Bugnplay: Bibliomedia Technopoesie-Award 2012

Am 2. Juni hat die Preisverleihung des Medien- und Roboterwettbewerbs „Bugnplay“, der sich an 8- bis 19-Jährige richtet, im Rahmen eines Events mit Workshops und Präsentationen stattgefunden.

Bibliomedia Schweiz engagiert sich seit Beginn im Rahmen der Juryarbeit, da es uns wichtig scheint, dass Kinder und Jugendliche sich kreativ und spielerisch mit neuen Technologien auseinandersetzen. Aus diesem Grund haben wir beschlossen, ab 2012 einen „Bibliomedia Technopoesie-Award“ zu vergeben für Projekte, die sich durch eine speziell phantasievolle Aufgabestellung oder eine poesievolle Umsetzung auszeichnen.

Mit dem „Bibliomedia Technopoesie-Award 2012“ ausgezeichnet worden sind:

Der Mondspaziergang des Rätselroboters
Julian Baumann (8 Jahre) hat seinen Rätselroboter mit viel Phantasie und bescheidenen Mitteln (einer geschenkten Kiste, Farbe, viel Kabel und zwei Schaltern mit farbigen Lämpchen) grosszügig gestaltet. Als ihn die technische Umsetzung der komplexen Rätsel-Funktion – d.h. Fragen auf Zetteln präsentieren und die Antworten als „richtig“ oder „falsch“ taxieren – vor Probleme stellt, hilft er sich ideenreich weiter. Er führt sich selbst als Teil des erfundenen Roboter-Systems ein und wirkt im Innern aktiv mit. Die Präsentation wird damit zur elektronisch abgestützten Theateraufführung!

Känguru Roboter
David Wieland (11 Jahre) hat sich mit der Realisierung seines Känguru Roboters eine sehr komplexe Aufgabe gestellt: Es geht um die exakte Programmierung von Zufall – ein eigentliches Paradox! Diese Aufgabestellung zeugt von phantasievollem Tüftlergeist, und sie ist mit viel Engagement angegangen und umgesetzt worden. Mit 4 Relais und einem Microcontroller versehen, kann David Wielands „Känguru“ ohne Motor und Räder frei herumhüpfen. Die Steuerung dieser Zufallsbewegung wird über ein exaktes, eigens dafür angepasstes Programm bewirkt.

P`tite Boule, ça roule!
Tim Winkelmanns Trickfilm überzeugt sowohl bezüglich der Komposition der Geschichte als auch bezüglich der grafischen Realisation. Der Wettbewerbsbeitrag ist wie aus einem Guss! Der gestalterischen Geschlossenheit entspricht die sprachliche Umsetzung, d.h. der Einsatz eines Sprechers (Tim Winkelmann, 12 Jahre), der sowohl Erzählung als auch Dialoge, mit verstellter Stimme, übernimmt. Sehr schön und poetisch ist der Rückbezug des filmischen Erzählens auf das Medium Buch: Der Szenenwechsel wird in stilisierter Form als Umblättern von Seiten inszeniert.

Auf der Website www.bugnplay.ch sind alle Wettbewerbsbeiträge in der „Library 2012“ einsehbar.