3. Bibliomedia-Bibliothekstreff

Bei strahlendem Wetter trafen sich 43 Bibliothek arinnen im Bibliocenter Solothurn und liessen sich, trotz rekordverdächtiger Temperaturen, über die neuesten Entwicklungen und Tendenzen in den Bereichen World Wide Web und E-book informieren. Elisabeth Schmid, Leiterin der Bibliothek Jona, berichtete über das St. Galler Divibib-Angebot. Dank Unterstützung des Lotteriefonds konnte ein Pilotprojekt mit 12 Bibliothek en gestartet werden, die ihren Kunden nun über ihre Webseiten den Zugriff zu 6000 zentral angekauften und verwalteten virtuellen Medien ermöglichen. Im Download-Angebot befinden sich Belletristik, Sachbücher, Hörbücher, Zeitschriften, Sachvideos sowie Musik. Was fehlt, sind Bestseller und aktuellste Literatur.

Anschliessend wurde es dann ganz konkret: Sabine Bachofner führte anhand zweier Sonyreader vor, was solch ein Instrument – im Moment! – alles kann. Dann präsentierte sie verschiedene E-book-Angebote auf dem Netz: von Buchhandel bis Gratisangeboten wie der Gutenberg- Bibliothek . Hier zeichnet sich eine rasante Entwicklung in Richtung Vereinheitlichung der Formate sowie eine enorme Ausweitung der Angebote ab. In der Diskussion war schnell klar, dass sich das Divibib-Angebot im Moment noch im Aufbau befindet und sich nur für eine Nutzung im Verbund eignet. Für die einzelne Bibliothek ist es viel wichtiger, sich als attraktive, lebendige und kreative Institution mit starker Ausstrahlung zu positionieren.

Über Mittag sorgte ein reichbestücktes Buffet dafür, dass alle wieder zu Kräften kamen. Hier blieb auch genug Zeit für einen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen. Am Nachmittag zeigte Sabine Bachofner anhand konkreter Beispiele, wie Bibliothek en – und nicht nur die grossen! – das Web 2.0 für die Kommunikation mit ihrer Kundschaft einsetzen können. Da die Jugendlichen sich mehr und mehr in virtuellen Räumen aufhalten, geht es darum, diese Zielgruppe mit entsprechenden Angeboten auf sich aufmerksam zu machen.

Buchstart Schweiz war Thema der letzten halben Stunde. Mit rund 300 Deutschschweizer Bibliothek en, 200 Ärzten und 100 Mütter- und Väterberaterinnen, die sich beteiligen, kann das Projekt als eigentlicher Grosserfolg bezeichnet werden. Ein grosses Dankeschön geht an alle, die dabei mithelfen! In der an die Projekt info rmation anschliessenden Austauschrunde wurden die Zusammensetzung des Buchstart-Paketes sowie die Form der Paketübergabe diskutiert. Auch die Ausstellung einer Bibliothek skarte für die Buchstart-Babys kam zur Sprache. Da das Projekt ja gerade auch Neukunden aus Kreisen, die Bibliothek en normalerweise nicht frequentieren, anspricht, ist es sinnvoll, dass sich Bibliotheken hier grosszügig zeigen.

Pantomimische Buchstart-Poesien lieferte Clownin Gerta als krönenden Abschluss der Tagung. Gemeinsam mit ihrer Tochter führte sie mit viel feinsinnigem Humor vor, was alles im Buchstart-Buch steckt, wie Sprache funktioniert und was Bücher bewirken können.

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild