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Neuerscheinungen Frühling 2010

Ein Jude als Exempel   Chessex, Jacques: Ein Jude als Exempel. München: Nagel & Kimche, 2010

Payerne im Waadtland ist ein Marktflecken, geprägt von Schweinezucht und Fleischhandel. Während des Kriegs jenseits der Grenze geht es auch hier den Leuten schlecht, viele haben keine Arbeit, die Bank geht pleite. Die kleine Gruppe lokaler Nazis findet unter den Verlierern und Zukurzgekommenen regen Zulauf, ihre fanatischen Anführer fordern eine Tat als Fanal, damit die Bevölkerung merkt, woher der Wind der Zukunft weht. Ein Toter muss her, ein Jude, der Familienvater Arthur Bloch kommt gerade recht. Sie lauern ihm auf und schlachten ihn wie ein Stück Vieh, versenken die Leichenteile im See. Nach einigen Wochen werden seine Reste von der Polizei gefunden, den Tätern wird der Prozess gemacht. Gott weiss warum steht auf dem Grabstein des Arthur Bloch. Jacques Chessex erzählt die Geschichte seines sinnlosen Todes als Memento und Lehrstück über menschliche Bestialität.  [Aus dem Klappentext]



Giftige Genossen   Devi, Mitra: Giftige Genossen : mörderische Geschichten. Herisau: Appenzeller, 2010

"Das Kerlchen im Terrarium starrte mich mit wässrigen Glubschaugen an. Seine Haut schimmerte feucht, sein Atem ging schnell und flattrig. Als wüsste es, was ich plane. Dendrobates azureus - ich meine, lassen Sie dieses Wort einmal auf der Zunge zergehen. Zu Deutsch: Blauer Pfeilgiftfrosch. Ein wunderschönes Tier. Und ein tödliches. Ein vor Toxinen strotzendes kleines Killerchen. Ja, ich habe mich erkundigt. Wenige Mikrogramm seines Nervengiftes reichen, um einen Menschen zu töten. Muskelkrämpfe, Atemlähmung - fertig. Die ideale Methode für mein Vorhaben." Schaurig geht es in Mitra Devis Titelgeschichte "Giftige Genossen" zu und her. Auch die 14 anderen Stories verleiten zum gebannt Weiterlesen: Ein Heiratsschwindler treibt sein Unwesen, ein Fasnachtsumzug endet mit einer Leiche, eine Floristin lässt sich zur Domina umschulen.... [Aus dem Klappentext]



Entwürfe zu einem dritten Tagebuch   Frisch, Max: Entwürfe zu einem dritten Tagebuch. Berlin: Suhrkamp, 2010

Im August 2009 meldeten die Feuilletons eine Sensation: In einem der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Teil des Max-Frisch-Archivs in Zürich war das Typoskript eines bisher unbekannten Werks des Schweizer Autors gefunden worden: 184 Seiten, von Frisch auf Tonband diktiert, von seiner Sekretärin in die Maschine getippt. Der Autor selbst hatte auf der Titelseite notiert: "Tagebuch 3. Ab Frühjahr 1982".
Max Frisch lebte zu dieser Zeit in New York, zusammen mit seiner damaligen Lebensgefährtin Alice Locke-Carey, bekannt als "Lynn" aus der Erzählung Montauk. Ihr ist dieses "Tagebuch 3" gewidmet, und vermutlich fällt das abrupte Ende der Aufzeichnungen mit der Trennung von der Amerikanerin im Frühjahr 1983 zusammen. Die USA und die Schweiz, die Reagan-Administration und das belastete Verhältnis zu der um vieles jüngeren Frau, der Kalte Krieg und der Krebstod eines engen Freundes... [Aus dem Klappentext]



Lange Nächte Tag   Froehling, Simon: Lange Nächte Tag. Zürich: Bilger, 2010

Simon Froehling beschwört in diesem aussergewöhnlichen Liebesroman den Augenblick, von dem es kein Zurück mehr gibt. Er schildert die emotionale Achterbahnfahrt der beiden Männer. In filmisch anmutenden Bildern entwirft er eine schwule städtische Welt, die eigenartig kontrastiert mit der Erinnerung des Erzählers an seine verstorbene Schwester, die Grosse, und ihr gemeinsames Aufwachsen in einer ländlichen Umgebung. Subtil gesetzte Reflexionen wechseln mit Szenen, bei deren brutalen Handlungen einem der Atem stockt.



