Angebote für Bibliotheken und weitere Institutionen Angebote für Schulklassen Lexikon der Schweizer Autorinnen und Autoren Infothek Neuerscheinungen Schweizer Literatur Frühling 2017 Herbst 2016 Frühling 2016 Herbst 2015 Frühling 2015 Herbst 2014 Frühling 2014 Herbst 2013 Frühling 2013 Herbst 2012 Frühling 2012 Herbst 2011 Frühling 2011 Herbst 2010 Frühling 2010 Herbst 2009 Frühling 2009 Herbst 2008 Frühling 2008 Herbst 2007 Frühling 2007

Neuerscheinungen Frühling 2007

Der prüfende Blick
 
Alioth, Gabrielle: Der prüfende Blick : Roman über Angelica Kauffmann. München: Nagel & Kimche, 2007

Der Mainzer Hofmaler Franz Joseph Kauffmann reist im Jahr 1800 nach Bregenz, um seine Herkunft zu klären. Im Zuge seiner Recherchen beginnt er auch das Leben seiner Kusine Angelica zu erforschen, mit der er seine Jugend verbrachte - und die er immer noch liebt. Er sucht Menschen auf, die sie kannten - einen Pfarrer in Schwarzenberg, einen gescheiterten Musiker, ihren Schwager in Venedig -, und rekonstruiert ihr Leben mithilfe der Zeugnisse von Gönnern und Freunden, die die Karriere Anglica Kauffmanns begleiteten: der Maler Heinrich Füssli, der in London bei ihr eine Abfuhr erlitt, ihr Förderer Joshua Reynolds, der einflussreichste Maler Londons, ihr zeitweiliger Arzt und Verehrer John Morgan, der in Italien zu ihren Bewunderern zählte... [Aus dem Klappentext]

   
Graatzug
 
Augstburger, Urs: Graatzug : Bergroman. Zürich: Bilgerverlag, 2007

Anfangs der Sechzigerjahre bricht die neue Welt ins Walliser Bergdorf Plon ein: Mit einer Staumauer so hoch wie der Eiffelturm schliessen die Elektrischen die Furggerlücke. Der Schatten der Mauer legt sich über das Tal. Das Seegut, der Hof der alteingesessenen Familie Rothen, wird geflutet. Fast vierzig Jahre später schwimmt ein geheimnisvoller Taucher durch das versunkene Seegut. Er löst ein Kruzifix von der Wand und zerbricht es in kleine Stücke. Fortan und immer nur nachts, wenn die armen Seelen im Graatzug auf die Gletschergrate ziehen, hören die Ploner das Toggen des Merkhammers wieder, der einst die heiligen Wasser der Suonen überwacht hat. Silvan Bohrer, Erbe des Dorfkönigs, vermutet in der Umweltaktivistin Lena Amherd, die ihn zunehmend betört, die Urheberin des Spuks. Zu spät erkennt er, weshalb der Merkhammer tatsächlich schlägt. [Aus dem Klappentext]

   
Orfeo
 
Binder, Ellisabeth: Orfeo. Stuttgart: Klett-Cotta, 2007

Im Zug nach Venedig: Der Schweizer Fabrikant Bauer will dort nach einer Frau suchen, die er einst begehrte, die dann seine Ehefrau wurde und die ihn kurze Zeit darauf verliess. Stella, aufregend schön, eine Sensation in dem verschlafenen Schweizer Dorf damals, die er nie vergessen konnte. Jetzt, gegen Ende seines Lebens, will er wissen, was aus ihr geworden ist... [Aus dem Klappentext]






   
Kleopatrafalter
 
Chiquet, Pierre: Kleopatrafalter : ein kleiner Roman. Zürich: Bilgerverlag, 2007

"Dass sie nicht fluchte, nicht tobte, nicht schrie, nicht wütete, war zu viel, was auf die jungen Männer, die im Gras kauerten, einstürzte, zu viel Unfassbares und Unerklärliches, was ihre Augen einfach hinnehmen mussten. Fass gleichzeitig krochen sie ein Stück zurück, erhoben sich und gingen schweigend den Weg zurück in das Dorf und sahen sich nicht an, blickten vor sich in die Leere, als müssten sie ihre ganze Kraft darauf verwenden, ihren Verstand zusammenzuhalten." Kleopatrafalter erzählt die zauberhaft verspielte Geschichte einer verwunschenen Liebe.


