem Klappentext]


Talwasser   Hüppin, Beat: Talwasser. Basel: Zytglogge, 2016

Innerthal im Jahre 1917: Vater Dobler bringt eines Abends die Nachricht nach Hause, dass es mit der Mauer nun doch ernst werden soll. Die Staumauer, über die zwanzig Jahre lang diskutiert wurde und an deren Bau niemand mehr ernsthaft geglaubt hat, wird tatsächlich gebaut. Im beschaulichen, etwas abgelegenen Voralpental entsteht die damals grösste Gewichtsstaumauer der Welt. Die Kraftwerksgesellschaft baut eine Wand in die Schräh, um danach das ganze Tal zu fluten. Für die Bauern im Talboden des Innerthals bedeutet das, dass sie ihre Heimwesen aufgeben müssen. [Aus dem Klappentext]


Schwingfest   Imboden, Blanca: Schwingfest : verliebt in einen Bauern. Gockhausen: Wörterseh, 2016

Bea, Journalistin und unfreiwillig selbständig, muss für ein Frauenmagazin einen Bauern porträtieren, der sich in voller Schönheit im Bauernkalender präsentiert. Er heisst Sämi, und Bea verliebt sich auf den ersten Blick in ihn. Doch der Naturbursche ist nicht nur schön, sondern weiss auch ganz genau, was er will: nicht sie! Nicht eine Journalistin in Stöckelschuhen. Was er sucht, wenn überhaupt, das ist eine Bäuerin, die mit ihm auf Schwingfeste geht und sich auch nicht scheut, bereits morgens um fünf mit beiden Stiefeln im Kuhmist zu stehen... [Aus dem Klappentext]


Andersen   Lewinsky, Charles: Andersen. München: Nagel & Kimche, 2016

Als er erwacht, weiss er nicht, wo er ist. Es ist dunkel, und er kann sich nicht bewegen. Sollte er in Gefangenschaft geraten sein? Hat sein Zustand etwas mit seiner zwielichtigen Vergangenheit zu tun, die ihm immer noch in allen Einzelheiten präsent ist - bis zu dem Punkt, an dem seine Erinnerung abrupt abbricht? Und was ist aus seinen Plänen für ein ganz neues Leben geworden? Die Antwort, die sich ihm allmählich erschliesst, ist ebenso ungewöhnlich wie erschreckend, und sie zwingt ihn dazu, seinen wahren Charakter zu verbergen und eine Rolle zu spielen, die er in jeder Sekunde hasst. In Verstellung und Lüge geübt, hält er die Täuschung lange Zeit durch, bis er schliesslich doch der Versuchung zur Ehrlichkeit erliegt und damit eine Katastrophe auslöst.  [Aus dem Klappentext]


Frederick   Monioudis, Perikles: Frederick. München: dtv, 2016

Er wurde als Frederick Austerlitz in Omaha, Nebraska, geboren - und Jahre später der beste und berühmteste Stepptänzer, den die Welt gesehen hat: Fred Astaire. Er übte versessen, tanzte mit grosser Hingabe und verkörperte den Höhepunkt einer Kunst, die mit ihm auch wieder unterging. Unablässig strebte er nach Perfektion, Eleganz und Schönheit, und doch, so imaginiert es Perikles Monioudis, musste er sich sein ganzes Leben gegen einen geradezu teuflischen Begleiter wehren, der ihn überreden will aufzuhören. [Aus dem Klappentext]


Identität und solche Sachen   Schneider, Peter: Identität und solche Sachen : Kolumnen. Basel: Zytglogge, 2016

In seinen Kolumnen beantwortet Peter Schneider regelmässig Leserfragen. Deren Bandbreite reicht von vermeintlich banalen Alltagsfragen, hinter denen sich plötzlich Abgründe aus vorgefassten Meinungen und allzu bequemen Denkmustern auftun, bis zu den grossen und ganz grossen Fragen unseres Seins, die sich bei näherer Betrachtung auf einmal als substanzlose Spiegelfechterei erweisen können. Scharfsinnig und zuweilen scharfzüngig geht der Autor diesen Fragen nach, bis er deren eigentlichen Kern freigelegt hat. Seine Antworten sind ernsthaft, auch wenn sie mit Sprachwitz daherkommen, treffsicher, überraschend und anregend. Peter Schneiders alltagspychologische Praxis verhilft nicht zwingend dazu, ein besserer Mensch zu werden, zumindest aber dazu, über sich, Gott und die Welt genauer nachzudenken. Und wenn man dabei mindestens kein schlechterer Mensch wird, ist das doch auch schon etwas! [Aus dem Klappentext]


Steigende Pegel   Siegfried, Anita: Steigende Pegel. Zürich: Bilger, 2016

Ein Schiffskanal über die Alpen! Der Mann muss grössenwahnsinnig sein. Pietro Caminada (1862-1923), der italienische Ingenieur mit Schweizer Wurzeln, lebte für seinen Traum - ein Projekt, das in seiner Dimensionen sprengenden Verrücktheit so einzigartig war, wie die Verlegung des transatlantischen Kabels: Die Schiffbarmachung der Alpen. Die via d'acque transalpina. Ein Kanal, der von Genua über den Apennin und den Splügenpass bis zum Rhein führt.