Wird heute ein guter Tag sein?   Held, Christoph: Wird heute ein guter Tag sein? : Erzählungen aus dem Pflegeheim. Oberhofen: Zytglogge, 2010

Von niemandem liess sie sich überreden, auf die Abteilung zurückzukehren, und wollte sich auch den Mantel nicht ausziehen lassen, denn dieser Mantel verhiess Aufbruch. Mit den Fäusten schlug sie gegen die Scheiben der Glastüre und stürzte, als man sie wegbringen wollte, auf den Steinboden in der Eingangshalle. Sie klagte über Schmerzen, aber der gefütterte Mantel hatte ihren Sturz abgefedert und ihre dünnen Knochen vor einem Bruch bewahrt.


Angst, Haas und Wellness   Ivanov, Petra: Angst, Haas und Wellness : Regio-Krimi. Herisau: Appenzeller, 2010

Martin Angst und Vera Haas wollen in Bad Zurzach bei Wellness und gutem Essen ihre Beziehung klären. Da wird die 52jährige Verena Zimmermann in ihrem Wohnzimmer ermordet. Neben der Leiche liegt bewusstlos ihr Bruder Paul, eine blutverschmierte Holzplastik der Heiligen Verena in der Hand. Obschon alle Türen und Fenster von innen verschlossen sind, behauptet Paul, nichts mit dem Tod seiner Schwester zu tun zu haben. Nun soll Kriminaltechniker Martin prüfen, ob trotzdem jemand ins Haus eindringen konnte. Unterstützung findet er bei der attraktiven Polizistin  Kay; bald drehen sich seine Gedanken nur noch um sie. Die ehrgeizige Vera macht  derweilen den Jugendfreund von Verena Zimmermann ausfindig. Gelingt es dem Duo Angst-Haas, den Mord aufzuklären? Können die beiden ihre Beziehung kitten?        




Möchtegern   Moser, Milena: Möchtegern. München: Nagel & Kimche, 2010

Lange hat sich die erfolgsverwöhnte Schriftstellerin Mimosa Mein dem Medienbetrieb entzogen. Ihre Romane haben ihr allerdings den Ruf eingetragen, das Leben eines mondänen und zügellosen Vamps zu führen. Überrumpelt sagt sie zu, als sie angefragt wird, in der Jury der Sendung Die Schweiz sucht den SchreibStar mitzuwirken - als skandalumwitterte Hasbeen seien ihr die Stärken und Schwächen der Wannabes vertraut, wir ihr der Fernsehredakteur erklärt. Als sie die Kandidaten kennenlernt, ist sie von deren unterschiedlichen Motiven und Schicksalen immer stärker fasziniert. Eine Teilnehmerin sucht im Schreiben therapeutische Befreiung, eine zweite will mit dem erträumten Bestseller endlich aus ihrem Hausfrauenleben ausbrechen - und die Texte einer dritten erinnern Mimosa Mein seltsam vertraut an einen Mann, der vor vielen Jahren unter ungeklärten Umständen verschwand. [Aus dem Klappentext]