   
Die letzte Nacht der alten Zeit
 
Hartmann, Lukas: Die letzte Nacht der alten Zeit. München: Nagel & Kimche, 2007

In einer kalten Nacht fährt ein Schiff über den Thunersee. Die Menschen an Bord sind auf der Flucht. Schultheiss von Steiger, der mächtigste Mann der Schweiz, wurde tags zuvor in Bern zum Rücktritt gezwungen. Unmittelbar danach suchte er im Kampf gegen die Franzosen den Ehrentod. Aber er überlebte, und nun denkt er verzweifelt darüber nach, wie sich die alte Herrschaft wieder zurückerobern liesse. An seiner Seite ist Korporal Dubi, zu Steigers Schutz befohlen. Er fürchtet um seine zurückgelassene Familie - und um sein Leben, denn in Gesellschaft Steigers läuft er Gefahr, vom Mob massakriert zu werden. Schwankend zwischen Loyalität und Angst rechnet er mit der versprochenen Belohnung. Die junge Wäscherin Maria schliesslich flieht, weil sie einen Franzosen erschlug... [Aus dem Klappentext]

   
Lee Gustavo
 
Hughes, Sandra: Lee Gustavo. Zürich: Limmat, 2007

Lee Gustavo liegt im Krankenhaus einer englischen Kleinstadt. Lee kann nicht reden, sich kaum bewegen, weiss nicht, was geschehen ist. Im Dämmerschlaf zieht Lees Leben vorbei, unterbrochen durch die fürsorgliche Krankenschwester Anna. Lee hat Onkel Moses erpresst und landet im Gefängnis, was zu allerlei Folgeproblemen führt. Trotzdem findet Lee noch ein paar Gelegenheitsjobs, schläft sich durch als "Haushaltshilfe für alle Fälle" bei einer exzentrischen Trendjournalistin oder mit dem Verscherbeln von aufgemöbeltem Trödel, den die konsumfreudige Mittelschicht nachts auf einer Schutthalde deponiert. Eines Abends findet Lee einen Brief vom Vater, den dieser vor dem Selbstmord an seine Frau geschrieben hat. Seine Geschichte führt nach Brasilien in eine Familie, in der man keine Skrupel kennt: der Zwillingsbruder quält ihn mit allen Mitteln, der Vater verrät ihn, seine erste Frau verliert er. Lee versteht vieles neu, findet ins Gleichgewicht, gewinnt Boden. Und macht sich daran, eine offene Rechnung zu begleichen... [Aus dem Klappentext]


Abschied vom Norden
 
Kramer, Pascale: Abschied vom Norden. Zürich (etc.): Arche, 2007

Jeden Freitag sitzt die siebzehnjährige Patricia in dem verlassenen Dorf am Meer im Norden Frankreichs vor dem Lebensmittelladen ihres Vaters, zu ihren Füssen ihre kleine Freundin Luce, und wartet. Denn jeden Freitag laden die Männer von der Kressegärtnerei ihre Kisten ab: Jean und seine Saisonarbeiter Serge, der Wochenendalkoholiker, der Engländer Sven und Alain, Jeans Bruder, 29. Es ist der Familienvater Jean, der es Patricia angetan hat, aber es ist Alain, der sich in sie verliebt. [Aus dem Klappentext]





Irgendwo : Nouvelles
 
Kristof, Agota: Irgendwo : Nouvelles. München: Piper, 2007

Eine Frau erklärt dem eilig herbeigerufenen Arzt, dass sie nicht versteht, wie die Axt in den Schädel ihres Gatten kommen konnte. Die Axt muss neben dem Bett gelegen haben, und er ist hineingefallen. Sie selbst hat gut geschlafen und fühlte sich beim Aufwachen grossartig. Als wäre sie eine Last losgeworden. So ist es nun mal, das Leben: gleichzeitig schrecklich und wunderbar. Und der grossen Schriftstellerin Agota Kristof ist es gelungen, dies in Worte zu fassen, pointiert, schwarz und messerscharf.  [Aus dem Klappentext]





