Angebote für Bibliotheken und weitere Institutionen Angebote für Schulklassen Lexikon der Schweizer Autorinnen und Autoren Infothek Neuerscheinungen Schweizer Literatur Frühling 2017 Herbst 2016 Frühling 2016 Herbst 2015 Frühling 2015 Herbst 2014 Frühling 2014 Herbst 2013 Frühling 2013 Herbst 2012 Frühling 2012 Herbst 2011 Frühling 2011 Herbst 2010 Frühling 2010 Herbst 2009 Frühling 2009 Herbst 2008 Frühling 2008 Herbst 2007 Frühling 2007

Neuerscheinungen Frühling 2008

Alpenrauschen
  Altermatt, Sabina: Alpenrauschen. Zürich: Limmat, 2008

Die Bündner Politikerin Franziska Padrun wird nach einem Fernsehinterview in Zürich von einem Auto angefahren und tödlich verletzt. Sie hat sich jahrelang gegen den Bau eines Kongresszentrums auf der Motta Lischana im Engadin eingesetzt. Die Journalistin Flurina Filli glaubt nicht an einen Unfall. Sie ist überzeugt, dass die AlpinaInvest, die das Zentrum finanziert, etwas mit dem Tod der Politikerin zu tun hat. Ihre Recherchen führen sie ins Engadin, wo sie die ersten zehn Lebensjahre verbracht hat. Ihr Verdacht bestätigt sich: Der AlpinaInvest scheint jedes Mittel recht, um alles, was den Bau des Zentrums behindert, aus dem Weg zu räumen. Doch dann wird Flurina von der eigenen Vergangenheit eingeholt, und ihre Albträume werden Realität.


100 Tage   Bärfuss, Lukas: Hundert Tage. Göttingen: Wallstein, 2008

April 1994, in Kigali wütet der Mob. David, Mitarbeiter der Schweizer Entwicklungshilfe, hat das Flugzeug, mit dem die letzten Ausländer evakuiert wurden, abfliegen lassen. Er versteckt sich hundert Tage in seinem Haus, vom Gärtner mit Nahrung versorgt - und mit Informationen über Agathe, Tochter eines Ministerialbeamten, die der Grund für sein Bleiben ist. Die vergangenen vier Jahre ihrer Liebe ziehen ihm durch den Kopf, die Zeit, die er als Entwicklungshelfer in Kigali verbrachte. Millionen wurden in ein totalitäres Regime gepumt, das schliesslich, als es die Macht an eine Rebellenarmee zu verlieren drohte, einen Genozid organisierte. Auch David wurde zum Komplizen der Schlächter, und als die Aufständischen Kigali einnehmen, flieht er mit den Völkermördern über die Grenze. Dort findet er in einem Flüchtlingslager Agathe wieder, aber es ist nicht die Frau, die er einmal liebte. [Aus dem Klappentext]


Fremde Signale
  Faber, Katharina: Fremde Signale. Zürich: Bilgerverlag, 2008

Katharina Fabers Roman erzählt die Geschichte der drei jungen Toten Michail, Linette und Boris, die als Schutzengel über das Leben eines in den fünfziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts geborenen Mädchens wachen.










Zaira
  Florescu, Catalin Dorian: Zaira. München: C.H. Beck, 2008

In seinem neuen, grossen Roman erzählt Catalin Dorian Florescu die Geschichte von Zaira und einer Jahrhundertreise von Osteuropa bis nach Amerika. Es ist auch die Geschichte einer unmöglichen Liebe, die die Jahrzehnte überdauert.
Zaira wächst auf einem rumänischen Gutshof unter der Obhut ihrer stolzen Grossmutter und ihres Cousins Zizi auf. Um sie über ihre Einsamkeit hinwegzutrösten, spielt er für sie Theater, das sie begeistert und das ihr Lebensinhalt wird. Der Krieg, der Faschismus, dann der Kommunismus verändern dramatisch die Lage der Familie. Dank ihrer Begabung wird Zaira zu einer berühmten Marionettenspielerin, doch bleibt sie unstet und rastlos. Ihre grosse Liebe scheitert. Die Kommunisten bedrohen sie und ihre Familie. Eine gefährliche Flucht über Prag bringt  Zaira mit Mann und Tochter nach Amerika. Kämpferisch und zäh, dabei menschlich und liebenswert, gelingt es ihr, in der Fremde eine Existenz aufzubauen, doch glücklich wird sie nicht. Als alte Frau fasst sie den Mut, wieder in ihre Heimat zurückzukehren. [Aus dem Klappentext]  
 

Der Sprung in den Papierkorb   Hürlimann, Thomas: Der Sprung in den Papierkorb. Zürich: Ammann, 2008 