Geld und Gier   Naglis, Stefan: Geld und Gier. Muri b. Bern: Cosmos, 2010

Marc Steiner von der Kripo Zürich hat's nicht leicht im Leben: Er entdeckt, dass Erika, seine Frau, nicht nur mit ihrer Freundin in den Ausgang geht. Und dass seine Tochter Nina ihr Cola neuerdings zusammen mit einem blond gelockten Burschen trinkt, ist ihm auch nicht ganz geheuer. Derweil wird in einem Waldstück am Hönggerberg die Leiche eines Bankers gefunden. Bei der Obduktion kommen in dessen Magen hundert Tausendernoten zum Vorschein. Was geschieht, wenn jemand nichts mehr zu verlieren hat? Steiner und seine Kollegin Lara Binelli werden mit den Auswirkungen der Finanzkrise konfrontiert. Die Ermittlungen führen sie an die Kappelergasse zur Privatbank Zürich, wo ihnen die Personalchefin klarmacht, was Globalisierung und Gewinnmaximierung bedeuten.  [Aus dem Klappentext]


Nichts ist geschehen   Neeman Romascano, Sylvie: Nichts ist geschehen. Zürich: Rotpunktverlag, 2010

Irgendwo in der Schweiz erhält eine Frau einen Anruf aus Süditalien - ihr Vater liegt im Sterben. Hals über Kopf nimmt Dora den Zug, und eine Reise mit besonderen Vorkommnissen beginnt. In Mailand verpasst sie ihren Anschluss, und der nächste Zug wird wegen eines Unglücks stundenlang auf freiem Feld stehen bleiben. Jedoch kommt es im Speisewagen zu einer vielleicht schicksalhaften Begegnung: Dora trifft auf Francesco, steigt mit ihm auf halber Strecke aus, und sie verbringen zusammen die Nacht. Fügung oder Absicht, ihr Elternhaus erreicht Dora, als schon alles zu spät ist; ihr Vater ist längst begraben und die Familie schon wieder in alle Himmelsrichtungen verstreut.  [Aus dem Klappentext]


Das Leben der Eltern ist das Buch, in dem die Kinder lesen   Rudolf, Gisela: Das Leben der Eltern ist das Buch, in dem die Kinder lesen. Frankfurt a.M.: Weissbooks, 2010

Tolle Autos, Schlager im Radio, Dienstmädchen aus Italien, viele Tanten, grosse Männer, Tim und Struppi, hundert Vaterunser, Wasserball und Tennis, Ovomaltine und Kaugummi, Fasnacht im Sommer, das Leben ist schön - und auch in Grenchen gibt es eine Marilyn Monroe. Das Leben der Eltern... ist ein Buch der Erinnerung, ein buntes Tableau einer Kindheit und Jugend, eine Recherche, die eine Zeit mit ihren Alltagsmustern, ihren Reizen und Riten, Farben und Gerüchen wiederauferstehen lässt. Weit zurück scheinen heute die 50er Jahre in der Schweiz zu sein, doch hautnah, als wäre es eben, erzählt Gisela Rudolf, wie ein kleines Mädchen sich im Kosmos der Erwachsenen behauptet, wie es, neugierig, mutig und frech, ins wahre Leben findet...  [Aus dem Klappentext]


Robinson und Julia   Schaad, Isolde: Robinson und Julia. Zürich: Limmat, 2010

Sind wir denn die, für die man uns hält? Nur noch verbrauchte Ideengestalten? Fragt  Eva am Frauenabend. Und Julia sagt leider und reckt sich. Es ist also höchste Zeit aufzubrechen. Auch Bonnie, als Gangsterbraut erschöpft, möchte endlich selbstbestimmt arbeiten. Und was tun die Männer in diesem erotischen Enwicklungsroman, der Theorie und Praxis in heisser Hingabe verquickt? Sie heissen Jean-Paul und Bauer Josef Clever, sind Denker und Banker und fallen aus ihren Führerkabinen weich oder hart. Isolde Schaad erzählt in einem sprachmächtigen Sog, wie die Heldinnen von einst zu Berufsfrauen von heute werden. Mit hinreissender Komik und unverfrorener Lust an der Erotik wird geschildert, wie aus der Urmutter aller Frauengestalten ein Eva Müller wird, ja Müller, überzeugend und einmalig wie alle. Als Restauratorin, Videokünstlerin und Modell von Lukas Cranach, dem Schönheitsspezialisten der Stunde, der sie diskret liftet und streckt.  [Aus dem Klappentext]