Wenn ich wüsste wohin
 
Lavizzari, Alexandra: Wenn ich wüsste wohin. Oberhofen: Zytglogge, 2007

Schmetterlinge im Bauch, das ist für Teenies, nicht für Frauen mittleren Alters. Dachte Sarah. Sie wähnte sich an der Schwelle zum halben Jahrhundert längst über das Alter des Schwärmens hinaus, zählte sich zur Kategorie der Vernünftigen, innerlich Gefestigten. Das Leben belehrt sie jedoch - kaum ist ihr Mann für eine Gastprofessur verreist - eines Besseren und jagt ihr Schmetterlinge gleich schwarmweise ein. Gestern noch vorbildliche Ehefrau und Mutter, gerät Sarah plötzlich in einen emotionalen Strudel. Sie weiss nicht mehr, wie ihr geschieht. Innerhalb kurzer Zeit verliebt sie sich: in einen Vizedirektor, einen Chirurgen und in einen Redakteur... [aus dem Klappentext]
       

Johannistag
 
Lewinsky, Charles: Johannistag. München: Nagel & Kimche, 2007

In Courtillon, einem kleinen Dorf in der französischen Provinz, scheint Friede zu herrschen. Genau die richtige Beschaulichkeit für den Durchreisenden, der in Abgeschiedenheit und Ruhe eine unglückliche Liebesgeschichte verarbeiten will. Er beschliesst zu bleiben. Je länger er allerdings die heile Welt seiner neuen Nachbarn beobachtet, desto mehr Risse werden sichtbar. Die Dorfbewohner scheinen alle ein unangenehmes Geheimnis zu bewahren, vom jovialen Karrieristen Ravallet, der zwei halbe Stunden pro Woche als Bürgermeister amtet und von einer Parlamentskarriere träumt, bis zu Mademoiselle Millotte, der koketten Greisin, die eifrig brisante Informationen über ihre Nachbarn sammelt... [Aus dem Klappentext]


Lea
 
Mercier, Pascal: Lea. München: Hanser, 2007

Ein kalter Tag in der Provence. Adrian Herzog und Martijn van Vliet lernen sich zufällig in einem Cafe kennen und stellen fest, dass sie beide aus Bern kommen. Auf der gemeinsamen Reise nach Hause, die zwischen den beiden Fremden eine ungeahnte Intimität schafft, erzählt Van Vliet die tragische Geschichte seiner Tocher, die ihn nach Südfrankreich geführt hatte. Alles begann mit dem Tod seiner Frau, die ihn mit seiner Tochter Lea zurückliess. Vor Trauer erstarrt, verschloss sich das Kind gegenüber seiner Umwelt bis es mit acht Jahren eine Strassenmusikantin hörte, die eine Violinpartita von Bach spielte. Von einem Moment auf den anderen war für Lea klar, dass sie Geige lernen musste. Van Vliet ist überglücklich, dass seine Tochter endlich aus ihrer Starre erwacht. Schon bald zeigt sich ihre ungewöhnliche Begabung. Doch damit beginnt ein tragisches Verhängnis... [Aus dem Klappentext]


Sunnsyte, Schattsyte : e Läbesgschicht
 
Schär, Romi: Sunnsyte, Schattsyte : e Läbesgschicht. Oberhofen: Zytglogge, 2007

Demütigungen und zerschlagene Hoffnungen prägten Romi Schärs frühe Lebensjahre, und die seelischen Verletzungen hinterliessen tiefe Spuren. Sie schrieb: "D Narbe chöme mer vor wi ybbrönnt, grad eso, wi albe der Vatter sys Wäärchzüüg mit brönnige Buechstabe zeichnet het." Eingeprägt haben sich auch lieblose Äusserungen wie: " Si isch gäng scho es Lueder gsi!" oder "Auso, häb de Ornig!" und "Wen is chönnt verhindere, dass du dä hüratisch, i miechs!" Emmental, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Gegend vieler verschüpfter Kinder - dort kam Rosmarie als Tochter einer Magd auf die Welt. Trotz ständiger Wohnungswechsel, Armut und harter Arbeit als Verdingking gab es Lichtblicke: der Lehrer, die Natur und manchmal die Sonne; wenn diese dem Mädchen ins Gesicht schien, war es, als "ob ihm öpper über d Backe würd strychle"... [Aus dem Klappentext]


Hunkeler und der Fall Livius
 
Schneider, Hansjörg: Hunkeler und der Fall Livius. Zürich: Ammann, 2007

In seinem sechsten Fall wird der Basler Kriminalkommissär Peter Hunkeler mit einem Mord konfrontiert, der länderübergreifend zu einer sensiblen Sache nicht nur für die Ermittlungsbehörden, sondern auch für Historiker wird. In einer Schrebergartenanlage am Stadtrand von Basel, deren Boden auf französischem Hoheitsgebiet liegt, wird am Neujahrsmorgen eine männliche Leiche gefunden. Der Tote wurde erschossen, man fand ihn jedoch aufgehängt an einem Fleischerhaken am First seines Gartenhäuschens, so, wie Schlachter die Kadaver ihrer toten Tiere aufhängen. Die Basler Polizei kann vor Ort nicht ermitteln, dafür ist die französische Kriminalpolizei vom elsässischen Colmar zuständig. Bald stellt sich heraus, wer der Tote ist. Er ist Schweizer, wohnhaft in Basel, doch handelt es sich auch tatsächlich um den ermittelten Anton Flückiger?... [Aus dem Klappentext] 


Unter Freunden...
 