Der Sprung in den Papierkorb versammelt Texte, die im Lauf der letzten Jahre entstanden sind. Ein Motiv, das darin immer wieder auftaucht, ist die Treppe. Hürlimann findet sie in Platons Höhle, aber auch in den Fussballstadien oder an einem Zypressenhang am Comer See. Über die Treppe führt es uns zu Jean Paul, zu Friedrich Schiller und zu Botho Strauss. Zum Schluss, in L'esprit de l'escalier, kommt die Treppe selbst zu Wort und teilt uns mit, dass sie am 14. April 1912, um 23 Uhr 40, auf 41° nördlicher Breite, 30° westlicher Länge, untergegangen ist. [Aus dem Klappentext]

Wenn es Glück ist : Liebesgeschichten   Muschg, Adolf: Wenn es ein Glück ist : Liebesgeschichten. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 2008

"
Damit begann doch eine Geschichte, und wenn sie euch etwa bekannt vorkommen sollte, täuscht ihr euch sehr. Denn für die Beteiligten war sie neu und unerhört, und andere als Beteiligte hat sie nicht nötig". Niemand aber bleibt ein unbeteiligter Zuschauer, der sich auf Adolf Muschgs unerhörte Geschichten von Liebe einlässt: Dieser Meister der erotischen Erzählung versteht es wie kaum ein zweiter, in geradlinig erzählten  so gut wie in kunstvoll verwickelten Geschichten dem liebsten Gefühl des Menschen immer andere und meist nur scheinbar vertraute Nuancen abzulauschen. Liebesgeschichten sind ein Genre, dem Adolf Muschg sich über vierzig Jahre stets aufs neue gestellt hat.. [Aus dem Klappentext] 

Emma
  Mutzner, Yvon ; Donatsch, Peter: Emma. Herisau: Appenzeller, 2008

Emma Kunz (1892-1963), Heilerin, Forscherin und Visionärin, wächst als eines von zehn Kindern einer armen Handweber-Familie im aargauischen Brittnau auf. Drei ihrer Geschwister sterben im Kindesalter, der Vater und ein Bruder nehmen sich das Leben, als Emma 17jährig ist. Im Alter von 19 Jahren folgt sie ihrer Liebe nach Amerika und kehrt enttäuscht zurück. Die junge Frau besitzt aussergewöhnliche Fähigkeiten. Sie liest die Gedanken anderer Menschen, heilt Krankheiten und sagt zukünftige Ereignisse voraus. Sie forscht leidenschaftlich nach den universellen Mustern des Lebens; die Anerkennung der wissenschaftlichen Welt bleibt ihr versagt... [Aus dem Klappentext]



Hunkeler und die goldene Hand   Schneider, Hansjörg: Hunkeler und die goldene Hand. Zürich: Ammann, 2008

Der neue Hunkeler beginnt damit, dass Kommissär Hunkeler im Aussenbecken des Solbades Marina in Rheinfelden liegt und Rückenbeschwerden kuriert. Er sieht einen seltsamen Taucher vorbeitreiben. Es ist die Leiche eines alten, schwulen Kunsthändlers aus Basel. Da Rheinfelden zum Aargau gehört, ermittelt die Aargauer Kantonspolizei. Sie verhaftet einen Strichjungen, der ebenfalls im Marina gebadet hat. Der Fall scheint gelöst. Doch Hunkeler glaubt das nicht. Da er krank geschrieben ist, hält er sich vorerst zurück. In den folgenden Tagen werden aus verschiedenen Museen der Umgebung Kunstwerke gestohlen, und im Rheinfelder Bahnhof fliegt ein Schliessfach in die Luft. Hunkeler fährt an die Tatorte, fragt sich durch, ermittelt. Er findet eine Spur, die zur sagenumwobenen, goldenen Hand Rudolfs von Rheinfelden führt, die von Kunsträubern in Sachsen-Anhalt gestohlen und nach Basel gebracht worden ist, um hier an einen Kunsthändler verkauft zu werden... [Aus dem Klappentext]


Die falsche Herrin
  Schriber, Margrit: Die falsche Herrin. München: Nagel & Kimche, 2008

Frankreich, im Jahr 1724: In Lumpen gehüllt und des Französischen nicht mächtig, klopft die achtzehnjährige, wegen Diebstahls verurteilte Waise Anna Maria Inderbitzin bei einer wohlhabenden Adelsfamilie an. Und sie gibt, durch genaue Beobachtung geschult, eine wahrhaft meisterliche Vorstellung: Sie wird als verirrte Tochter aus angesehenem Haus aufgenommen, gepflegt und in die besten Kreise eingeführt. Aber die ehrgeizige junge Frau will mehr: ins Zentrum der Welt, an den Hof in Versailles. Kurz bevor sie ihr Ziel erreicht, wird sie entlarvt, nach Schwyz geschleppt und zum Tode verurteilt. Da taucht überraschend ein junger deutscher Gerber auf, der sie vom Galgen weg zu ehelichen begehrt, wie es ein altes Gesetz erlaubt... [Aus dem Klappentext]