Spaziergänger Zbinden   Simon, Christoph: Spaziergänger Zbinden. Zürich: Bilgerverlag, 2010

Christoph Simons kluger und filigran komponierter Roman Spaziergänger Zbinden ist eine hinreissende Liebesgeschichte. Am Arm des Zivildienstleistenden Kâzim begibt sich der 87-jährige Lukas Zbinden auf seine Weltenreise durchs Betagtenheim. Treppe um Treppe, Stockwerk um Stockwerk zieht es den leidenschaftlichen Spaziergänger Zbinden hinaus auf die Wege, auf denen er ein Leben lang an der Seite seiner Emilie dem Sinn des Lebens nachgespürt hat. Nach und nach lernen wir einen sanftmütigen und geistreichen Mann kennen, der glaubt, seinem Begleiter die Antworten auf die wichtigen Fragen des Lebens anzuvertrauen, in Wahrheit aber die stille, herzbewegende Geschichte der Liebe zu seiner verstorbenen Emilie erzählt. 


Die heile Hölle   Späth, Gerold: Die heile Hölle. Basel: Lenos, 2010

Vier in sich geschlossene Kapital schildern jeweils einen Tag aus dem Leben eines Mitglieds derselben Familie, der anders verläuft als alle übrigen Tage. - Mit der ihm eigenen sprachlichen Präzision deckt Gerold Späth den Abgrund unter der Oberfläche eines scheinbar geordneten bürgerlichen Lebens auf, die verborgenen Ängste, die uneingestandenen Wünsche und Begierden. Indem er die Einheit von Ort, Zeit und Person zu wahren versteht, vermag er am Modell dieser Familie die bis ins Tragische gesteigerte Entfremdung in den zwischenmenschlichen Beziehungen sichtbar zu machen. [Aus dem Klappentext]


Schonzeit   Stamm, Isabelle: Schonzeit. Zürich: Limmat, 2010

Miruna Lupescu, eine junge Schweizerin rumänischer Abstammung, die sich ihren Lebensunterhalt mit Übersetzungen verdient, lebt zurückgezogen in einer kleinen Wohnung, ihrem "Turm". Besuch bekommt sie allein von Julius, mit dem sie eine zwiespältige Beziehung verbindet. Einmal im Monat trifft sie sich mit ihrer Schwester Anna, die ihr auch den Auftrag zuhält, die "Briefe an den Sohn meiner Tochter" eines Gabriel Alexandru aus dem Rumänischen zu übersetzen. Miruna sucht die Begegnung mit dem Adressaten dieser Briefe, Johann Tschanun, und es beginnt eine Reise ins Ungewisse, auf die sie sich nur widerwillig einlässt. Isabelle Stamm legt einen faszinierenden Roman vor, in dem sie die Familiengeschichten zweier junger Leute ineinander verwebt.  [Aus dem Klappentext]


Einer zu viel   Waldis, Angelika: Einer zuviel. Zürich: Kein & Aber, 2010

Ina wünscht sich im Tessiner Sommerhaus ein paar der alten guten Tage zurück, und die Familie - ihr Sohn Peter mit Freundin, ihre Tochter Judith mit Ehemann und Kindern - rückt artig an. Aber im Lavendelgarten lässt sich keine Idylle erzwingen. Zu brüchig sind die einzelnen Lebensgeschichten, zu sehr prallen die drei Generationen mit unterschiedlichen Bedürfnissen aufeinander. Ausserdem muss Ina erkennen, dass sie ihre Erinnerungen geschönt hat. Nun schlägt die Vergangenheit zurück und vernichtet nicht nur ihre Illusionen, sondern zerstört auch die heftige und geheime Liebe zwischen ihrer Tochter Judith und dem benachbarten Dante. Wie hätten die beiden wissen sollen, dass ihre Liebe verboten ist?  [Aus dem Klappentext]


 

 


 

 


    


 

 

 

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