Suter, Martin: Unter Freunden und andere Geschichten aus der Business Class. Zürich: Diogenes, 2007

Vielleicht sind Sie bereits ein "dead man walking" und wissen es nur nicht? Oder eine Kapazität, die zur Überkapazität und damit zum Ballast geworden ist? Und wie trennt sich der Chef am elegantesten von einer "Kostenstelle"? Finanziert damit womöglich die eigene Gehaltserhöhung? Weshalb beherrschen so viele CEOS ihren Job nicht - und warum ist das nur allzu verständlich? Was beim ungeschickten Einsatz eines Handheld alles passieren kann. Sprachbarrieren zwischen Deutschen und Schweizern. Ein ungewöhnliches Managementtraining in freier Natur mit denkwürdigen Resultaten... [Aus dem Klappentext]


Eistod
 
Theurillat, Michael: Eistod : Kriminalroman.Berlin: Claasen, 2007

In diesem eisigen Winter wundert sich zunächst niemand, als in Zürich immer mehr Obdachlose erfroren aufgefunden werden. Doch dann entdeckt ein Gerichtsmediziner bei einem Toten ein rätselhaftes Gift. Die Ermittlungen führen Kommissar Eschenbach ans Biochemische Institut zu Professor Winter, der als Anwärter auf den Nobelpreis gehandelt wird. Hat sein alter Schulfreund tatsächlich etwas mit den Toten zu tun? Eschenbach werden Hinweise zugespielt - womöglich hat Winter biochemische Substanzen zur Folterung islamischer Terroristen entwickelt. Und wo steckt Winters Assistent, der plötzlich wie vom Erdboden verschluckt ist? Je weiter Eschenbach mit seinen Nachforschungen in die besseren Kreise vordringt, desto mehr sieht er sich mit Intrigen, Lügen und Korruption konfrontiert. [Aus dem Klappentext]


Die melodielosen Jahre
 
Weber, Peter: Die melodielosen Jahre. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 2007

Eine Zeit des Stillstands, des Innehaltens - Oliver wird Zeuge, wie in den Nachwendejahren parallel zur gesellschaftlichen Neufindung in der Musik die Melodien verschwinden und bald Wiederholung vorherrscht: Die elektronische Epoche beginnt. Dreiflügler, weisse Windräder, vorwärts oder rückwärts drehend, erzeugen Winde, die Oliver durch die Jahre wirbeln. Seine Reisen führen an Flüssen entlang, auf verbotene Gleise, durch die Lüfte. Er besucht in wechselnden Vehikeln Städte an Süss- und Salzgewässern. Und er landet immer wieder in der klingenden Gegenwart, in Zürich, Berlin, Istanbul und im grossen semantischen Orchester Frankfurt. Tiere des 20. Jahrhunderts wandern mit Oliver durch das Buch. In London raten ihm sprechende Pferde: "Folge den Trommeln und den Bässen!" Denn die Musik ist allem voraus... [Aus dem Klappentext]


Lied aus der Ferne
 
Yesilöz, Yusuf: Lied aus der Ferne. Zürich: Limmat, 2007

Im Eingang des Postgebäudes liegt ein Toter, ein abgewiesener Asylbewerber. Ohne grosse Motivation macht sich der Polizeibeamte Schenker an die Arbeit, den Mord aufzuklären. Erste Spuren führen zum kurdischen Sänger Kalo Baran, der seit Jahren in der Schweiz lebt und mit einer Schweizerin verheiratet ist. Baran weiss mehr, als er zuerst preisgibt. Und später erzählt er in Bildern, die für Polizisten nur schwer verständlich sind. Schenker jedoch ist zunehmend fasziniert und gleichzeitig verunsichert von der fremden Welt, die sich ihm bei seinen Ermittlungen auftut. [Aus dem Klappentext]