Die kleine Liebe
  Schubiger, Jürg: Die kleine Liebe. Innsbruck: Haymon, 2008

L., eine Abkürzung für Laetizia, versucht zu erkunden, was die anderen offensichtlich längst auswendig kennen: das Alltägliche. Aus ihren Beobachtungen entsteht eine befremdende Beschreibung unserer Welt und der Spielregeln unseres Zusammenlebens. In einer Mischung von Heiterkeit und melancholischer Hintergründigkeit entwickelt Jürg Schubiger die Biografie dieser Frau. Er erzählt von den Eltern, die auch dann nicht das Gleiche meinen, wenn sie das Gleiche sagen; von Gian, den sie sich in ihre Träume wünscht; von Markus, der so lange ihr Freund ist, bis sie in ihm nicht nur keine grosse Liebe, sondern auch keine kleine mehr zu finden vermag; von Susann, die für fast jedes Problem gleich mehrere Lösungen bereithält; und von der Malerin Agnes Martin, deren Bilder L. manchmal richtiger erscheinen als die Wirklichkeit. [Aus dem Klappentext]


Ohren haben keine Lider
  Schwitter, Monique: Ohren haben keine Lider. St. Pölten: Residenz, 2008

Ein junges Paar zieht in ein Mietshaus, um das Zusammenleben zu erproben. Das "freie" Leben jenseits von Schule und Lehrern, Broterwerb oder gesellschaftlicher Verpflichtung. Mit dem festen Vorsatz, "Lebensgleise" und vorhandene Muster zu meiden, suchen sie nach einer, nach ihrer eigenen Biographie. Mit der Zeit lernen sie die übrigen Hausbewohner kennen: Da gibt es Conny mit ihrer Fernbeziehung, den undurchschaubaren Cellisten Jeff, die alternde Lehrerin Frau Baumgartner und die geheimnisvolle Agnes. Zwischen Agnes und der jungen Frau entwickelt sich ein intensives Verhältnis, ein Verhältnis der Anziehung und Abstossung. Und plötzlich passiert es: in der Silvesternacht kommt Agnes ums Leben, und nichts ist mehr, wie es war... [Aus dem Klappentext]

 

Der letzte Weynfeldt   Suter, Martin: Der letzte Weynfeldt. Zürich: Diogenes 2008

Adrian Weynfeldt, Mitte fünfzig, Junggeselle, grossbürgerlicher Herkunft, Kunstexperte bei einem internationalen Auktionshaus, lebt in einer riesigen Wohnung im Stadtzentrum. Mit der Liebe hat er abgeschlossen. Bis ihn eines Abends eine jüngere Frau dazu bringt, sie - entgegen seinen Gepflogenheiten mit nach Hause zu nehmen. Am nächsten Morgen steht sie ausserhalb der Balkonbrüstung und droht zu springen. Adrian vermag sie davon abzuhalten, doch von nun an macht sie ihn für ihr Leben verantwortlich. Immer wieder nötigt sie ihn, sie aus ihren Schwierigkeiten zu befreien. Weynfelds geregeltes Leben gerät aus den Fugen - bis er schliesslich merkt, dass nichts ist, wie es scheint.  [Aus dem Klappentext]


Wir fliegen   Stamm, Peter: Wir fliegen : Erzählungen. Frankfurt a.M.: S.Fischer 2008  

In seinen neuen, wunderbaren Geschichten zeigt sich Peter Stamm als Meister im Erzählen unerwarteter Wendepunkte, des flüchtigen Glücks, mit dem man nicht mehr gerechnet hat. Denn kann man wünschen, was man nicht einmal sich selbst gegenüber zugibt? Und widerspricht der Wunsch, auserwählt zu sein, dem Wunsch nach Liebe?        


Die geheimen Leben der Schneiderin
  Waldis, Angelika: Die geheimen Leben der Schneiderin. Zürich: Kein & Aber, 2008

Die Schneiderin Jolanda Hansen hat sich in ihrem Leben fest eingerichtet. Tag für Tag sitzt sie im Nähatelier und ändert die Kleider der Leute - und in Gedanken manchmal auch deren Leben. Doch dann kommt mitten in den Festvorbereitungen zum achtzigsten Geburtstag der Eltern über ein mysteriöses Paket plötzlich Franz ins Spiel. Franz, der vielbewunderte ältere Bruder, der vor 36 Jahren einfach nicht mehr vom Schwimmen im See zurückkam. Was, wenn Franz damals gar nicht ertrunken ist, wie alle behaupten? Für Jolanda beginnt eine abenteuerliche Suche, in deren Verlauf sie erkennt: Auf ewig lässt sich die Welt nicht auf Distanz halten, manchmal ist es nötig, das eigene Leben aufzutrennen. [Aus dem Klappentext]