Verdammter Paul   Solanki, Linda: Verdammter Paul. Basel: Zytglogge, 2016

Stimme im Kopf. Der 20-jährige Sebastian leidet unter akustischen Halluzinationen. Er hört ständig eine Zeile aus dem Beatles-Song "Hey Jude". Es verschlägt ihn auf die Strasse, weil er lieber obdachlos ist als in der Psychiatrie zu landen. In Rückblenden wird von Sebastians Kindheit und Jugend erzählt, wo sich bereits die ersten Anzeichen von Schizophrenie zeigten, und vom endgültigen Ausbruch der Krankheit nach dem Tod seines Grossvaters. Das Leben unter Randständigen lässt Sebastian eine andere Form von "Normalität" erfahren, in der er zunächst seinen Platz findet und sich die Symptome abschwächen. Doch das Leben auf der Strasse ist härter als erwartet. [Aus dem Klappentext]


Herzvirus   Spoerri, Bettina: Herzvirus. Wien: Braumüller, 2016

Herzvirus ist die Geschichte der Autorin, die mit über dreissig Jahren Abstand nochmals einen Annäherungsversuch an diese prägende Kindheitserfahrung und ihre damals entschwundene Mutter wagt. In erschütternden, aber feinfühlig erzählten Erinnerungsbildern entwickelt sich das Drama des Lebens einer ungewöhnlichen Frau. Sie lebt mit ihren Fantasien an den Rändern der Wirklichkeit, ängstlich beobachtet und bewundert von ihrer Tochter. Sie wächst mit einer Mutter auf, die vieles auf ihre ganz eigene Weise tut, Konventionen missachtet, in Büchern, Musik und Filmen lebt, aber in zwanghaften Gedanken Briefkästen sprengt oder andere Menschen zu vergiften meint - bis zu dem Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt.  [Aus dem Klappentext]


Weit über das Land   Stamm, Peter: Weit über das Land. Frankfurt a.M.: Fischer, 2016

Ein Mann steht auf und geht. Einen Augenblick zögert Thomas, dann verlässt er das Haus, seine Frau und seine Kinder. Mit einem erstaunten Lächeln geht er einfach weiter und verschwindet. Astrid, seine Frau, fragt sich zunächst, wohin er gegangen ist, dann, wann er wiederkommt, schliesslich, ob er noch lebt. Jeder kennt ihn: den Wunsch zu fliehen, den Gedanken, das alte Leben abzulegen, ein anderer sein zu können, vielleicht man selbst. Peter Stamm ist ein Meister im Erzählen jener Träume, die zugleich locken und erschrecken, die zugleich die schönste Möglichkeit und den furchtbarsten Verlust bedeuten. "Weit über das Land" ist ein Roman, der die alltäglichste aller Fragen stellt: Die nach dem eigenen Leben.
[Aus dem Klappentext]
Das Hörbuch dazu ist ebenfalls erschienen.


Wetterschmöcker   Theurillat, Michael: Wetterschmöcker. Berlin: Ullstein, 2016

Die Wetterschmöcker sind eine kleine, eingeschworene Gruppe von Naturmenschen, die das Wetter vorhersagen. Sie sind kantig, geradlining und unbestechlich. Sie können die Natur lesen, kennen ihre Gefahren, ihre Reichtümer. Als einer dieser Männer seine Nichte bei Kommissar Eschenbach vermisst meldet, wundert sich der Leiter der Kriminalpolizei Zürich. Normalerweise werden Vermisstenmeldungen an anderer Stelle aufgegeben. Doch Alois Thüring ist hartnäckig. Das Unternehmen, für das seine Nichte arbeitet, handelt mit Rohstoffen. Und dort, in den Glaspalästen der Macht, stösst Eschenbach auf eine Intrige, die bald auch sein eigenes Leben in Gefahr bringt. [Aus dem Klappentext]


Der Himmel über Nebra   Ucar, Erdem: Der Himmel über Nebra. Basel: Reinhardt, 2016

Etienne Pettit fristet ein Leben als erfolgsloser Kleinganove. Für den berüchtigten Patron soll er eine heikle Aufgabe erledigen: Etienne muss die Himmelsscheibe von Nebra - ein unbezahlbares Artefakt - stehlen. Dicht auf der Spur sind ihm der kauzige Kommissär Christoph Lenz und Stefanie Gerber, eine junge Fernsehjournalistin. Wird Etienne Pettit die Himmelsscheibe beschaffen können oder verhindern seine beiden Gegenspieler die Tat?




Bad News   Ziauddin, Bruno: Bad News. München: Nagel & Kimche, 2016

M. fühlt sich geschmeichelt, als ihm der Chefredakteur der wichtigsten Wochenzeitung des Landes einen Führungsjob anbietet. Zurzeit verwandelt der smarte Blattmacher zwar seine Zeitung sukzessive von linksliberal zu nationalkonservativ, aber er macht es originell, brillant - und böse. Zunehmend irritiert stellt M. fest, dass er in seiner neuen Position kaum etwas entscheiden darf und auch noch den Sündenbock für seinen Chef und dessen Umstrukturierungspläne spielen soll. Irritiert ist allerdings nicht nur M.: Einige radikale Muslime in der Stadt haben die Ausländerhetze der Zeitung satt. Jemand soll dafür bezahlen. Sie überzeugen den jungen Bosnier Damir, etwas zu unternehmen. Ein Fanal, für alle sichtbar. Als Damir vor der Redaktion aufkreuzt, geht das nicht gut aus. Aber es gibt eine schöne Meldung für die Frontseite. [Aus dem Klappentext]